text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Alben und Trolle - Die schwarze Armee Roman von Heubeck, Max (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.02.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
10,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 28.02.2019 per Download lieferbar

Online verfügbar

Alben und Trolle - Die schwarze Armee

Der Krieg ist so alt, dass niemand weiß, wer ihn begonnen hat: die langlebigen Alben in ihren Türmen aus Eis oder die hünenhaften Trolle. Doch als ein neuer Feind das Inselreich Snogaard überfällt, sehen die Trolle keinen anderen Ausweg, als ein Bündnis mit den Alben zu schließen. Eine Gesandtschaft wird losgeschickt. Als Zeichen des guten Willens soll sie dem Albenkönig eine Geisel zurückbringen: seine geliebte Tochter Isinvi Skil. Eine gefährliche Reise beginnt - auch entgegen Widerstände aus den eigenen Reihen ... Max Heubeck ist das Pseudonym eines erfahrenen deutschen Fantasyautors, der bereits auf der Shortlist des SERAPH stand. Mit ALBEN UND TROLLE widmet er sich einem der klassischsten und beliebtesten Fantasy-Genres: der Völkerfantasy. Er entwirft eine vielseitige, detailreiche Welt und zwei Völker, die sich in Raffinesse und Kraft messen können.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 431
    Erscheinungsdatum: 28.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732550029
    Verlag: Bastei Lübbe AG
Weiterlesen weniger lesen

Alben und Trolle - Die schwarze Armee

PROLOG IN DREI AKTEN

Eine schwarze Hochzeit

I.

A bseits des Trubels, der anlässlich der bevorstehenden Hochzeit im Dorf herrschte, stiegen drei Wanderer den Osthang des Widderkopfs hinauf. Der erste von ihnen war ein groß gewachsener Jüngling mit Namen Arve. Er war der älteste Sohn von Bredo, dem Erl von Wituwart. Wie ein Elch stakste er mit langen Schritten voran. An jeder Biegung, die der steile Pfad beschrieb, blieb er stehen und blickte sich um. Sein kleiner Bruder Lordi wich nämlich immer wieder vom Weg ab. Der Lausebengel wuselte zwischen den Sträuchern und Tannen umher, nur um seinen Kopf an unvermuteter Stelle mit einem lauten "Buh!" durch die Zweige zu stecken.

Als letzte der drei Wanderer stapfte Aylind den Berg hinauf, die vollen Wangen rosig vom Wind. Selbst hier oben konnte sie noch die salzige Meeresluft schmecken. Die junge Frau ging barfuß, ihre Stiefel hatte sie unter den Arm geklemmt. Sie liebte es, die Erde unter ihren Füßen zu spüren. Voll Wonne grub sie die Zehen ins Gras und hier und da auch in die letzten Flecken gefrorenen Schnees, die sich bis jetzt im Schatten der Bäume gehalten hatten.

Ein gutes Stück vor ihr hatte Arve sich gegen einen Felsen gelehnt und wartete. Er kaute auf einem Stück Birkenrinde, offensichtlich darum bemüht, seine Unruhe zu überspielen. Wenn Aylind ihn so sah, mit seinen dünnen Beinen und dem blonden Flaum, dann konnte sie kaum glauben, dass er heute heiraten würde. Als Kinder hatten sie viel Zeit miteinander verbracht, denn ihre Väter waren alte Weggefährten. Sie hatten im selben Bottich gebadet, hatten gemeinsam Schafe gehütet und waren nach Muscheln getaucht. Manchmal fühlte es sich an, als wäre seitdem nur ein einziger Winter verstrichen. Doch ihre Kindheit war schon lange vorüber. Nach ihrem 13. Namenstag hatten sich ihre Wege getrennt. Schließlich war Arve der Sohn des Erls und sie nur die Tochter eines einfachen Jägers. Während er im Schwertkampf und Runenlesen unterrichtet wurde, kümmerte sie sich um die kleine Hütte im Wald, in der sie mit ihrem Vater wohnte. Sie kochte, putzte und flickte, hackte Holz und fütterte die Hühner. Es war ein hartes und, seit ihre Mutter gestorben war, auch trostloses Leben. Aylind konnte sich nicht daran erinnern, wann sie das letzte Mal gemeinsam mit ihrem Vater gelacht hatte.

"Ach, Aylindchen", hatte er eines Abends nach dem dritten oder vierten Krug Met gelallt. "Geh ins Dorf, geh tanzen. Lass dich nicht von der Schwermut deines Alten anstecken."

Aber Aylind wollte nicht ins Dorf gehen, schon gleich gar nicht, um zu tanzen. Dort gab es niemanden, der sie erwartete, außer Garla, Stinke-Stine und die anderen Mädchen. Zum letzten Mittsommerfest hatten sie ihr ein rotes Kleid geschneidert. Entgegen aller Befürchtungen hatte es sogar gepasst, was keineswegs selbstverständlich war, denn Aylind war dick - vielleicht das dickste Mädchen in ganz Wituwart -, und Garla, Stinke-Stine und die anderen hatten nie an Gehässigkeiten gespart, wenn es darum ging, sie daran zu erinnern.

Aylind hätte es besser wissen oder wenigstens ahnen sollen, aber sie hatte die warnenden Stimmen ausgeblendet. Einen Abend mit den anderen zu feiern und zu tanzen, das hatte sie sich nicht nehmen lassen wollen. Doch schon nach dem ersten Reigen hatte das Kleid sein Geheimnis preisgegeben. Sie hatte getanzt, gelacht und geschwitzt und von einem Moment auf den nächsten hatte ihr Körper in Flammen gestanden, als würden sich Bienen und Brennnesseln um jeden Fetzen ihrer Haut zanken. Hagebeerenpulver! Der ganze Stoff war voll mit den blassgelben Samen gewesen. Aylind hatte sich das Kleid vom Leib gerissen und war in den Trog am Rande des Festplatzes gesprungen - begleitet vom Gepolter stampfender Füße und Gelächter. Garlas Stimme war ihr bis ins Mark gedrungen. Schrill und heiter.

"Hopp, hopp, hopp, Schweinchen lauf Galopp!"

An den Weg nach Hause, den sie al

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen