text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Genickschuss für den Pianisten Theaterstücke - und Prosa. von Miebach, Manuela (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.12.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
9,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Genickschuss für den Pianisten

Schwarzhumorige Satiren, aber auch gesellschaftskritische Themen werden hier unter die Lupe genommen. Wo zwischen Lüge und Wahrheit - der Gesellschaft ein Spiegel vor Augen gehalten wird. Mit spitzer Feder geschrieben, und von unvergleichbarem Humor und spannender Brisanz, und eines ausgezeichneten literarischen Stils, garantiert hier die Autorin mit Theaterstücke und Prosa ein reines Lesevergnügen.

Manuela Miebach, geboren 1950 in Düsseldorf, studierte Klavier und Gesang an der UDK in Berlin. 1983 wechselte sie zum Journalismus über. Neben Veröffentlichungen von Prosa, Lyrik und Theaterstücken schrieb sie parallele für internationale Kunstzeitschriften. Als Musikkritikerin schreibt die Autorin seit über zehn Jahren Rezensionen für den "neuen Merker" und für andere deutsche Fachmagazine. Erst Oktober 2015 veröffentlichte die Autorin nach 40 jähriger Forschungsarbeit eine Beethovenbiografie "Gott, welch' Dunkel hier" und schrieb außerdem als Librettistin mehrere Musical - Librettos.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 152
    Erscheinungsdatum: 15.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739266404
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 1069kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Genickschuss für den Pianisten

Genickschuss für den Pianisten

Bösartige Satire

Alle Rechte vorbehalten, insbesondere das

der Aufführung durch Berufs- und Laienbühnen,

des öffentlichen Vortrags, der Verfilmung

und Übertragung durch Rundfunk und Fernsehen,

auch einzelner Abschnitte. Das Recht

der Aufführung oder Sendung dieses Theaterstückes ist nur vom

40237 Düsseldorf, Lindemannstr. 90. Telefon 0211-2484203

zu erwerben,

den Bühnen und Vereinen

als Manuskript gedruckt.

Die Personen:

Sam Meilenstein, Pianist

Fred Finkenstein, Autor und Librettist

Fräulein Steinhäuser, Sekretärin

Ein junges Mädchen

Die Handlung spielt in Wien.

1. Akt

Erste Szene

In der Wohnung des Pianisten und Komponisten Meilenstein. Das Zimmer ist in einem ziemlich verwahrlosten Zustand. In der Mitte steht ein großer Flügel. Überall am Boden liegen Notenblätter herum, und auf dem kleinen Tisch steht ein Tablett mit schmutzigem Geschirr vom Vorabend. Außerdem stehen überall kleinere Pappschachteln von McDonalds herum. Meilenstein sitzt in einem blauen gestreiften Pyjama am Flügel, und improvisiert in Zwölftonmusik einige Töne, die sich grauenvoll anhören.

Fräulein Steinhäuser die gerade damit beschäftigt ist das Zimmer in Ordnung zu bringen, hält sich zwischendurch immer wieder die Ohren zu. Plötzlich klopft es an der Türe. Meilenstein unterbricht sein Spiel.

Meilenstein

Steinhäuser, es hat geklopft!

Steinhäuser

Wie bitte?

Meilenstein

Sind Sie taub? Es klopft zum wiederholten Mal. Steinhäuser nimmt beide Hände von den Ohren.

Steinhäuser

Mein Gott ich bin doch nicht schwerhörig...

Meilenstein

Sehen Sie nach ... egal wer es ist sagen Sie ich sei beschäftigt! Nein sagen Sie ich bin krank ... Nein besser Sie sagen ich stehe bereits am Abgrund des Todes! Weder Gläubiger noch lästige Librettisten ... Das Pack soll mich in Ruhe lassen! Er hüstelt ein wenig mehr aus Verlegenheit. Steinhäuser eilt zur Tür und steckt den Kopf hinaus.

Steinhäuser

Es ist wieder dieser lästige Librettist - soll ich ihn hineinlassen?

Meilenstein

Nein, sagen Sie ihm ich arbeite daran...

Steinhäuser

Er will sich aber nicht abwimmeln lassen...

Meilenstein

Dann geben Sie ihm einen Fußtritt!

Steinhäuser

Das wird aber nicht viel nützen, Sie wissen dieser Finkenstein ist ausgesprochen hartnäckig! Meilenstein singt: Der Lenz ist da, die Finken schlagen! Dann lassen Sie ihn verdammt noch einmal hinein diesen Idioten. Ich bin zwar heute nicht bester Laune, doch des Menschen Wille sei sein Himmelreich!

Finkenstein stürzt mit dem Textbuch unterm Arm ins Zimmer. Er ist außer Atem und wischt sich den Schweiß von der Stirn.

Finkenstein

Entschuldige Sam, ich stehe ein wenig unter Druck... Du weißt, ich bin in größten Nöten da ich ohne Noten! Der Verlag sitzt mir schon im Genick, und dieser Schiele bereitet mir schlaflose Nächte!

Meilenstein

Der Schiele war deine Idee, nicht meine... Wie kann man über einen Kinderschänder ein Libretto schreiben?

Finkenstein

Wo ist deine Euphorie geblieben? Du warst doch derjenige, der von dieser Idee so begeistert war!

Meilenstein

Begeistert? Wie kann man von einem Psychopathen begeistert sein? Warum lässt du ihn in deinem Stück nicht gleich am Anfang sterben? Dieser Syphilitiker ... Diese ganzen Biafra Kinder, die der gemalt hat... Eine Ausgeburt des schlechten Geschmacks! Als ob es n

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen