text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Mit 80 Ängsten um die Welt Reisehandbuch für Neurotiker von Hauser, Françoise (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2019
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Mit 80 Ängsten um die Welt

Egal ob Flugangst, Klaustrophobie oder Meeresfrüchteallergie – wer mit Neurosen oder Unverträglichkeiten aufbricht, hat es nicht leicht. Was tun, wenn man trotz Höhenangst in Asiens höchstem Hotel untergebracht ist? Und was isst ein Vegetarier in Argentinien? Gut zehn Prozent der Europäer leiden an mindestens einer Phobie, jeder Dritte an Unverträglichkeiten. Auch berühmte Entdecker blieben davon nicht verschont - wie Charles Darwin, den ein Leben lang die Seekrankheit plagte ... Françoise Hauser, erfahrene Reiseexpertin, nimmt Neurotiker und ihre Begleiter humorvoll und psychologisch fundiert an die Hand und zeigt, wie Unterwegssein trotzdem Spaß macht. Françoise Hauser, geboren 1967, hat in Erlangen, Nanjing/China und Tainan/Taiwan Sinologie studiert. Sie arbeitet als Journalistin mit Reise- und Asien-Schwerpunkt und ist als Buchautorin sowie Trainerin für interkulturelle Themen tätig. Bei National Geographic erschien von ihr "In 80 Fettnäpfchen um die Welt".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 208
    Erscheinungsdatum: 11.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492992213
    Verlag: Piper
Weiterlesen weniger lesen

Mit 80 Ängsten um die Welt

ANSTELLE EINES VORWORTS: WORUM GEHT'S?

Es ist ein Jammer: Da fährt man ein- oder zweimal im Jahr voller Vorfreude in ferne Gefilde und stellt fest, dass Klausi einem noch immer wie am Frackzipfel hängt. "Klausi" steht in meinem persönlichen Code für Klaustrophobie. Klausi fliegt nicht gerne, und schon gar nicht im hinteren Teil des Flugzeugs, er hasst enge Aufzüge, und U-Bahnen sowieso. Unter dem Strich kann man ihn nur mit Humor nehmen, alles andere wäre zum Heulen. Und Klausi ist keineswegs allein: Fast alle Menschen, die ich kenne, nehmen Ängste, Unverträglichkeiten, Ekel und Abneigungen mit, wenn sie auf Reisen gehen. Neurotischer Kram, der sich nur schwer erklären lässt, auf Unbeteiligte gerne etwas durchgeknallt wirkt und nicht zuletzt für viele nette Anekdoten sorgt, die allerdings oft erst im Nachhinein so richtig lustig sind, wenn man den Peinlichkeitsfaktor überwunden hat.

Falls Sie zu den Menschen gehören, die gar niemanden mit Phobie oder anderen "Macken" kennen, wäre dies übrigens der Moment, einfach mal innezuhalten und darüber nachdenken, warum das so ist. Statistisch gesehen sind Phobiker und alle anderen "Neurotiker" (ein Begriff, der hier durchaus mit einem Augenzwinkern benutzt wird) nämlich in ziemlich guter Gesellschaft. Mehr als ein Sechstel aller Menschen leidet an Phobien, fast ein Viertel an Unverträglichkeiten (oder glaubt es zumindest), viele sind sogar von beidem betroffen. Und selbst für jene, die sich nicht unbedingt in diese Reihe einordnen würden, gilt: Jeder hat seinen ganz persönlichen Horror oder Problembereich, der erst unterwegs so richtig zum Tragen kommt. Spätestens bei der Begegnung mit einer tropischen Spinne im XXL-Format erleben nicht nur Arachnophobiker eine ganz neue Dimension von Panik. Sie reden nur nicht oft darüber. Über die Möglichkeiten des Scheiterns am fremden Umfeld wird generell wenig gesprochen: über das Entsetzen ob der "authentischen" lokalen Toiletten in der Dritten Welt, des ortsüblichen Essens, der gepackten Menschendichte im öffentlichen Verkehr oder über den Ekel vor den riesigen Insekten, von denen im Reisekatalog natürlich nicht die Rede war.

In diesem Buch geht es daher nicht nur um Phobien, sondern auch um all die anderen Ärgernisse, die einem die Reise ganz schön verhageln können.

Manchmal sind es schlicht die Freunde oder komplett fremde Menschen, die dafür sorgen, dass die Reise niemals im Tagebuch unter "Meine schönsten Erlebnisse" verewigt wird: Schon allein das Wissen um die Existenz von Kriminellen und Terroristen lässt jede Reisetasche ohne Besitzer suspekt erscheinen.

Allerdings muss man dazusagen: Ängste sind nicht immer unbegründet, manch eine vermeintlich neurotische Abneigung ist im Grunde gar nicht so falsch. Auch darum geht es in diesem Buch. Mücken und andere Insekten kann man eigentlich gar nicht überschätzen, obwohl sie so klein sind, und Krankheitskeime schon gar nicht, obwohl sie uns oft da erwischen, wo wir gar nicht mit ihnen rechnen. Wenn sie einen niederzwingen, braucht man einen Arzt. Spätestens dann bekommen es auch Unerschrockene in der Dritten Welt mit der Angst zu tun.

Manchmal fürchten wir uns auch vor Dingen, die eigentlich harmlos sind, und stellen uns wie nebenbei und furchtlos den wirklichen Gefahren, weil wir sie gar nicht als solche erkennen: Zwar eint die Angst vor Haien alle Reisenden, die ans Meer wollen; dass man aber weitaus mehr Respekt vor Quallen haben sollte, die es mittlerweile in erschreckendem Ausmaß gibt, ist nur den wenigsten bekannt. Oder dass die schnelle Abkürzung über die Wiese in manchen Ländern die letzte gewesen sein kann. Hätten Sie gedacht, dass jedes Jahr rund 100 000 Menschen weltweit an Schlangenbissen sterben?

Alles in allem geht es in diesem Buch also darum, einen Blick auf die psychische und physische Unbill zu werfen, die auch erfahrene Reisende ereilen kann - und natürlich darum, all die Informationen zu sa

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen