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Andere Utopischer Roman von Kröger, Alexander (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.09.2016
  • Verlag: EDITION digital
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Andere

Nahezu unversöhnlich stehen sich Maren Call und Ray Mentzig auf dem internationalen Kongress gegenüber. Sollen aus der Phiole mit den Zellkernen, die Wally 327 Esch aus dem Weltraum mitgebracht hat (siehe "Souvenir vom Atair" desselben Autors), eine neue Wesenheit, eine neue Population, also Andere entstehen oder nicht? Maren ist dagegen. Sie fürchtet, der Lebensraum Erde reiche nicht aus, eine Vermischung der Menschen mit den Anderen sei nicht auszuschließen und könne irreversible genetische Schäden bringen und womöglich die Menschheit dezimieren. Ray ist für die Entwicklung der Anderen auf dem Erdball mit Hilfe von Leihmüttern und dafür, sie später auf einem anderen Planeten anzusiedeln. Das ist der Ausgangspunkt dieses utopischen Romans von Alexander Kröger aus dem Jahr 1990. Er möchte damit auf die Verantwortung der Menschen für sich selbst aufmerksam machen, im weitesten Sinn davor warnen, sich durch Krieg, Umweltverschmutzung oder biologische Experimente zu schädigen oder gar zu vernichten.

Dr.-Ing. Helmut Routschek, geboren 1934 in Zarch (Tschechoslowakei), gestorben am 7. April 2016 in Heidenau, benutzte für seine literarischen Werke das Pseudonym 'Alexander Kröger'. In Mühlhausen in Thüringen machte er sein Abitur und studierte an der Bergakademie Freiberg von 1954 bis 1959 Markscheidewesen und Bergschadenkunde. Als Markscheider arbeitete er im Tagebau Spreetal des VEB Gaskombinat Schwarze Pumpe. Nach einem Zusatzstudium zum Ingenieur für Datenverarbeitung wurde er Experte für Automatisierung und Untergrundgasspeicherung und war mit Forschungs- und Produktionsaufgaben an der Universität, in der Energiewirtschaft und im Umweltschutz leitend tätig. Nach 1981 arbeitete er in der Gebäude- und Wohnungswirtschaft und nach 1990 in der Bauabteilung für Bundesbauten der Oberfinanzdirektion Brandenburg. Seit 1969 entstanden 33 Romane (einschl. überarbeiteter Neuauflagen) und ein Kurzgeschichtenband, die in sechs Sprachen und in insgesamt 1,65 Millionen Exemplaren erschienen. Nach 1990 erschienen in dem Verlag KRÖGER-Vertrieb, den er gemeinsam mit seiner Frau Susanne gründete, weitere 9 Romane, 5 überarbeitete Neuauflagen und ein Geschichtenband in einer Gesamtauflage von 40 000 Exemplaren. Bibliografie (Auszug) Sieben fielen vom Himmel, 1969 Antarktis 2020, 1973 Expedition Mikro, 1976 Die Kristallwelt der Robina Crux, 1977 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Robina Crux, 2004) Die Marsfrau, 1980 Das Kosmodrom im Krater Bond, 1981 Energie für Centaur, 1983 Der Geist des Nasreddin Effendi, 1984 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Der Geist des Nasreddin, 2001) Souvenir vom Atair, 1985 (überarbeitete Neufassung zusammen mit Andere unter dem Titel Fundsache Venus, 1998) Die Engel in den grünen Kugeln, 1986 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Falsche Brüder, 2000) Der Untergang der Telesalt, 1989 (überarbeitete Neufassung unter dem Titel Die Telesaltmission, 2002) Andere, 1990 (überarbeitete Neufassung zusammen mit Souvenir vom Atair unter dem Titel Fundsache Venus, 1998) Vermißt am Rio Tefé, 1995 Das Sudelfaß - eine gewöhnliche Stasiakte, 1996 Die Mücke Julia, 1996 Mimikry, 1996 Das zweite Leben, 1998 Saat des Himmels, 2000 Der erste Versuch, 2001 Chimären, 2002 Begegnung im Schatten, 2003 Robinas Stunde null, 2004 Nimmerwiederkehr, 2009 Ego-Episoden des Alexander Kröger. Wahres, heiter und besinnlich, 2012

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 227
    Erscheinungsdatum: 21.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956556517
    Verlag: EDITION digital
    Größe: 2047kBytes
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Andere

Ohne dass sie es vereinbart hätten, ließ die Mannschaft Mark den Vortritt. Er nahm den Respekt vor dem Andersgearteten mit Dank an, obwohl er zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei innere Beziehung zu dem spürte, was da stoisch und kalt seine Bahn zog - seit etwa siebzehntausend Erdenjahren. Bereits während der ersten äußeren Inspektion hatten sie eine Altersbestimmung vorgenommen. Und wenn alles, was man sich über die Nachbarn im All bislang zusammengereimt hatte, stimmte, dann setzte ihr Verfall ein, als die Menschen begannen, sich als Menschen auf ihrer Erde zu etablieren. Da schwebte sie nun also, die Station - ein Depot, verhältnismäßig klein, ein mattmetallener Quader, kaum ein Fünftel der Größe der LUX ausmachend, und doch ein Gegenstand, von dem, sollte man den Vorstellungen und Befürchtungen dieser Call glauben, so ungeheuer Entscheidendes auch für die Menschen ausgehen, ja bereits ausgegangen sein sollte. Aber dieser Gedanke befiel Mark nur einen Augenblick. Die Call war nicht nur die Milliarden Kilometer entfernt, die sie auf der Reise zurückgelegt hatten ... Die gesamte Crew befand sich an Bord des Beibootes, als man zum ersten Innenbesuch aufbrach. Ein Verstoß gegen das Raumreglement freilich, aber es hatte keine Sekunde zur Debatte gestanden, dass etwa einer Zurückbleiben sollte, zumal die Kontrolle keine Gefahranzeichen ergeben und die LUX unmittelbar an den Quader angelegt hatte, mit ihm gleichsam eine Einheit bildete. Und kein Zweifel, sofort drängte sich ihnen der nämliche Eindruck auf wie jener LUX-Besatzung, die seinerzeit das Objekt entdeckt, selber aber nicht mehr die Gelegenheit hatte, diese Entdeckung ins rechte Licht zu setzen. Schon außen, als sich die sechs Gefährten dem Eingangssegment näherten, entstand bei jedem deutlich das Gefühl - und sie tauschten sich darüber aus - des Eingeladenseins: Im Scheinwerferlicht stark fluoreszierende, zu einem Punkt hin stürzende Linien wiesen zwangsweise zum Einstieg, deutlicher als ein irdischer Pfeil oder ein Schild, das den Wanderer zur Rast in eine Bergbaude lädt. Und genau so unbefangen wie seinerzeit Dirk Sonen und die anderen Besatzungsmitglieder der ersten LUX, machte sich die Mannschaft der LUX sieben daran, die Tür zu öffnen und so die Einladung gleichsam freudig anzunehmen. Da hinderte in der Tat nichts Kompliziertes: Eine faustgroße, in die Wand eingelassene Mulde, drinnen ein Hebel, den man gegen einen kräftigen Federdruck anziehen konnte, worauf die etwa einen Meter mal siebzig Zentimeter große, an den vier Ecken abgerundete Luke um weniges aufsprang und sich dann mühelos, gelagert in gewöhnlichen Scharnieren, nach außen aufziehen ließ, primitiv, beinahe enttäuschend simpel. Denn immerhin musste man davon ausgehen, dass diese Anderen, zum Zeitpunkt, als sie das Depot einrichteten, sich auf einem wesentlich höheren technischen Niveau befanden als die Menschen heute. Als erster entdeckte Mark die Abweichung von Lew Nyemens Vorhersage: Die Tür war im Grunde nicht kreisförmig ... Einer nach dem anderen schwebten sie in das Innere des geheimnisvollen Körpers, Mark voran, nach einer winzigen, auffordernden Geste von Marti. Dann standen sie in einem kleinen, völlig leeren Raum, aber durchaus in keiner Schleuse oder etwas Derartigem - ein Schott vielleicht, das das Innere besser vor äußeren Einflüssen schützen möchte. Keine Anzeichen einer Hermetiktechnik, keine Gerätschaften, keinerlei Hinweise - nicht einmal ein Beleuchtungskörper. Nur gegenüber der Einstiegsluke befand sich eine Tür, irdischen schweren Türen sehr ähnlich, aber breiter, erneut an zwei Scharnieren angeschlagen und wiederum leicht zu öffnen. Hinter dieser Tür, als einzige Überraschung, Licht, das aus zwei runden Öffnungen fiel, die sich an der Decke des Raums befanden, und das wohl durch das Öffnen der Tür eingeschaltet worden war. Ansonsten gewahrten die sechs bereits in diesem Raum in Möbelgebilden, die man nur mit dem Begriff "Regale

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