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Das ist wirklich das Allerletzte! Unmögliche und fantastische Geschichten 2 von Sinn, Elfi (eBook)

  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
5,49 €
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Das ist wirklich das Allerletzte!

Das ist doch wirklich das Allerletzte! Wie oft mag das jeder von uns gedacht haben, bei Behördenirrsinn, bei Menschen, die sich auf Kosten anderer bereichern, bei Gemeinheiten und absoluter Rücksichtslosigkeit durch wen auch immer. Und wie gerne würde man dann, über Möglichkeiten verfügen, zurückzuschlagen oder besondere Fähigkeiten besitzen, um der Gerechtigkeit zum Sieg zu verhelfen. So wie Rosi, die ihre Bäckerei fast verliert, Lotta und Bella, die sich gegen enorme Lärmbelästigung wehren müssen oder Laura und Luisa, für die die Freude an Krimis zur harten Realität wird. Die Menschen in den Geschichten dieses Buches entdecken an Tiefpunkten ihres Lebens oder in großer Gefahr, geheimnisvolles Wissen, fast magisches Können und originelle Ideen. Damit und gemeinsam mit guten oder auch neuen Freunden gelingt es ihnen, ihre Probleme doch noch erfolgreich zu lösen. Elfi Sinn, geb. 1947, Kindergärtnerin und Diplom-Gesellschaftswissenschaftlerin, hat mehr als 20 Jahre als Heilpraktikerin psychotherapeutisch in eigener Praxis gearbeitet, seit 2017 im Ruhestand. Zahlreiche Veröffentlichungen zu psychologischen Problemen in Fachzeitschriften. Seit 2017 zwei Kinderbücher, ein Sachbuch für Eltern, einen Roman über 65-jährige und 2 Bücher mit unmöglichen und fantastischen Geschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 200
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783748133957
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 198 kBytes
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Das ist wirklich das Allerletzte!

Das gebackene Glück

"Warum tue ich mir das überhaupt noch an!" Rosi Petersen schob ihren Stuhl vom Tisch zurück und legte erschöpft den Kopf auf die Arme. Schon wieder ein Brief von der Lebensmittelaufsicht, schon wieder irgendeine idiotische Auflage. Dazu kam noch, dass heute die letzten Mieter ausgezogen waren. Natürlich nicht regulär, sondern ohne die offene Miete zu zahlen, einfach bei Nacht und Nebel verschwunden. Wie sollte sie denn jetzt noch klarkommen? Das war wirklich nicht einfach Pech, sondern eine Pechsträhne unendlichen Ausmaßes.

Und dabei lief es bis vor einem halben Jahr noch so hoffnungsvoll. Ihre Bio-Brote waren bei den Kunden genauso beliebt wie die glutenarmen oder glutenfreien Backwaren, die Rosi produzierte. Sie hatte ihr Leben lang gebacken, aber sich auch rechtzeitig spezialisiert, so wie es in ihren Marketing-Büchern vorgeschlagen wurde und hatte jeden Monat sichere Einnahmen gehabt.

Im Wohnhaus gegenüber der Backstube, die noch ihre Großeltern gegründet hatten, wohnte sie recht komfortabel nach der Scheidung von ihrem Mann, im Erdgeschoss. Die obere Etage hatte sie an den Chefingenieur der neuen Fabrik für Solaranlagen in der Nähe vermietet. Das brachte ihr zusätzliches Geld, das sie für Notfälle zurücklegen konnte. Alles in allem, ging es mir damals richtig gut, sinnierte Rosi.

Deshalb machte sie sich auch keine Sorgen, als eine große Einkaufskette in ihrer Nähe einen neuen Lebensmittel-Markt eröffnen wollte. Mit den besten Absichten hatte sie sich mit Herrn Merk, dem Leiter des Marktes, getroffen, um ihre Spezial-Backwaren anzubieten, die über diesen Weg noch mehr Zöliakie-Kranke hätten erreichen können.

Doch der Preis, der ihr für ihre Produkte vorgeschlagen wurde, war so lachhaft gering, dass Rosi zunächst dachte, sie habe sich verhört. Aber auch bei der Wiederholung wurde ihr diese Zumutung mit einem überheblichen Lächeln offeriert.

Natürlich hatte sie abgelehnt. Zu diesen Preisen konnte niemand produzieren, damit konnte man ja nicht einmal die guten Zutaten bezahlen. Das hatte sie versucht klarzumachen, aber ohne Erfolg. Sie war absolut fassungslos, als Herr Merk sie nur noch wütend anblaffte. "Wer meine Preise nicht akzeptiert, wird es bereuen. Entweder Sie verkaufen an mich, zu meinen Bedingungen oder ich vernichte sie!"

Als Rosi in ihre Bäckerei zurück kam, musste sie erst einmal Beruhigungstropfen einnehmen. Ihre Mitarbeiter, damals hatte sie noch Mitarbeiter, versuchten sie auch zu beruhigen. "So schlimm wird es schon nicht kommen." Doch es kam noch viel schlimmer. Ab diesem Tag kam die Lebensmittelaufsicht fast regelmäßig, wegen angeblicher Beschwerden.

In den Bewertungsportalen im Internet tauchten negative Äußerungen zu ihren Produkten auf. In einem Leserbrief an die Lokal-Zeitung wurde sogar behauptet. ihre Ware sei nicht wirklich das, was sie vorgebe.

Damit ging zum ersten Mal seit Jahren der Verkauf zurück. Rosi war ratlos. Als sie das Geschäft von ihren Eltern übernommen hatte, ging es immer nur darum, gute Ware anzubieten. Das konnte sie und das tat sie auch noch jetzt.

Aber was konnte sie gegen diese schleichenden Machenschaften tun? Wenn sie sich öffentlich dagegen wenden würde, dann müsste doch jeder annehmen, das seien nur Ausreden.

Also tat sie einfach weiter, was sie immer tat, sie backte, aber ohne Erfolg. Immer mehr Kunden blieben aus. Nach drei Monaten hätte sie ihre Mitarbeiter entlassen müssen, was ihr in der Seele weh tat.

Zum Glück eröffnete am anderen Ende der Stadt gerade eine neue Bäckerei und der Inhaber freute sich, zwei so versierte Mitarbeiter zu bekommen.

Rosi kämpfte weiter, auch wenn es ihr jeden Tag schwerer fiel. Die Freude am Backen, früher ihr Lebenselixier, war ihr irgendwie abhanden gekommen.

Als das Geld noch knapper wurde, zog sie in die kleine Junggesellen-Wohnung über der Backstube und vermietete ihre schöne Drei-Raum-Wohn

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