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Apokalypse Z Roman von Loureiro, Manel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.04.2014
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Apokalypse Z

Das ist das Ende Eine Reihe mysteriöser Krankheitsfälle in Russland ist den internationalen Nachrichtenagenturen nicht mehr als eine Randnotiz wert - bis sich herausstellt, dass der Erreger ein hochansteckendes Virus ist, das innerhalb kürzester Zeit jeden, der sich infiziert, in ein blutrünstiges Monster verwandelt. In der Folge kollabieren Regierungen, Chaos bricht aus, und bald kämpft jeder nur noch für sich selbst. Einer der Überlebenden ist ein junger Anwalt, der beginnt, das Ende der Welt zu dokumentieren. Dies sind seine Aufzeichnungen ... Manel Loureiro wurde 1975 in Pontevedra, Spanien, geboren. Er studierte zunächst Jura an der Universität von Santiago de Compostela, bevor er als Moderator verschiedener TV-Sendungen bekannt wurde. Seinen ersten Roman Apokalypse Z veröffentlichte er zunächst auf seinem Internetblog, wo er sich schnell zum Kultphänomen entwickelte. Der Autor lebt und arbeitet in Pontevedra.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 14.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641131845
    Verlag: Heyne
    Serie: Apokalypse Z Bd.1
    Originaltitel: Apocalipsis Z: El Principio del Fin
    Größe: 910 kBytes
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Apokalypse Z

30. Januar. 18.38 Uhr

Eintrag 38

Die letzten vierundzwanzig Stunden waren eine Katastrophe. Wenn du denkst, dass du langsam über den Dingen stehst, holt dich die Wirklichkeit schnell wieder ein.

Als hätte ich nicht schon genug Probleme mit diesen Dingern, die unbarmherzig seit Tagen an mein Tor hämmern, muss ich mich nun neuen Herausforderungen stellen. Zuallererst und als Folge des Stromausfalls: Das Internet existiert nicht mehr. Kaputt. Aus. Mein Blog ist so tot wie das ganze Netz. Die weiße Oberfläche von Explorer ist das Einzige, was ich sehe, wenn ich versuche, ins Netz zu kommen. Eigentlich logisch. Die Server sind zusammengebrochen und die Internetzugänge bereits seit Tagen außer Betrieb. Dass meiner bis heute durchgehalten hat, kommt mir vor wie ein Wunder. Es ist unglaublich, wie sehr wir inzwischen vom Strom abhängig sind ... Wir sind wirklich wieder im 19. Jahrhundert gelandet, und ich weiß nicht, ob ich darauf vorbereitet bin.

Ich werde meine Aufzeichnungen in diesem Tagebuch fortsetzen. Ich muss aufschreiben, was ich sehe und was ich fühle. Wenn ich nicht in ein paar Monaten verrückt werden will, muss ich meine Gedanken auf weißes Papier bannen. Dieses Tagebuch wird mein Gesprächspartner, der einzige, dem ich im Augenblick blind vertraue. Wenn ich irgendwann wirklich alles versaue, wird zumindest nachzulesen sein, wie ich diese schrecklichen Tage überstanden habe. Was für ein beschissener Trost, mein Freund.

Als ich genügend Mut aufbrachte, bin ich wieder vors Haus gegangen. Ich habe die Tür so vorsichtig wie möglich geöffnet und die Nase hinausgestreckt. Die Leiche des Soldaten lag dort, wo ich sie hingelegt hatte. Von hier aus ist der Lärm, den diese Dinger verursachen, ohrenbetäubend. Als ich meine Hand auf das Eisentor legte, fühlte ich die Vibration, die ihre Schläge verursachen. Irgendwie müssen die spüren, dass ich auf der anderen Seite stehe, und dass sie mich nicht erwischen können, muss extrem frustrierend für sie sein.

Ich setzte mich auf die Eingangstreppe, zündete mir eine Zigarette an und betrachtete die Leiche. Zum ersten Mal konnte ich eines dieser Dinger in aller Ruhe aus der Nähe begutachten. Es begann schon zu stinken. Der Verwesungsprozess und die Leichenstarre schienen bei den Monstern da draußen verlangsamt zu sein, aber wenn sie erst einmal "wirklich" tot waren, nahm beides seinen normalen Verlauf. Aus dem Loch im Schädel des Soldaten, wo sich der Pfeil hineingebohrt hatte, war eine klebrige Flüssigkeit auf die Terracotta-Fliesen getropft und geronnen. Ich glaube nicht, dass dieser Fleck jemals wieder weggeht, obwohl das jetzt vermutlich auch egal ist. Die Farbe seiner Haut war gelblich-grün, und unter der Haut zeichneten sich die Blutgefäße wie feinste Spitze ab. Zusammen mit den furchtbaren Wunden im Gesicht war der Gesamtanblick grässlich.

In einem Anfall von Entschlossenheit zog ich die Latexhandschuhe aus der Hausapotheke über und zog die Waffe aus dem Halfter. Es war eine schwarze und schwere Pistole. Auf einer Seite stand Glock, zusammen mit einer achtstelligen Seriennummer. Ich glaube, sie ist geladen, aber bedauerlicherweise war es das erste Mal in meinem Leben, dass ich so ein Teil in der Hand hatte. Ich muss sie noch genauer untersuchen, fühle mich aber schon viel besser. Ich bin wirklich bewaffnet. Ich weiß, dass ist eher was Psychologisches als sonst was, aber das Gefühl von Sicherheit ist wunderbar.

In den Gürteltaschen fand ich zwei Magazine, die der Munition der Pistole zu entsprechen schienen. Jedes hat fünfzehn Schuss, also verfüge ich, vorausgesetzt, die Pistole ist geladen, über die Kleinigkeit von fünfundvierzig Kugeln. Eine ganz andere Sache ist, ob ich imstande bin, sie zu benutzen, ohne mir eine davon in den Fuß zu jagen. Wir werden ja sehen.

Der Rucksack entpuppt

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