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Wilhelm Busch - Gesammelte Werke - Bildergeschichten, Märchen, Erzählungen, Gedichte Max und Moritz, Die fromme Helene, Plisch und Plum, Hans Huckebein, Knopp-Trilogie u.a. von Busch, Wilhelm (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.12.2015
  • Verlag: Null Papier Verlag
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Wilhelm Busch - Gesammelte Werke - Bildergeschichten, Märchen, Erzählungen, Gedichte

Die umfassendste digitale Sammlung zum Werk von Wilhelm Busch 1600 Zeichnungen 35 Märchen 120 Gedichte Mit interaktivem Menü, Index und Anmerkungen zum Autor. Busch gilt heute als einer der Pioniere des Comics. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die Bildergeschichten 'Max und Moritz', 'Die fromme Helene', 'Plisch und Plum' und 'Hans Huckebein, der Unglücksrabe'. Viele seiner Zweizeiler wie 'Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr' sind zu festen Redewendungen im deutschen Sprachgebrauch geworden. Aber nicht nur seine Bildergeschichten sind herausragend, auch seine Gedichte und aufgezeichneten Volksmärchen brauchen sich hinter Goethe oder den Brüdern Grimm nicht zu verstecken. 1. Auflage (Überarbeitete Fassung) Umfang: 1526 Buchseiten Null Papier Verlag Heinrich Christian Wilhelm Busch (Geb. 15. April 1832 in Wiedensahl; Gest. 9. Januar 1908 in Mechtshausen) war einer der einflussreichsten humoristischen Dichter und Zeichner Deutschlands. Seine erste Bildergeschichte erschien 1859.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 1526
    Erscheinungsdatum: 06.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954186822
    Verlag: Null Papier Verlag
    Größe: 46689 kBytes
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Wilhelm Busch - Gesammelte Werke - Bildergeschichten, Märchen, Erzählungen, Gedichte

Pater Filucius

Schlüssel zu Pater Filucius.

Man versteht diese allegorische Darstellung der kirchlichen Bewegung, welche sich im Anfang der [18]70er Jahre abspielte, wenn man für Gottlieb Michael den deutschen Michel, für Tante Petrine die römische, Pauline die evangelische Kirche setzt; die Base Angelika ist dann die freie Staatskirche der Zukunft. Der Jesuit Filucius führt den Hund Schrupp, die demokratische Presse, ein und sucht mit seinen Helfershelfern, der Internationalen und den Franzosen, den Haushalt zu stören; dagegen ruft Michel Hiebel den Wehr-, Fibel den Lehr- und Bullerstiebel den Nährstand zu Hilfe, mit deren Unterstützung er auch die ganze unsaubere Wirtschaft zum Fenster hinauswirft.

Höchst erfreulich und belehrend
Ist es doch für Jedermann,
Wenn er allerlei Geschichten
Lesen oder hören kann.

So zum Beispiel die Geschichte
Von dem Gottlieb Michael,

Der bis dato sich beholfen
So la la als Junggesell.

Zwo bejahrte fromme Tanten
Lenken seinen Hausbestand

Und Petrine und Pauline
Werden diese zwo benannt.

Außerdem, muß ich bemerken,
Ist noch eine Base da,
Hübsch gestaltet, kluggelehrig,
Nämlich die Angelika.

Wo viel zarte Hände walten -
Na, das ist so, wie es ist!

Kellerschlüssel, Bodenschlüssel
Führen leicht zu Zank und Zwist.

Ebenso in Kochgeschichten
Einigt man sich öfters schwer.
Gottlieb könnte lange warten,

Wenn Angelika nicht wär.

Sie besorgt die Abendsuppe
Still und sorgsam und geschwind;

Gottlieb zwickt sie in die Backe:
"Danke sehr, mein gutes Kind!"

Grimmig schauen itzt die Tanten
Dieses liebe Mädchen an:
"Ei was muß man da bemerken?
Das tut ja wie Frau und Mann!"

Dennoch und trotz allediesem
Geht die Wirtschaft doch so so. -
Aber aber, aber aber

Jetzt kommt der Filuzio.

Nämlich dieser Jesuiter
Merkt schon längst mit Geldbegier
Auf den Gottlieb, sein Vermögen,
Denkend. "Ach wo krieg ich Dir?"

Allererst pürscht er sich leise
Hinter die Angelika,

Die er Äpfelmus bereitend
An dem Herde stehen sah.

Und er spricht mit Vaterstimme:
"Meine Tochter, Gott zum Gruß!"

Schlapp! da hat er im Gesichte
Einen Schleef von Appelmus.

Dieses plötzliche Ereignis
Tut ihm in der Seele leid. -

Ach man will auch hier schon wieder
Nicht so wie die Geistlichkeit!!

Doch die gute Tante Trine
Sehnt sich ja so lange schon
Nach dem Troste einer frommen
Klerikalen Mannsperson. -

Da ist eher was zu machen. -

Luzi macht sich lieb und wert,
Weil er ihr als Angebinde

Schrupp, den kleinen Hund, bescheert.

Schrupp ist wirklich auch possierlich.
Er gehorchet auf das Wort,
Holt herbei, was ihm befohlen,

Wenn es heißet: "Schrupp, apport!"

Heißt es: "Liebes Schrupperl, singe!"

Fängt er schön zu singen an;

Spielt man etwas auf der Flöte,
Hupft er, was er hupfen kann.

Wenn es heißet: "Wo ist's Ketzerl?"
Wird er wie ein Borstentier;

Und vor seinem Knurren eilet
Tante Line aus der Tür.

Spricht man aber diese Worte:
"Schrupp, was tun die schönen Herrn?"

Gleich küßt er die Tante Trine,
Und sie lacht und hat es gern.

Eines nur erzeugt Bedenken.
Schrupp entwickelt letzterzeit

Mit dem Hinterfuße eine
Merkliche Geschäftigkeit.

Mancher hat in diesen Dingen
Eine glückliche Natur.
Tante Trine, zum Exempel,
Fühlt von allem keine Spur.

Wohingegen Tante Line

Keine rechte Ruh genießt,

Wenn sie Abends, wie gewöhnlich,

In der Hauspostille liest.

Und auch Gottlieb muß verspüren,
Ganz besonders in der Nacht,

Daß es hier

und da

und dorten
Immer kribbelkrabbel macht.

Prickeln ist zwar auch zuwider,
D

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