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Gestatten, mein Name ist Cox Ein Spaßvogel im Kampf mit der Unterwelt von Becker, Rolf A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.06.2013
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Gestatten, mein Name ist Cox

Endlich: die von zahllosen Fans sehnsüchtig erwartete Neuauflage der Kult-Krimiparodien! 'Gestatten, mein Name ist Cox!' - So stellt sich der Serien-Kriminalheld hier im ersten Band seinen Lesern vor. Paul Cox ist frech, pfiffig, ehrenwert - ein Frauenliebling ohne Beruf, der sich heiter durchs Leben manövriert. Als er eines Tages jedoch von Scotland Yard unrechtmäßig eines Mordes verdächtigt wird, muss er sich wohl oder übel selbst auf die Jagd nach dem wirklichen Täter machen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 240
    Erscheinungsdatum: 21.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955300913
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1218 kBytes
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Gestatten, mein Name ist Cox

II. MEINE FREUNDIN MARGIT Ich schlingerte mit dem Bus durch Londons Straßen, rauchte eine Zigarette und fing so ganz allmählich an, wieder gute Laune zu bekommen. Noch wusste die Polizei nicht, dass es mein Messer war, mit dem man Wallings zu Tode gekitzelt hatte, und das war bei allem Pech, das ich gehabt hatte, ein kleines Ende Glück. Auch war der Inspektor noch nicht dazu gekommen, meine Personalien zu überprüfen, ja, er hatte nicht einmal nach meinem Namen gefragt. Es würde also mindestens eine ziemliche Weile dauern, bis er mich in einer Millionenstadt wie London wieder aufgestöbert hatte. Diese Überlegungen gaben mir einen Teil meines angekratzten Selbstbewusstseins wieder. Zehn Minuten später war ich zu Hause angelangt. Von draußen hörte ich das Klavierspiel von Mr. Fitzgerald, meinem Nachbarn. Wir bewohnen einen kleinen Zwei-Familien-Bungalow, er die linke, ich die rechte Hälfte. Aber da wir getrennte Eingänge hatten, merkte ich nicht viel von ihm - bis auf das Klavierspiel! Er war nämlich Pianist und in der Hoffnung alt geworden, einmal ein richtiges Konzert geben zu dürfen. Seine Bemühungen darum waren ohrenzerreißend. Margit öffnete mir die Tür. Ich habe Ihnen schon erzählt, dass Margit eine bildhübsche Person war. Sie hatte all das in Hülle und Fülle, was eine Frau gefährlich machen kann; ein Mädchen, auf das die Männer flogen wie die Wespen auf den Frühstückssirup, verführerisch schön, mit augenbetörend runden Linien und einem Lächeln wie eine Zahnpastareklame. Die alte Mona Lisa hätte neben ihr wie eine griesgrämige Frauenrechtlerin gewirkt. Nun sagen Sie selbst: Konnte ich mich glücklich preisen, von einem solchen Traum in Technicolor die eigene Wohnungstür geöffnet zu bekommen? Sollte man meinen, nicht? "Hallo, Paul, da bist du ja", sagte sie, und ich hatte das komische Gefühl, dass sie sich darüber wunderte. Aber wenn man mit Damen wie Margit spricht, hat man - solange man jedenfalls noch in meinem Alter ist- immer komische Gefühle. Vermutlich aber schreckte sie nur vor meinem neuen Kostüm zurück. Sie hatte mich schon in manch munterer Aufmachung gesehen, aber als Schornsteinfeger hatte sie mich noch nicht genossen. "Mein armer Paul!" sagte sie, als sie sich vom Schreck erholt hatte. "Bist du in der Zwischenzeit nervenkrank geworden? " Ich wollte ihr gerade erklären, was los war, als ich Henry sah. Er saß in meinem Schaukelstuhl und rauchte mit seinen langen, gepflegten Gentleman-Fingern eine meiner Geburtstagszigarren. Henry Montague war früher mein Freund gewesen. Und wenn ich "früher" sage, dann meine ich das auch. Jetzt konnte ich ihn nicht mehr ausstehen. Und dass er sich in meiner Abwesenheit in dem Schaukelstuhl herumlümmelte, passte mir gar nicht. Als er mich kommen sah, stand er auf und säuselte mit gekünsteltem Witz: "Puh! Der schwarze Mann!" Naja, er war genauso unsympathisch wie immer. "Wie kommst du denn hierher?" fragte ich. "Och, ich hatte hier in der Gegend zu tun, weißt du, und da dachte ich mir, guckst du mal eben rein. Wollte nur mal fragen, wie's euch geht." "Es geht uns gut, danke. Nun wisch dir den Lippenstift ab und verdufte!" Das war deutlich. Henry machte Glubschaugen und wusste nicht, was er sagen sollte. Er schwankte ein bisschen, und als ich die beiden Whiskygläser auf dem Tisch stehen sah, wusste ich auch, warum. Margit versuchte, die Situation zu retten. "Stell dich nicht so an, Paul", sagte sie, "Henry hat nur guten Tag gesagt." "Schon gut, schon gut", sagte Henry und machte ein beleidigtes Gesicht. "Dein Teurer hat eben heute schlechte Laune. Hat sicherlich Ärger gehabt, der Gute. Kann ja vorkommen." "Halt keine Volksreden! Verschwinde!" Und das war's dann. Henry nahm seinen Hut, grinste Margit noch einmal zu und tanzte ab. Margit brachte ihn

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