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Alle diese Welten Roman von Taylor, Dennis E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.06.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Alle diese Welten

Hundert Jahre nachdem Bob Johansson ausgezogen ist, um auf fremden Planeten eine neue Heimat für die Menschheit zu finden, kann man sagen, dass er seine Mission erfüllt hat: Unzählige Kolonien haben er und seine Kopien in der Galaxis gegründet und die Menschen vor dem Aussterben bewahrt. Dabei haben sie sich allerdings einen mächtigen Feind in Form einer hoch entwickelten Alien-Zivilisation gemacht, die nun die Menschheit bedroht. Um den Kampf gegen die Aliens zu gewinnen, bleibt Bob und seinen Kopien nur eine Chance: Sie müssen in den Deep Space ... Dennis E. Taylor war früher Programmierer und arbeitete nachts an seinen Romanen. Mit "Ich bin viele", dem Auftakt seiner "Bobiverse"-Trilogie, gelang ihm schließlich der Durchbruch, sodass er sich nun ganz dem Schreiben widmen kann.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 10.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641223892
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 31932
    Originaltitel: All these Worlds - Bobiverse Book 3
    Größe: 1643 kBytes
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Alle diese Welten

1

Eine direkte Konfrontation

Bob - März 2224

Delta Eridani

Mit einem zornigen Quieken stürmte das Quasischwein aus seinem Bau hervor. Es war erschreckend schnell für ein so kurzbeiniges Geschöpf. Die beiden Steinewerfer rannten mit gesträubtem Nackenfell und vor Aufregung steil aufgerichteten Ohren zu den Seiten davon. Wir anderen stemmten unsere Speere in den Boden und stellten einen Fuß auf das Schaftende. Dann warteten wir.

Heute war ich nicht nur ein Beobachter. Beim letzten Mal war ich nervös gewesen, aber jetzt hatte ich Todesangst. Ich spürte, wie sich mein Rückenfell bis hinauf zum Scheitel aufstellte. Und es half auch nichts, dass ich mich eigentlich zehntausend Meilen weit weg in der Planetenumlaufbahn befand. Schließlich konnte ich mit eigenen Augen sehen, dass das Quasischwein nur zehn Meter von mir entfernt war, und es schien mit halber Lichtgeschwindigkeit auf mich zuzurasen.

Im nächsten Moment rannte das Tier in die Speerspitzen. Offensichtlich bildete Intelligenz für seine Art noch immer keinen Fortpflanzungsvorteil. Die Speere bogen sich zwar, hielten jedoch stand, und das Tier prallte mit einem letzten Quieken auf den Boden.

Bernie ging vorsichtig zu dem Tier hin und stupste ihm ein paarmal ins Gesicht. Als keine Reaktion kam, ließ er den Speer durch die Luft wirbeln und rief: "Hip, hip ..."

Wir Übrigen reckten die Fäuste in die Höhe und antworteten: "... Hurra!"

Zumindest ist es das, was mein Übersetzungsprogramm an mich weitergab. In Wahrheit klangen sprechende Deltaner eher wie Schweine, die sich lauthals grunzend im Schlamm suhlten. Doch für meine Ohren wandelte die Software alles, was sie sagten, in die entsprechenden menschlichen Äußerungen um, darunter auch sämtliche Namen und Redewendungen.

Donald schlug mir auf die Schulter. "Komm, Robert, hilf mir, es aufzuhängen."

Während er ein Ende des Seils über einen Ast warf, verschnürte ich mit dem anderen die Hinterläufe des Quasischweins. Als er zu mir herunterblickte, um nachzusehen, wie weit ich war, machte er große Augen. "He! Das sieht ja wie einer von Archmides' verrückten Knoten aus. Wo hast du den gelernt?"

Ups. "Äh, von Archimedes natürlich. Er kennt wirklich viele Handvoll Knoten. Ich habe mir ein paar abgeschaut."

Donald nickte zwar, wirkte aber nicht sonderlich an meiner Antwort interessiert. Wir hievten das Quasischwein hoch, bis es auf Augenhöhe vor uns baumelte - wobei ich Donald den Hauptteil der Arbeit erledigen ließ und sorgfältig darauf achtete, nicht kräftiger als ein durchschnittlicher Deltaner an dem Seil zu ziehen. Anschließend zückte er sein Feuersteinmesser und ließ das Tier ausbluten. Die übrigen Jäger sangen derweil ein Dankeslied.

Zu guter Letzt banden wir den Kadaver auf ein paar Speere und gingen zurück nach Camelot. An diesem Abend würde ein Festessen stattfinden, und auch wenn es hier immer noch keine Barbecue-Soße gab, liebte ich gegrilltes Quasischwein. Aber vielleicht würde ich ja einfach eine Soße erfinden.

Wir stimmten einen Siegesgesang an und waren vermutlich ein bisschen zu sorglos. Jedenfalls bemerkten wir die Deltaner, die uns plötzlich den Weg versperrten, erst im allerletzten Moment und kamen stolpernd zum Stehen, als sie uns ihre Speerspitzen entgegenstreckten. Die Geste wirkte nicht wie eine Drohung, sondern eher wie ein Hinweis, dass sie uns gefährlich werden könnten. Als ich auch hinter uns ein Rascheln hörte, wusste ich, dass wir umzingelt waren, und sah mich rasch um. Die anderen waren zwei mehr als wir. Damit waren sie uns zwar nicht haushoch überlegen, aber immerhin im Vorteil. Höchstwahr scheinlich verließen sie sich auf das Überraschungsmoment und rechneten damit, dass wir nicht genügend Zeit haben würden, unsere Verteidigung zu organisieren.

Es kam immer wieder vor, dass Gruppen aus Caerleon unsere Jäger angriffen und ihnen teilweise oder auch komplett di

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