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Age of Iron Der Krieger von Watson, Angus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2015
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Age of Iron

Dug Sealskinner, ein kampfesmüder Söldner, hilft ständig den falschen Leuten. Da wäre Spring, ein Mädchen, das er auf dem Schlachtfeld findet. Oder Lowa, eine der gefürchtetsten Bogenschützinnen des Reiches, auf ihrem persönlichen Rachefeldzug gegen den König. Jetzt steht Dug auf der falschen Seite jenes Heeres, in das er ursprünglich eintreten wollte. Und nicht nur Zadars Krieger trachten ihm und seinen Gefährten nach dem Leben, sondern auch ein blutrünstiger Druide mit schier unbezwingbaren Kräften. Alles, was Dug dem entgegensetzen kann, sind seine Kriegsaxt, ein kleines Mädchen und die unbezähmbare Lowa, die sie noch alle ins Grab bringen wird. Ja, es ist ein guter Tag, um zu sterben.

Angus Watson ist freischaffender Autor und Journalist. Er hat zahllose Artikel für viele renommierte Zeitschriften geschrieben. Für den Telegraph hat er nach Bigfoot gesucht, für die Financial Times ist er nach Schiffswracks in der Schottischen Scapa Flow getaucht und für die Times ging er auf den Galapagosinseln mit Seelöwen baden. Watson lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in London.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 07.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492971843
    Verlag: Piper
    Größe: 1521kBytes
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Age of Iron

Kapitel 30

Sie entdeckten einen Krähenfuß im Huf von Springs Pferd. Nachdem sie die kleine eiserne Waffe herausgezogen hatten, schien das Pferd sofort wieder einverstanden zu sein, Lowa und Spring zu tragen, doch Lowa stahl ein drittes Pferd vom erstbesten Gehöft, an dem sie vorbeikamen. "Man kann nie genügend Pferde haben", sagte sie.

Eine Stunde weiter nördlich bat sie Spring, ihnen aus einer weiteren Siedlung Essen zu stehlen.

"Wir hinterlassen eine Spur", sagte Dug, während sie auf ihre kleine Diebin warteten.

"Tun wir." Lowa nickte.

Als die Dämmerung über sie hereinbrach, führte sie sie von der Straße weg. Sie kletterten eine steile, bewaldete Böschung hinab und machten in Richtung Süden entlang eines dunklen Flussbetts kehrt. Nach einigen Meilen kletterten sie aus dem breiter werdenden Flusslauf wieder hinaus und erreichten eine Straße, die nach Westen führte, aus Zadars Gebiet heraus.

Die von Sternenlicht und Sichelmond beschienene Straße schlängelte sich an Hügeln vorbei, überquerte Bäche und Flüsse und tauchte in Wälder aus breitblättrigen Bäumen ein. Sie umgingen drei verschlafene Dörfer. Die Rundhütten mit ihren spitz zulaufenden Dächern, die blau im Mondlicht schimmerten, hätten genauso gut Heuhaufen sein können, so leblos wirkten sie. Bei den einzigen größeren Tieren, die ihnen begegneten, handelte es sich um eine Biberfamilie, die für kurze Zeit vor ihnen auf der Straße entlanghoppelte, bis sie sich seitwärts in die Büsche schlug.

Die Nacht war schon alt, als sie Zadars Nachricht mit lauten Rufen übermittelt hörten. Dug konnte zwar nicht alles genau verstehen, aber "Lowa" gehörte definitiv zum Text dazu.

"Wo wir hingehen, werden wir sicher sein", sagte sie, als das letzte Echo verklungen war.

"Aber sie werden dem Ruf folgen. Egal, was das nun war."

"An alle! Fangt Lowa Flynn und ihre Begleiter! Helft Weylin Nancarrow!", murmelte Spring.

"Es macht nichts, ob sie das hören", sagte Lowa. "Wir werden sicher sein. Wir haben Kanawan fast erreicht. Ein guter Freund von mir ist der Anführer des Dorfs. Wir können uns bei ihm verstecken, bis Zadar die Verfolgung einstellt und seine Leute nicht mehr in Alarmbereitschaft hat."

Sich gemeinsam mit Lowa zu verstecken, gefiel Dug. Entspannung war immer dann besonders angenehm, dachte er, wenn man dazu gezwungen war, ansonsten fühlte sie sich zu sehr nach Trägheit an: damals, als er sich ein Bein gebrochen hatte und nichts anderes tun konnte, als in der Sonne zu liegen, Cider zu trinken, zu essen und der Welt beim Existieren zuzusehen. Aber das mit dem Freund in dem Dorf gefiel ihm nicht so sehr.

Einige Zeit später rötete sich der östliche Himmel hinter ihnen. Farbe kroch über die Hügel, Wiesen und Wälder, so sanft und süß, dass sich Dug beinahe hätte eine Träne verkneifen musste, so schön war der Anblick. Spring begann ein Lied zu singen, das er zuerst gar nicht hören konnte, so leise trug sie es vor:

Ein Fomori ist ein schreckliches Scheusal,

Mit purpurnem Pelz und Zähnen gar zahlreich.

Schlag nie nach ihm mit einem Schwert,

Denn sonst reißt es dir deinen Schwanz ab

Und knabbert an deinen Klöten.

Dug musterte seine beiden Begleiterinnen. Lowa ritt ihnen voran, mit stolz erhobenem Kopf, und wirkte wie eine Heldin, die zu einem Abenteuer aufbrach und von ihrem Stamm verabschiedet wurde, nicht wie eine Frau, die Tag und Nacht im Sattel gesessen hatte. Neben ihm räkelte sich Spring, schlief ein, nur um dann schnaubend wieder aufzuwachen. Ein seltsames Kind und eine schöne, gefährlich geschickte junge Frau. Bei allen verschissenen Dachsärschen in Britannien, was machte er hier? Vor drei Tagen war er noch auf dem Weg gewesen, um sich in Zadars Armee einzuschreiben und den Rest seines Lebens in gutbezahlter Faulheit zu verbringen. Jetzt war er ein Flüchtling, der aus eigenem Antrieb heraus vor Zadars Armee weglief, und d

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