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Wer küsst schon einen Weihnachtsmann? von Alexander, Carly (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.10.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Wer küsst schon einen Weihnachtsmann?

Ein beschauliches Weihnachtsfest im Kreis der lieben Familie? Für die junge Madison gibt es eigentlich keinen größeren Alptraum! Doch wieder rückt der 24. Dezember unaufhaltsam näher. Wird ihr dieses Jahr eine Überdosis von 'Last Christmas' endgültig den Rest geben? Madison versucht, die Nerven zu behalten. Und läuft prompt Gefahr, ihr Herz an einen ganz besonderen Weihnachtsmann zu verlieren... "Wunderbares Lesevergnügen mit allem, was die Weihnachtszeit so besonders macht!" (Romantic Times)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 24.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955304713
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1288kBytes
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Wer küsst schon einen Weihnachtsmann?

Prolog

Rockefeller Center

8. Dezember 2003, fünf Uhr nachmittags

N ew York City zur Weihnachtszeit ist durch nichts zu übertreffen.

Den Duft frisch gerösteter Kastanien in der Nase, schlenderte ich die 49th Street entlang und warf an der Straßenecke einen Dollar in die Sammelbüchse des Weihnachtsmannes.

Der zog den weißen Bart ein Stück herunter. "Frohe Weihnachten!", rief er mir zu.

"Frohe Weihnachten", erwiderte ich und ging weiter. Ich liebe dieses Fest, aber der Gedanke, es in diesem Jahr als Single zu verbringen, verdarb mir die Laune. Auch auf die Gefahr hin, dass ich verzweifelt klinge, aber mit 31 steht man nur ungern ohne potenziellen Ehemann da. Man möchte mitten in Hochzeitsvorbereitungen stecken, Geschenklisten bei Tiffany und Bloomingdale's ausliegen haben und am Stadtrand idyllische Häuser besichtigen, mit gemütlichen Mansarden, die sich perfekt als Kinderzimmer eignen. Weihnachten bringt das auf den Punkt. Plötzlich kommt einem das Leben trist und langweilig vor, weil man keinen Liebsten hat, der beim Schmücken des Christbaums hilft.

Vor dem riesigen Rockefeller Center blieb ich stehen - im Wind flatternde Fahnen, strahlende Lichter am Weihnachtsbaum und natürlich zahllose Touristengruppen, die sich für ein Erinnerungsfoto aufstellten. Wie zum Teufel sollte ich hier Sugar und Leo finden? Leo arbeitete direkt über der Rockefeller Plaza und hätte längst da sein müssen. Aber wahrscheinlich stand er oben am Bürofenster und hatte keine Lust, sich in dieses Gedränge zu stürzen.

Ich klappte mein Handy auf und drückte die Kurzwahltaste für Sugars Nummer. Die Mailbox ihres Handys sprang an. Sugar steckte wohl gerade in der U-Bahn und hatte keinen Empfang. "Ich bin jetzt da", sagte ich. "Du hattest völlig recht, die Plaza ist das reinste Tollhaus. Du findest mich im Morrell's an der Bar." Souverän wie James Bond steckte ich mein Handy wieder ein und wich dem Kamerablitzlicht aus, das auf eine Gruppe Frauen gerichtet war - bestimmt zwei Dutzend und alle blond. Ob die einem speziellen Verein angehörten? Vielleicht den "Blondinen aus Buffalo"?

Im Rockefeller Center herrscht immer Gedränge - allein durch die Heerscharen an Touristen. Sie hoffen auf Schnappschüsse von den Vormittagssendungen, die hinter den Fensterscheiben der ebenerdigen Studios aufgezeichnet werden. Aber zu dieser Jahreszeit platzt der Ort endgültig aus allen Nähten. Die Menschen pilgern in Massen zum Mekka der Weihnachtszeit: dem gigantischen Baum. Die Fifth Avenue ist von promenierenden Limousinen und Luxusgeländewagen noch verstopfter als sonst. Und vor dem Center drängen sich die Fußgänger wie Ameisen um einen Kuchenkrümel. Am Wochenende muss man sich mit aller Gewalt an Kolonnen dicker Daunenmäntel vorbeizwängen, um überhaupt an den Baum heranzukommen.

Aber es lohnt sich. Sobald der Dezember anfängt, werden die New Yorker netter - für ihre Verhältnisse. Ich habe tatsächlich schon erlebt, dass einem bei Bloomie's die Tür aufgehalten wird. Und einmal hat mir am Broadway, als die Shows zu Ende waren, ein Typ sein Taxi überlassen. Ungelogen! Dabei fing es gerade an zu regnen. Und der Wert eines Taxis bei Regen lässt sich mit Gold aufwiegen. Das muss das Wunder der Weihnacht sein: Jeden überfällt ein wohlig warmes Gefühl. Und ich geb's ja zu: Ich selbst bin die Erste, die einen verklärten Blick bekommt. Liegt vielleicht auch daran, dass bisher jedes Weihnachtsfest für mich das Aroma eines bestimmten Mannes hatte - meiner Beziehung in dem jeweiligen Jahr.

Vor der Schaufensterauslage von Teuscher Chocolates musste ich einfach stehen bleiben: eine Pyramide aus kleinen Schachteln, jede mit rotem, glänzenden Band verschnürt und mit roten Glöckchen, winzigen gold angemalten Tannenzapfen oder Weihnachtsengeln mit hauchzarten blauen Flügeln verziert. Meiner Meinung nach macht Godiva die beste Schokolade, aber

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