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Die verendete Geschichte von Dazumal, Anno (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Die verendete Geschichte

Eine satirische Auseinandersetzung mit den verschiedensten Lebensstationen, besondere Personen werden auf ihrem Lebensweg für ein kurzes Stück begleitet. Eine abwechslungsreiche Reise durch die absurde Geschichte des Daseins. Viele Branchen bekommen ihr Fett weg. Schreibt seit über 15 Jahren Romane, Satiren, Gedichte, Geschichten und Liedtexte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 133
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738010206
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 770 kBytes
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Die verendete Geschichte

2. Werbet den Anfängen!

Gosse Jensen und sein Partner Rüdiger Ne wußten was die Menschen wollten und auf welche Sprüche sie abfuhren. Sie hatten noch ein paar Leute in ihrer Agentur, die für die niederen Arbeiten zuständig waren, wie zum Beispiel den Wortmüll rausbringen, die Schleimspuren aufwischen und die goldenen Klobrillen mit Glasreiniger putzen. "Paßt mal auf, Leute!" rief Gosse, bevor er wieder mal eine seiner berüchtigten, unglaublich komischen Geschichten, die immer mit einer ertragreichen Pointe endeten, zum Besten gab, jenem Normen Besten, der bereits darauf wartete, sie dann fein säuberlich in den Computer tippen zu dürfen. "Also, ich bin heute früh mal wieder nicht aus den Federn gekommen, Ihr wißt ja, daß ich immer mit meinem Indianerhäuptlingsschmuck auf dem Kopf ins Bett gehe und nachdem mich da mal so eine Tierschützerin, die ich versehentlich mit ins Bett genommen hatte, dermaßen blöd angepflaumt hatte, was mir denn einfiele und so weiter, jedenfalls, ich war mal wieder spät dran, Ihr wißt ja, in meinem Alter ist man nicht mehr der Hellste und der Schnellste und man ißt auch nicht mehr so schnell wie die Assistenten beim Film, auf alle Fälle bin ich da so durch meine Villa gestolpert und habe meine Putzfrau verflucht, aber die versteht ja eh kein Deutsch und schwarz arbeitet sie auch noch bei mir, obwohl sie ja Chinesin ist, na ja, jedenfalls kriege ich mal wieder nichts auf die Reihe und da stolpere ich und verschütte doch tatsächlich meinen Kaffee und der Hundekuchen, äh, Quatsch, der Kuchen zum Frühstück wollte sich auch verkrümeln, aber ein paar Krümel habe ich noch rechtzeitig retten können, bevor die Kakerlaken und die Ameisen sie alle forttragen konnten. Um es kurz zu machen: Ich hatte Hunger und Durst, außerdem keine Zeit mehr, denn Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige und da ich ja Euer König bin, will ich hin und wieder auch pünktlich sein, na ja, auf gut deutsch, ich hab' den verschütteten Kaffee und die Krümel schnell aufgeleckt und was soll ich Euch sagen:" Er machte eine bedeutungsschwangere Pause, während der sich die Textpraktikantin auf die Toilette verzog, um sich zu übergeben. "Es schmeckte himmlisch!" Beifall erklang. "Leute, das ist die genialste Idee, seit der Werbung "Reizwäsche ist geil". Darf ich Euch vorstellen: Der Leckmich-Kaffee. Man schüttet den Kaffee über den Tisch, schmeißt ein paar Kuchenkrümel rein und fertig ist das schmackhafteste Frühstück aller Zeiten. Außerdem gibt es dafür einen genialen, einfachen Slogan: Leckmich-Kaffee. Lecker!" Nach jenen Worten scharrten sich die Leute um ihren Boß Gosse, klopften ihm auf die kalte Schulter, nickten anerkennend mit dem Kopf oder dem Kropf und lobten ihren Chef in den höchsten Tönen. "Was hältst Du von meiner Idee, Rüdiger?" wollte der King wissen. "Einfach gut", gab jener anerkennend zu, während im Hintergrund ein Ein-Euro-Jobber damit beschäftigt war, die Schleimspuren zu entfernen, damit niemand darauf ausrutschen konnte. "Paß auf was Du sagst. Die zwei Worte sind urheberrechtlich geschützt. Ich sage nur Fast Food.""Ja, aber nur fast." Da lachten die Beiden ein weiteres Mal ihr Haifischlachen, danach wollten sie Blut sehen. "So, Ihr faulen Säcke! Jetzt seid mal schön kreativ! Es reicht nämlich schon, wenn ich hier den ganzen Tag nichts mache", befand Gosse. Daraufhin verließ er zwar nicht Frau und Kind, aber immerhin sein Büro und ging aufs Klo, vor dem er auf die leicht verängstigte Praktikantin traf. "Keine Angst, ich tu Dir nichts. Hast ja eh schon einen Braten in der Röhre", bemerkte er. Erleichtert atmete sie auf. "Andererseits - jetzt wäre die günstigste Zeit zum Ficken, denn jetzt kannst Du davon nicht schwanger werden", überlegte er laut, doch da war sie bereits verschwunden und so wurde es nichts mit dem spontan geplanten Vergnügen. Es war geil, in einer Werbeagentur zu arbeiten, denn man wurde dafür bezahlt, sich blöde Sprüche einfallen

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