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Bei Totschlag drücken Sie die Raute-Taste Kurioses aus der Polizeinotrufzentrale von Steel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2011
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Bei Totschlag drücken Sie die Raute-Taste

Ihr größter Vorteil ist gleichzeitig ihr größter Nachteil: Die 110 ist schnell gewählt, und so landen in der Polizeinotrufzentrale nicht nur Notfälle, sondern auch jede Menge Verirrte, Verwirrte und Verwöhnte: Autodiebe, denen das geklaute Auto geklaut wurde, Teenager, die von der Polizei nach Hause chauffiert werden wollen, ein Stalkingopfer, dessen skrupellose Peinigerin eine Katze ist ... Dialoge mitten aus dem Wahnsinn des Alltags. In seinem beliebten Blog berichtet der Autor, der seit 2003 in einer Leitstelle in Nordrhein-Westfalen arbeitet, seiner treuen Fangemeinde regelmäßig über die lustigsten Erlebnisse am Notruftelefon.

"Steel" arbeitet seit 2003 in einer Polizeinotrufzentrale am anderen Ende der 110 und möchte außerhalb seines Einsatzgebietes lieber anonym bleiben. In einem beliebten Blog berichtet er seiner treuen Fangemeinde regelmäßig über die lustigsten Erlebnisse am Notruftelefon. http://steel.twoday.net/

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 14.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492954228
    Verlag: Piper
    Größe: 711 kBytes
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Bei Totschlag drücken Sie die Raute-Taste

Die Polizei, dein Freund und Helfer in allen Lebenslagen

Nur zu gern werde ich der Rolle als "Freund und Helfer" meiner Mitmenschen gerecht, auch wenn man erfahrungsgemäß meist dann so tituliert wird, wenn ein anderer etwas von einem will. Manchmal aber – nach x Nachtschichten und Sondereinsätzen – könnte der Freund in allen Lebenslagen glatt seine Freundlichkeit vergessen. Da hilft oft nur Durchatmen – tief durchatmen. Schließlich weiß der Anrufer ja nicht, dass ich für zehn Städte verantwortlich bin. Er kann auch nicht ahnen, wer vor ihm angerufen und womöglich mit Geiselnahme, Suizid, Totschlag oder anderen Maßnahmen gedroht hat. Am Telefon herrscht in gewissem Maße Anonymität – ein Umstand, der einige Anrufer offenbar dazu bringt, die Silbe "Not" in "Notruf" geflissentlich zu ignorieren und frei von der Leber weg zu erzählen, was ihm so gerade durch den Kopf geht und wo in seinem Leben er denn gern einen Freund oder auch nur Helfer zur Seite hätte. Manchmal aber ist der Anrufer auch derart kreativ, dass es einem die Sprache verschlägt. Sie glauben es nicht? Schon mal was von Handysuchhunden gehört?
Gekotzt

"Polizeinotruf."

Die Stimme einer jungen Frau: "Ja, hallo. Meine Mutter hat hier eben gekotzt, und der geht es nicht gut."

"Aha. Soll ich Ihnen einen Krankenwagen schicken?"

"Nee, nee. Also, wir waren im Bus, und dann hat die angefangen zu kotzen. Und dann war ein Mann total unfreundlich, und mein Freund hat Stress mit dem gekriegt. So. Und dann hat der Busfahrer uns rausgeschmissen, weil meine Mutter alles vollgekotzt hat und mein Freund Stress mit dem Typen hatte."

"Ja – und jetzt?"

Ungeduldig: "Ja – jetzt wollen wir nach Hause."

Bestätigend: "Gute Idee, das halte ich auch für das Beste."

Hoffnungsvoll: "Ja, kommen Sie vorbei und holen uns ab? Wir sind gerade am ..."

Unterbrechend, stur: "Warum sollten wir Sie abholen?"

Beharrlich: "Na, meine Mutter hat doch gekotzt, und der Bus ist weg!"

"..."
Baggern

"Polizeinotruf."

Eine Frau, um die fünfzig, resolut: "Ja, also, ich bin gerade in der Großküche. Drei Jugendliche sind mich hier am Anbaggern."

"Was machen die?"

Ungeduldig: "Ja, die baggern mich an!"

Begriffsstutzig: "Aha. Was wollen die denn genau?"

"Ja ...äh ... ficken!"

Verblüfft, amüsiert: "Ficken? Aha. Wo sind die denn jetzt?"

"Na, hintenrum. Umweltschutz, denke ich mal so. Ich muss jetzt aber auch weiterkochen."

Klick.

"???"
Positive Verstärkung

"Polizeinotruf."

"Ich wollte mich nur ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit bedanken. Vielen Dank und weiterhin alles, alles Gute."

Klick.

Äh ... Freut mich. Sie können ruhig öfter anrufen ... :-)
Auf 40 runter

"Polizeinotruf."

Eine männliche Stimme, leicht hektisch, etwas nuschelnd: "Guten Tach. An dem Haus hier nebenan, da sind so zwei Strahlungsanlagen. Die strahlen so stark, dass ich schon krank bin. Die Strahlen gehen ja überall durch, obwohl ich meine Wände schon präpariert habe."

Interessiert. "Ach, sind das die beiden Anlagen in N-Stadt?"

"Ja, ganz genau. Die sind beide neu."

Souverän. "Ja, stimmt. Die sind

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