text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Make me German! Zweisprachiges Wendebuch Deutsch/ Englisch Wie ich einmal loszog, ein perfekter Deutscher zu werden von Fletcher, Adam (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.01.2015
  • Verlag: Ullstein
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Make me German! Zweisprachiges Wendebuch Deutsch/ Englisch

Schunkeln is awesome!

Adam Fletcher hat sich ausgiebig mit den Marotten und Skurrilitäten der Deutschen beschäftigt. Doch jetzt ist es an der Zeit, endlich den letzten Schritt zu gehen und ein richtiger Deutscher zu werden. Also zieht der Brite die Hausschuhe aus und erkundet Good Old Germany via Mitfahrgelegenheit und Deutscher Bahn - und besteht unterwegs ein paar Prüfungen: Fletcher nimmt an Schützenfesten teil, reist ins 17. Bundesland Mallorca und stürzt sich in die Abgründe des deutschen Schlagers. Liebevoll und mit viel britischem Humor erzählt er von seinen teutonischen Abenteuern, und warum er dieses Land und seine Bewohner so in sein Herz geschlossen hat.

Schunkeln is awesome!

After two best-selling books exploring the quirks of German culture, British author Adam Fletcher finds he's become a pundit for German life. Unsure about his position, and with severe doubts about his own expertise, he decides to take on a series of hilarious integration challenges. Follow him as he traverses the country by Mitfahrgelegenheit and Deutsche Bahn, creates a Schlager song, marches in a Schützenfest, completes a Goverment Integrationskurs, takes a package holiday to the 17th Federal State of Mallorca and much more. Lovingly written, with a lot of British humor and avoiding the usual national clichés, he recounts his adventures of trying to become German. On the way, he reaffirms why this country and its inhabitants have such a special place in his heart.


Adam Fletcher, Jahrgang 1983, ist ein glatzköpfiger Engländer. Wenn er nicht gerade Bücher und Artikel schreibt, verbringt er seine Zeit damit, Schokolade zu essen und seine Wahlheimat Berlin unsicher zu machen. Er ist der Autor von 'Denglish for Better Knowers' und 'Make Me German'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 07.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783843709743
    Verlag: Ullstein
    Serie: Ullstein Taschenbuch 37559
    Größe: 1893 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Make me German! Zweisprachiges Wendebuch Deutsch/ Englisch

Make Me German

2007 bestieg ich einen Flieger von London Stansted (keineswegs bei London, eher bei Cambridge) nach Leipzig-Altenburg (keineswegs bei Leipzig, eher bei Zwickau). Ein Leipziger Unternehmen hatte mir den kleinen Finger eines Vorstellungsgesprächs hingehalten - und ich schnappte mir gleich den ganzen Arm und erschien mit Sack und Pack zur Arbeitsaufnahme. Wenn es verlangt worden wäre, hätte ich damals auch einen echten Arm verspeist.

Niemals in meinem Leben war ich so aufgeregt wie während dieses Flugs. Ich hatte gerade meine vertraute Heimat verlassen und brach auf in eine unbekannte, exotische neue Welt. (Na ja, neu zumindest.) Ich war ein Abenteurer, der sein Schicksal selbst in die Hand nahm. Ich startete eine Expedition - mit unzureichender Ausrüstung, minimalen Kenntnissen des Geländes, aber ohne mich tödlichen Gefahren auszusetzen.

Während ich in dieser geflügelten U-Bahn hockte (ich habe keine Ahnung, wie Flugzeuge funktionieren) und auf das rasend schnell schrumpfende Inselchen blickte, das 23 Jahre lang meine Heimat gewesen war, durchlebte ich eine kurze, kompakte Lebenskrise. War ich eigentlich vollständig irre? Ich hatte nicht das geringste Interesse an Deutschland und war deshalb auch noch nie dort gewesen. Und jetzt zog ich da hin! Natürlich kannte ich dort buchstäblich niemanden - nicht mal den Freund eines Bekannten eines Freundes. Oder wenigstens einen Cousin zweiten Grades.

Und selbstverständlich sprach ich kein Wort Deutsch. Ich hatte eine Woche vor der Abreise eine dieser »Deutsch-lernen-in-15-Minuten«-CDs gekauft und mir fest vorgenommen, wenigstens die Zahlen von eins bis zehn zu lernen, bevor ich ins Flugzeug stieg. Hatte ich auch nur eine gelernt? Natürlich nicht. Woher soll man auch die Zeit für so was nehmen? Zehn Wörter einer anderen, völlig fremden Sprache! Auf keinen Fall machbar!

Außerdem war ich damals, wie die meisten Engländer, fest davon überzeugt, dass man für jedes erlernte Wort einer Fremdsprache eines der eigenen Muttersprache vergisst. Also auch so wichtige wie »and« oder »flagellate«. Das wollte ich keinesfalls riskieren.

Und Informationen über das Land, in das ich gerade zog? Phhh! Ich kannte die Namen einiger Fußballvereine und die vollständige deutsche Geschichte: fieser Schnurrbart, 1945, Ende. Das musste genügen.

Warum nur verließ ich England - ein Land, das ich so gut kannte und dessen Kultur, bei allen irritierenden Schwächen, doch meine war? Warum nur warf ich die überlebensnotwendige Fähigkeit, Menschen anzusprechen und hoffen zu dürfen, dass sie mich verstanden, einfach weg? Warum zog ich in ein Land, das von sich behauptete, zivilisiert zu sein, aber weder Marmite1 noch Crumpets2 kannte?

Beruhige dich, Adam! Tief durchatmen! Es würde schon gutgehen. Wenn nicht, konnte ich immer noch zurück nach Hause fahren, tonnenweise Crumpets mit Marmite beschmieren und so tun, als sei das alles nie passiert.

Und tatsächlich: Der kurze Flug genügte, um mich zu beruhigen. Als ich das Flugzeug verließ, sog ich so viel frische Luft ein, wie ich konnte - und sie roch ein kleines bisschen besser als die englische. Dann stieg ich die Treppe hinunter aufs Flugfeld und sah eine Menge Leute vor einem Zaun stehen. (Altenburg war kein echter Flughafen, sondern eine Betonfläche zwischen Feldern und Wiesen. Ryanair landete damals einmal täglich dort und setzte Passagiere aus, denen man weisgemacht hatte, es gehe nach Leipzig. Mittlerweile hat selbst Ryanair diesen Acker aufgegeben.)

Ich war Neil Armstrong, der kleine Schritte für einen Mann, aber Riesenhopser für AdamFletcherkind auf der Oberfläche dieses merkwürdigen Planeten namens Sachsen unternahm. Ich hoffte, intelligentes Leben zu entdecken. Tatsächlich fand ich sehr viel mehr als das.

Mein erstes Ja

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen