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Gurkensalat Eine kölsche Komödie. von Wuhrst, Hans (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.12.2015
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Gurkensalat

Richard J. Bond, 33 Jahre alt, Single, in Köln lebend, Prolet und Macho, resümiert sein Dasein zwischen Scheinwelt und Realität. Er ist ein zwischenmenschlicher Chaot, selbsternannter Philosoph und Beobachter seiner vielseitigen Umgebung, der sich selbstherrlich über Beziehung, Erotik, Familie, Kunst, Kultur und Klischees auslässt, um sich und anderen die Welt zu erklären. Eine Komödie zum Lachen und Nachdenken zugleich, ein leichtes Buch, ein Lesespaß, der mit einem erstaunlichen Ende aufwartet. www.hanswuhrst.de

Hans Wuhrst ist nicht nur Autor, nein, er arbeitet auch richtig. Allerdings unter einem anderen Namen. Der Kölner ist auch Humorist, Kinderliedermacher und Musiker, schrieb und spielte Kindertheaterstücke, allerdings unter einem anderen Namen. So gesehen ist Hans Wuhrst doch nur Autor. Alles andere macht er unter anderem Namen. Sehen Sie selbst unter www.hanswuhrst.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 192
    Erscheinungsdatum: 22.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783739282138
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 377kBytes
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Gurkensalat

3. Kapitel: Alltag

Nach vier Tagen häuslicher Genesung, nehme ich meinen Kopfverband ab und dusche ausgiebig. Endlich wieder Wasser über dem Kopf. Ein Pflaster reicht, um die nur noch kleine Wunde am Ohr zu schützen. Die Schulter schmerzt kaum noch. Die Polster im Sakko haben Schlimmeres verhindert.

Morgen gehe ich wieder arbeiten. Freitag.

Ein Arbeitstag und schon wieder Wochenende, auch nicht schlecht.

Leonie hat jeden Tag angerufen oder eine Email geschrieben und gefragt, wie es mir geht.

Wir haben dabei viel über uns erfahren und ich war beeindruckt, dass meine raue Schöne eine Theaterbesitzerin ist.

Schöne Grüße von Max erreichten mich und er hätte sich gefreut, dass ich in seine Vorstellung gekommen war.

Frisch und munter komme ich Freitagmorgen in der Firma an, nachdem ich mein Auto per Taxi vom Theater abgeholt hatte. Mein Chef begrüßt mich herzlich und zeigt mir seine Freude über meine Genesung. Offenbar konnte mir meine Krankheitsvertretung, Prinz Philipp, nicht das Wasser reichen. Sehr schön!

Prinz Philipp ist Philipp Neuberger, der Lagerbereichsleiter Maschinenkleinteile. Sein Lagerbereich liegt neben meinem, so dass wir uns ins Urlaubs- und Krankheitszeiten gegenseitig vertreten.

Ich nenne ihn Prinz, weil er eben zeitweise mein Königreich in genannten Abwesenheitszeiten regieren darf.

Prinz Philipp ist glücklich mich zu sehen. Wir besprechen kurz das Wesentliche, dann nehme ich wieder mein Zepter in die Hand, setze meine imaginäre Krone auf und schreite durch mein Königreich zwecks Kontrollgangs.

Die "Hey, Richie, alles fit im Schritt"-Rufe lassen mich spüren, dass meine treuen Untertanen ihren Herrscher wirklich vermisst haben. Ich erteile Ihnen meine Gunst, bedanke mich für die Genesungswünsche und verkünde ein herzliches "Weitermachen!".

Die Frage unseres neuen und überaus vorlauten Azubis "Was denn für Genesungswünsche?" wird durch Staplerfahrer Ronnies "Halt die Klappe, du Saustift!" im Keim erstickt. Selbstverständlich habe ich das überhört.

Als Regent muss man in der Lage sein, zu unterscheiden, welche Äußerungen von Untergebenen zu werten sind und welche nicht.

Ich klapse meinen Lieblingsuntertanen Johnny im Vorbeigehen freundlich auf die Schulter und schreite zurück in mein Büro. Johnny war mein erster Auszunutzender... äh... Auszubildender. Durch meine starke Hand und seiner Anpassungsfähigkeit entwickelte er sich zu einem hervorragenden Lageristen.

Er ist stets behilflich, wenn es um Informationsbeschaffung über die Stimmung in meinem Königreich geht, zum Beispiel wie meine Untertanen ihrem Monarchen gewogen sind.

Fürstenspitzel ist eine etwas harte Umschreibung, aber weniger beleidigend als Kameradenschwein.

Armer Johnny, aber er hält sich wacker gegen die Kollegen.

Tja, die anderen Untertanen sind, wie bereits erwähnt, im Urlaub. Da wäre noch Jochen, der Hofnarr. Er ist ein Clown und Sprücheklopfer, der wiederum Informationen über Johnny bereithält, sicher ist sicher. Außerdem Tommy, der Feldmarshall. Er ist Mitverantwortlicher für den Lagerbereichsfuhrpark von der Transportkarre bis zum 4 to.-Stapler. Zu guter Letzt gibt es noch Uli, die Waldfee, die mein Königreich mit seiner zierlich tänzerischen Art abrundet.

Uli geht nicht, er tanzt. Die Arme dabei immer frei schwingend am Körper, was mit dicken Arbeitshandschuhen besonders lächerlich aussieht. Sein Getänzel sorgte dafür, dass ich ihn für meine Geschäftsidee Waldtanz schon als Mitinitiator in Betracht gezogen hatte.

Es scheint, er würde jeden Moment abheben und durchs Lager fliegen. Aber sonst ein feiner Kerl, der einen guten Job macht. Jetzt kennen Sie meinen Hofstaat.

Erwähnenswert wäre noch, außerhalb meines Königreiches, Werner, unser Exportleiter. Er ist die rechte Hand unseres Chefs und hat den Betrieb aus der Scheiße gezogen, wie er gern auf Betriebsfes

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