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Die Notaufnahmeschwester Ein Alltag zwischen Leben, Tod und Wahnsinn von Wollschläger, Ingeborg (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.03.2020
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Die Notaufnahmeschwester

Die skurrilsten und dramatischsten Geschichten aus der Notaufnahme - von der Erfolgsbloggerin Ingeborg Wollschläger hat als erfahrene Notaufnahmeschwester schon alles erlebt. Witzig und einfühlsam erzählt sie von ihren skurrilsten, schönsten und berührendsten Alltagserlebnissen: von der alten Dame mit Bluthochdruck, die ganz gerne sterben würde. Von dem Mann, der sich für einen Notfall hält, weil er dringend Zahnseide braucht, und dem Praktikanten, der sich mehr Hirnquetschungen wünscht - so wie in Emergency Room. Selten läuft zwischen Schmerzinfusionen, Gipsverbänden und Röntgenbildern alles nach Plan. Und doch zeigen all diese wunderbar unterhaltsamen Geschichten, dass die Notaufnahme vor allem eines ist: durch und durch menschlich. Ingeborg Wollschläger hat dreißig Jahre als Krankenschwester gearbeitet, davon zwanzig Jahre in einer Notaufnahme. Mit ihrem Blog "notaufnahmeschwester", unter anderem nominiert für den Grimme Online Award 2017, erreicht sie über 400.000 Leser. Sie ist verheiratet, hat drei Söhne und kocht gerne Suppe.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 09.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641253646
    Verlag: Penguin Verlag
    Größe: 1771 kBytes
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Die Notaufnahmeschwester

Vor der Notaufnahme - Bitte warten!

Liebe Leser und Leserinnen, Sie wollen also wirklich wissen, was hinter den Türen der Notaufnahme passiert? Aufsässig gefaltete Schwesternhäubchen und Knochenraspel haben Sie neugierig gemacht? Dann nehmen Sie bitte noch einen Augenblick Platz. Sie werden gleich aufgerufen! Bis Sie drankommen, möchte ich die Wartezeit nutzen, um Ihnen noch ein paar Dinge zu erklären.

Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen? - Elf Regeln für das Ankommen in der Notaufnahme

Es soll ja Menschen geben, die noch nie in einer Notaufnahme waren. Glückwunsch dazu. Möge es auch zukünftig so sein, dass Sie die "heiligen Räume" immer nur im Fernsehen sehen. Dort sehen Sie helle Räumlichkeiten und jede Menge gut aussehendes Personal, Situationen, die spätestens nach neunzig Minuten gelöst, behandelt und geheilt sind. Alle glücklich. Im wahren Leben ist es etwas anders. Aber das ahnten Sie bereits, sonst hätten Sie nicht zu diesem Buch gegriffen. Sie wollten eintauchen in die fremde, unbekannte Welt der Notaufnahme? Dann folgen Sie mir. Und wie immer und überall gibt es Regeln. Sie machen es einfacher für alle. Glauben Sie mir.

Falls Sie aber doch einmal in eine Situation kommen sollten, in der Sie die Notaufnahme nicht vermeiden können, dann behalten Sie diese elf Punkte im Kopf. Denn eine Notaufnahme kann zunächst Furcht einflößend sein. Das wissen wir als Personal. Es riecht komisch. Viele Menschen rennen hektisch durch die Gegend. Sie hören vielleicht Geräusche, die Sie lieber nicht hören wollten. In der Regel kommen Sie völlig unvorbereitet bei uns an, weil irgendein Ereignis Sie aus der Bahn geworfen hat. Atmen Sie durch und halten Sie sich an diese elf simplen Regeln:

1. Keine Panik.

Ob Zeckenbiss oder Herzinfarkt, Bauchweh, Schlaganfall, Nierenkolik, Kopfplatzwunde oder übermäßiger Alkoholkonsum. Glauben Sie mir: Wir haben das alles schon einmal gesehen. Wir helfen Ihnen! Das ist der Grund, warum wir morgens aufstehen oder uns die Nächte um die Ohren schlagen. Atmen Sie also tief durch! Und zur Sicherheit gleich noch mal. Und dann noch mal. Das hilft fürs Erste. Und schadet nie.

2. Fassen Sie sich kurz.

Bitte antworten Sie auf die Frage "Was ist denn passiert?" nicht so: "Also, ich stand da an der Straße und wollte rübergehen, aber die Ampel schaltete auf Rot, da bin ich einen Schritt zurückgegangen, und da war auf einmal diese Kante, die ich vorher noch gar nicht gesehen hatte, da bin ich mit meinen neuen Pumps hängen geblieben, dabei hab ich die erst heute gekauft - und jetzt schauen Sie mal: Voll die Schramme drin! Da war dann dieser junge Mann, der mich gerade noch aufgefangen hat, der trug so einen Bart, wie das die Männer heute so tragen, aber eigentlich war der ganz nett, also der hat mich aufgefangen, wer weiß, was sonst noch passiert wäre, und jetzt bin ich hier, und in einer halben Stunde geht mein Zug, meinen Sie, wir schaffen das noch, weil ich habe zu Hause einen Hund, und sonst müsste ich die Nachbarin anrufen, damit sie mit ihm Gassi geht, aber vielleicht ist die noch auf der Arbeit ..."

Wenn ich Sie frage, was denn eigentlich passiert ist, dann reicht es, wenn Sie mir zunächst erzählen, dass Sie umgeknickt sind. Und ja - Sie dürfen auch Luft dazwischen holen.

3. Erst der Patient, dann die Angehörigen.

Ist man in einer misslichen Lage, ist es schön, wenn jemand dabei ist, der einem die Hand hält, die Angst wegplaudert oder ein Kaltgetränk der Wahl reicht. Das wissen wir.

Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass Angehörige gerade in den ersten Augenblicken Fluch und Segen zugleich sein können. Sie sind ein Segen, wenn man in der Anamnese - der Krankengeschichte - nicht weiterkommt, weil sich jemand aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr äußern kann. Trotzdem sprechen wir zunächst gerne allein mit dem Patienten. Denn er ist unsere Hauptperson. Durch diesen Erstkontakt

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