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Apokalypse Z - Dunkle Tage Roman von Loureiro, Manel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.10.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Apokalypse Z - Dunkle Tage

Insel der Hoffnung Seit ein geheimnisvolles Virus aus Russland die Menschen in blutrünstige Zombies verwandelt hat, liegt Europa in Schutt und Asche. Nur auf der Kanareninsel Teneriffa soll ein normales Leben noch möglich sein. Eine kleine Gruppe Überlebender - darunter ein junger Anwalt, der das Ende der Welt in seinen Tagebuchaufzeichnungen dokumentiert - macht sich auf den Weg dorthin. Doch zwischen ihnen und der Insel der Seligen steht eine Armee von Toten. Und in diesen dunklen Tagen sind die Toten schneller als die Lebenden! Manel Loureiro wurde 1975 in Pontevedra, Spanien, geboren. Er studierte zunächst Jura an der Universität von Santiago de Compostela, bevor er als Moderator verschiedener TV-Sendungen bekannt wurde. Seinen ersten Roman Apokalypse Z veröffentlichte er zunächst auf seinem Internetblog, wo er sich schnell zum Kultphänomen entwickelte. Der Autor lebt und arbeitet in Pontevedra.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 13.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641144395
    Verlag: Heyne
    Serie: Apokalypse Z Bd.2
    Originaltitel: Apocalipsis Z - Los Dias Oscuras
    Größe: 864 kBytes
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Apokalypse Z - Dunkle Tage

2

Es passierte bei einem der letzten Stopps in einer verlassenen Gegend zwischen Portugal und der Extremadura. Der Helikopter landete auf dem staubigen Parkplatz vor einer ausgestorbenen Landstraßenraststätte, wo nur ein klappriger VW Polo und ein Seat León mit platten Reifen standen. Die Leuchtschrift über dem Eingang der Raststätte war mit einer dicken Staubschicht überzogen, und auch sonst wirkte alles verlassen und einsam. Wie es aussah, waren wir die ersten Menschen, die seit über einem Jahr hier vorbeikamen.

Bei der Landung wirbelte der Sokol eine gewaltige Staubwolke auf und verteilte sie in alle Himmelsrichtungen. Kaum hatten wir aufgesetzt, sprangen Prit und ich mit einem Maschinengewehr in den Händen und dem Geschmack der Angst im Mund aus dem Hubschrauber, sahen uns hektisch um und versuchten, im aufgewirbelten Staub irgendwelche wankenden Untoten auszumachen.

Erst als der Staub sich langsam legte und wir erkannten, dass der Parkplatz völlig verwaist war, beruhigte sich mein rasendes Herz wieder. Als die Turbinen des Sokol zum Stillstand gekommen waren, breitete sich Grabesstille aus. Es war nicht der geringste Laut zu hören, nicht einmal ein Vogelzwitschern.

Bestimmt hatte sich bei dem dröhnenden Lärm des landenden Hubschraubers das gesamte Federvieh ängstlich verzogen. Oder schlimmer noch, korrigierte ich mich im Geiste, es gab keinen einzigen verdammten Vogel mehr in dieser Gegend. War ja durchaus möglich.

Einen Moment lang hatte ich das beängstigende Gefühl, wir könnten die letzten Menschen auf dieser Welt sein. Doch sogleich wurde dieses seltsame Hirngespinst von Lúculos ängstlichem Miauen verscheucht. Jetzt hieß es, sich an die Arbeit zu machen.

Und zwar schnell. Pritschenko lief zu dem Netz und löste mit Lucías Hilfe den Metallring. Das widerstandsfähige Netz rutschte von den gelben Kanistern mit CB -1-A-Kerosin zu Boden. Prit schob drei oder vier leere Kanister beiseite und rollte dann einen vollen zum Hubschrauber. Dort schraubte er ihn auf und steckte den Gummischlauch, dessen anderes Ende bereits im Hubschraubertank steckte, in die Öffnung. Und sogleich floss Kerosin in den Tank unseres Vogels.

Eigentlich war das Auftanken nur eine Frage von Minuten, aber wir waren in dieser kurzen Zeitspanne ausgesprochen angreifbar. Mit dem offenen Lastnetz und einem offenen Kanister, dessen hochentzündlicher Treibstoff in den Tank floss, wäre eine rasche Flucht ausgeschlossen. Sollten plötzlich irgendwelche Untoten auftauchen, wären wir eindeutig am Arsch.

Nachdem ich mich vergewissert hatte, dass sich in der Umgebung nichts rührte, gab ich Prit ein Zeichen und holte mir aus der Kabine eine Zigarette. Irritiert runzelte ich die Stirn. In der Packung steckten nur noch zwei plattgedrückte, muffig riechende Zigaretten. Wir hatten zwar genügend Proviant und Medikamente aus dem Krankenhaus mitgenommen, aber die Glimmstängel gingen uns langsam aus.

Zögernd schaute ich zur Raststätte auf der anderen Seite des Parkplatzes hinüber. Es war ein heruntergekommener Grill, doch ich hätte eine Million Euro darauf gewettet, dass gleich hinter der Tür oder unter der Glotze an der Wand ein Zigarettenautomat hing. Ich sollte mal einen Blick hineinwerfen, dachte ich. Schließlich wirkte das alles hier absolut verlassen.

Aber vorher wollte ich noch den anderen Bescheid sagen. Prit und Lucía drehten mir den Rücken zu und debattierten hitzig darüber, wie man die leeren Kanister am besten im Netz lagern könnte. Schwester Cecilia genoss die wenigen Minuten am Boden und machte fern der beängstigenden Höhen ein Nickerchen, und Lúculo ... Nun ja, Lúculo putzte sich ausgiebig, wie Katzen das eben zu tun pflegen: völlig desinteressiert an der restlichen Welt. Ich zuckte die Schultern und machte mich auf den Weg zur Raststätte. Es war ja nur eine Minute.

Die Tür war natürlich verschlossen. Ich sah mich um. An der vollständig verd

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