text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Alien Wars - Planetenjagd Roman von Kloos, Marko (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.12.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Alien Wars - Planetenjagd

Der Krieg hat gerade erst begonnen
Anfang des 22. Jahrhunderts. Die Menschheit kämpft gegen Aliens, in den letzten bewohnbaren Zonen der Galaxis tobt ein blutiger Bürgerkrieg, und politische Unruhen, militärische Polizeigewalt und Not bedrohen das gesamte Sonnensystem. Der junge Army-Offizier Andrew Grayson hat zwar das Militärbootcamp und den verheerenden Überfall im All überlebt, doch als er mit einer Truppe Querulanten und Unruhestiftern in eine ferne Kolonie geschickt wird, weiß er, dass seine gefährlichste Mission gerade erst begonnen hat ...

Marko Kloos wurde 1971 in Deutschland geboren und ist dort auch aufgewachsen, bevor er nach Amerika übersiedelte. Er arbeitete u.a. als Soldat, Verkäufer und IT-Administrator, bevor er seine Leidenschaft für Fantasy und Science Fiction zu seinem Beruf machte und Autor wurde. Er lebt mit seiner Frau und den gemeinsamen zwei Kindern in New Hampshire.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 14.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641165345
    Verlag: Heyne
    Serie: Alien Wars Bd.2
    Originaltitel: Lines of Departure
    Größe: 864 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Alien Wars - Planetenjagd

1

WEITERVERPFLICHTUNG

"Ich schwöre feierlich, dem Nordamerikanischen Commonwealth treu zu dienen und seine Gesetze und die Freiheit seiner Bürger tapfer zu verteidigen."

Ich hatte meine Weiterverpflichtung zwar schon gestern im Büro des Captains unterschrieben, sodass ich schon jetzt mit Haut und Haar für die nächsten fünf Jahre Regierungseigentum war. Aber das Militär hat eben ein Faible für Rituale. Wir befinden uns in einem Besprechungsraum, und der Captain und der Erste Offizier stehen zu beiden Seiten des Rednerpults. Jemand hat eine zerknitterte Flagge des Nordamerikanischen Commonwealth aufgetrieben und vor dem Wandbildschirm drapiert. Also hebe ich die Hand und wiederhole zum zweiten Mal in meiner militärischen Laufbahn die Eidesformel. Ein Corporal von der PR -Abteilung der Flotte zeichnet das Ereignis auf - aus welchem Grund auch immer. Selbst bei unseren derzeitigen Problemen hat das Militär noch immer eine Weiterverpflichtungsquote von neunzig Prozent, sodass diese Zeremonie durchaus öfter stattfindet.

"Glückwunsch, Staff Sergeant Grayson", sagt der Captain, nachdem ich die Eidesformel gesprochen habe. "Sie sind für weitere fünf Jahre bei der Truppe."

Was hätte ich auch sonst machen sollen? , sage ich mir.

"Danke, Sir", erwidere ich und nehme das rein zeremonielle Weiterverpflichtungs-Zertifikat aus seiner ausgestreckten Hand entgegen. Dies bedeutet einen Bonus für mein Konto, das seit dem ersten Tag der Grundausbildung vor fünf Jahren stetig angewachsen ist. Nur dass die Währung des Commonwealth zunehmend an Wert verliert. Bei meinem Ausscheiden aus den Streitkräften wird das Geld auf meinem staatlichen Konto wahrscheinlich gerade noch dafür reichen, ein Frühstück und eine Bahnfahrkarte nach Hause in die Sozialwohnungssiedlung in Boston zu bezahlen.

Ich habe mich natürlich nicht des Geldes wegen weiter verpflichtet. Ich habe mich weiter verpflichtet, weil ich nicht wusste, was zum Teufel ich sonst hätte tun sollen. Meine beruflichen Fertigkeiten beschränken sich darauf, Dinge in die Luft zu jagen und mit geheimen neuronalen Netzen zu arbeiten, womit ich im Zivilleben keinen Blumentopf gewinnen dürfte. Ich hatte keine Lust, wieder zur guten alten Erde zurückzukehren und bis zu meinem frühen Tod in einer Sozialwohnung zu leben. Außerdem bin ich seit dem Tag, als ich von der Navy Indoc bei den Großen Seen zur Flottenakademie auf Luna geflogen bin, nicht mehr auf Terra gewesen. Und nach dem, was ich über das MilNet höre, ist die alte Heimatwelt ziemlich auf den Hund gekommen. Ein paar Leute, die kürzlich dort gewesen sind, sagen, wir könnten den Lankies wohl nichts Schlimmeres antun, als ihnen diesen Ort freiwillig zu überlassen.

Die Erdbevölkerung erreichte vor zwei Jahren den Höchststand von dreißig Milliarden Menschen, von denen drei Milliarden sich in Nordamerika zusammendrängen. Terra gleicht einer Ameisenkolonie mit hungrigen, unzufriedenen und antisozialen Ameisen, und ich bin noch nicht erpicht darauf, mich ins Getümmel dieser Bevölkerung zu stürzen. Wenigstens kann das Militär seine Leute noch ernähren, was man von der Zivilverwaltung des NAC nicht unbedingt sagen kann. Mom geht einmal im Monat oder so zum Verwaltungsgebäude, um Netzzugang zu erhalten. In ihrer letzten Nachricht hat sie erwähnt, die Nahrungsmittelgrundversorgung sei auf dreizehntausend Kalorien pro Person und Woche reduziert worden. Es sieht so aus, als ob ihnen dort unten Scheiße und Soja ausgingen.

So fiel mir die Entscheidung, mich weiter zu verpflichten, auch nicht schwer. Und weil meine Freundin Halley sich auch weiter verpflichtet hat, hatte ich eh keine andere Wahl.

"Also auf ein Neues", sagt Halley. Die Videoübertragung ist leicht verpixelt, aber ich erkenne trotzdem die dunklen Ringe um ihre Augen. Sie hat einen langen Tag an der Kampffliegerschule gehabt, wo sie den Nachwuchspiloten beibringt, tragbaren chin

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen