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Ärger mit der Unsterblichkeit Roman von Wyndham, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Ärger mit der Unsterblichkeit

Eine Waffe gegen den Tod
Auf der Suche nach einem Antibiotikum hat Francis Saxover, der Chef eines Biochemie-Forschungszentrums, eine Entdeckung gemacht, die alle bisherigen Errungenschaften und Großtaten der modernen Medizin weit in den Schatten stellt. Das Lichenin, aus einer seltenen Flechtenart gewonnen, ist das Medikament, von der die Menschheit seit Anbeginn der Geschichte träumt. Es ist das Lebenselixier, das Mittel gegen den Tod, denn es verlangsamt den Alterungsprozess und erhöht die Lebenserwartung. Jeder, der sich der Lichenin-Behandlung unterzieht, wird praktisch unsterblich. Aber die Lebensverlängerung hat ihre Probleme. Die Unsterblichkeitsdroge ist knapp, und nur wenige Menschen können in den Genuss der Behandlung kommen. Das Geheimnis der Unsterblichkeit muss also um jeden Preis gewahrt werden, um ein weltweites Chaos zu verhindern.

John Wyndham Parkes Lucas Beynon Harris wurde am 10. Juli 1903 in der Nähe von Birmingham, England, geboren und besucht im Laufe seiner Schulzeit verschiedene Internate. Nach seinem Abschluss arbeitete er unter anderem als Landwirt, Grafiker und Werbefachmann, bevor er sich ab 1931 dem Schreiben widmete. Er ist einer der wichtigsten Science-Fiction-Autoren Englands und benutzte eine Reihe von Pseudonymen, darunter auch Lucas Parkes und John Beynon. Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete er als Verschlüsselungsexperte für das Royal Corps of Signals und nahm an der Landung in der Normandie teil. Nach dem Krieg wandte er sich, inspiriert und angespornt vom Erfolg seines Bruders Vivian Beynon Harris, erneut dem Schreiben zu. 1951 landete er mit Die Triffids einen Bestseller, dem sechs weitere Romane folgten. Zahlreiche seiner Werke wurden verfilmt, darunter auch Die Triffids und Das Dorf der Verdammten. John Wyndham starb am 11.3.1969 im Alter von 65 Jahren in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 31.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641191665
    Verlag: Heyne
    Größe: 523 kBytes
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Ärger mit der Unsterblichkeit

Kapitel 1

Die Halle war ausgeräumt und der Boden auf Hochglanz gebracht worden. Irgendjemand hatte die Wände durch hier und da angebrachte Efeubüschel verschönt und noch jemand anderes hatte gedacht, ein bisschen Lametta könnte dem düsteren Grün nicht schaden. Die Tische waren zusammengestellt worden, weiß gedeckt und dienten als Büfett, das sich unter belegten Brötchen, Kuchen- und Würstchenplatten, Krügen voll Zitronen- und Orangensaft, Blumenvasen und einigen Teemaschinen bog. Dem Auge bot der Raum eine wildbewegte Szenerie. Das Ohr wurde selbst aus einiger Entfernung an Stare in der Abenddämmerung erinnert.

St. Merryn's High hielt seine Jahresschlussfeier.

Miss Benbow, Mathematik, ließ ihre Augen, während sie einem langatmigen Bericht über die von Aurora Treggs jungem Hund an den Tag gelegte Intelligenz zuhörte, durch den Raum schweifen und merkte sich diejenigen vor, mit denen sie im Laufe des Abends noch sprechen wollte. Am Saalende erblickte sie Diana Brackley, für einen Augenblick allein. Diana gehörte auf alle Fälle zu denen, die Lob verdienten, und so wartete sie eine Atempause in Auroras wasserfallartigem Vortrag ab, machte eine Bemerkung über den erstaunlichen Scharfsinn des Hundes und stand auf.

Auf ihrem Weg durch die Halle betrachtete sie Diana plötzlich mit den Augen eines Fremden. Kein Schulmädchen mehr, sondern eine attraktive, junge Frau. Wahrscheinlich lag es am Kleid. Ein einfaches, dunkelblaues Tuchkleid, das man, bevor man es nicht richtig ansah, überhaupt nicht bemerkte. Es war nicht teuer - Miss Benbow wusste, dass es nicht teuer sein durfte - aber es hatte Stil. Diana hatte Geschmack in Kleidern, und sie besaß das gewisse Etwas, das ein Kleid für drei Pfund wie eines für zwanzig aussehen lässt. Eine Gabe, dachte Miss Benbow kummervoll, die nicht zu verachten ist. Und, spann sie ihre Gedanken weiter, ihr Aussehen war ein Teil dieser Gabe. Nicht hübsch. Hübsche Mädchen sind wie Frühlingsblumen - lieblich, aber es gibt halt so viele Frühlingsblumen. Niemand, der einen gewissen Blick sein eigen nennen konnte, konnte Diana hübsch nennen ...

Achtzehn, gerade achtzehn war Diana damals. Ziemlich groß und schlank und gerade. Ihr Haar war ein dunkles Kastanienbraun mit roten Lichtern. Die Linie von Stirn und Nase konnte fast klassisches Ebenmaß für sich beanspruchen. Den Mund hatte sie leicht geschminkt. Sanft geschwungen und dekorativ, sagte er nichts über Diana aus, aber er konnte bei Gelegenheit voller Charme lächeln, und er lächelte nicht zu oft. Ihre grauen Augen waren es allerdings, die man sofort bemerkte und denen man sich nicht entziehen konnte; nicht nur, weil es sehr schöne Augen waren, wundervoll geschnitten und weit auseinanderliegend, sondern weil sie eine solch in sich ruhende Gelassenheit ausstrahlten.

Mit einer Art Überraschung, denn sie hatte Diana immer nur als Geist und weniger als Materie betrachtet, gewahrte Miss Benbow, dass Diana zu, was man in der Jugend ihrer Eltern als Schönheit bezeichnet hatte, herangewachsen war.

Diesem Gedanken folgte ein Glücksgefühl, ausgelöst dadurch, dass Miss Benbow sich selbst gratulierte. Denn in einer Schule wie St. Merryn's High lehrt und erzieht man nicht nur ein Kind, man führt einen Dschungelkrieg um es. Je gutaussehender und liebenswürdiger ein Mädchen ist, um so schlechter stehen im allgemeinen seine Überlebenschancen.

Die Werbetrommeln für Sackgassen-Jobs werden eifrig gerührt, Schmetterlinge mit Banknotenflügeln gaukeln in Reichweite, Bazillen von Filmen und Illustrierten vergiften die Luft, die Netze früher Heirat werden gesponnen, beschränkte Mütter mischen sich ein, kurzsichtige Väter erscheinen polternd auf der Bildfläche und über allem das spöttische Raunen: "Was zählt das alles, solange sie glücklich ist ... Was macht es ..."

So ist man schon berechtigt, beim Anblick derer, die man um diese Gefahren herumgelotst hat, einigen Stolz zu empfinden.

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