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ATLAN X Tamaran 3: Das Urteil des Drachenbaumes von Herren, Marc A. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2015
  • Verlag: Perry Rhodan digital
eBook (ePUB)
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ATLAN X Tamaran 3: Das Urteil des Drachenbaumes

In der Mitte des sechsten Jahrhunderts vor Beginn der christlichen Zeitrechnung ist es wieder einmal soweit: Der Arkonide muss eingreifen. Er befreit das sagenhafte Helle Volk aus der Sklaverei, um es zu einem durch eine Prophezeiung geweissagten mythischen Inselreich zu führen. Dort angekommen, beginnen die Probleme aber erst: Die Neuankömmlinge müssen sich in der für sie fremden Umgebung bewähren - und Atlans geheimnisvoller Gegner liegt noch immer auf der Lauer... Folgende Romane sind Teil der Tamaran-Trilogie: 1. 'Die Prophezeiung von Saïs' von Hans Kneifel 2. 'Sternenfall der Goldenen' von Christian Montillon 3. 'Das Urteil des Drachenbaumes' von Marc A. Herren und Dennis Mathiak

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 300
    Erscheinungsdatum: 07.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783845349657
    Verlag: Perry Rhodan digital
    Serie: Tamaran-Zyklus 3
    Größe: 1023 kBytes
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ATLAN X Tamaran 3: Das Urteil des Drachenbaumes

1.
Ein neuer Tag

Kühler, nach Meer riechender Wind strich über mein Gesicht, holte mich aus meinen Träumen, in denen grün gewandete Wüstenräuber die Hauptrolle gespielt hatten.

Acht Monde ist es her, und die gesichtslose grüne Gefahr durch den Sterneanzündmann verfolgt dich noch immer, Atlan!

Der Logiksektor hatte wohl tadelnd klingen wollen, ich hörte aber einen Hauch Sorge aus seiner mentalen Stimme.

Nicht gesichtslos, antwortete ich. Und du weißt, wie viel ich von deinen frühmorgendlichen psychologischen Ausführungen über meine Traumbilder halte.

Der Extrasinn schwieg.

Ich öffnete die Augen, sog dankbar lächelnd den Duft der herrlichen Frau auf, deren nackter Körper mich von hinten umarmte. Die langen, schmalen Finger ihrer rechten Hand hielten instinktiv den Zellaktivator umschlossen, der in einem mit kleinen Knöchelchen verzierten Lederbeutel steckte.

Meine Partnerin musste ebenfalls träumen, denn im Schlaf murmelte sie nicht verständliche Wörter. Die zwei, drei kurzen Seufzer, die sie hören ließ, klangen allerdings glücklich und zufrieden.

Noch einer, der sich frühmorgens mit Traumdeutungen befasst, wisperte der Extrasinn spöttisch. Nur, dass jener die Bilder nicht sehen kann, die gerade geträumt werden.

Ich ignorierte die Stimme in meinem Kopf, löste Nitetis' Finger sorgfältig aus der Umklammerung des lebensspendenden Geräts, ergriff das schmale Handgelenk und legte es auf ihre Hüfte - nicht ohne zuvor auf die Fingerspitzen einen sanften Kuss gehaucht zu haben.

Dann schlug ich die Ziegenfelle zurück und erhob mich von unserem Lager, das aus mehreren Lagen Palmblättern, getrockneten Schachtelhalmen und Fellen bestand.

Ich band mir die leichte Schürze um, ließ den Brustpanzer mit dem eingestickten Löwensymbol an seinem Platz an der Wand stehen. Das Jahr war zwar noch jung, die Morgen entsprechend kühl, doch für mein Vorhaben benötigte ich weder einen Harnisch noch Hilfsmittel aus dem Fundus meines treuen Roboters Rico.

Einzig die leichten Laufsandalen zog ich an, bevor ich zu den im sachten Wind wehenden Ledertüchern trat, die den Eingang unserer Wohnhöhle verdeckten.

Ein letztes Mal blickte ich auf die Schlafende, die ihren rechten Arm in der Zwischenzeit unter den Kopf geschoben hatte und wie ein kleines Kind schmatzte, das gerade an seine Mutter dachte. Eine weißblonde Haarsträhne bewegte sich sacht vor den neckisch geschwungenen Lippen.

"In einem Mond ist es soweit, Schönste", flüsterte ich, bevor ich die Tücher zur Seite schob und in den kühlen Morgen trat.

Ich blinzelte in Larsafs hellem Licht. Durch das Fehlen von Gebirgen im Osten dämmerte der Morgen nur kurz, bevor sich die Sonnenscheibe in den Himmel erhob und das Land mit kräftigen Strahlen eindeckte.

Der Anblick, der sich mir bot, raubte mir jeden Morgen von Neuem den Atem.

Jenseits des kurzen, staubigen Trampelpfads und der Ginsterbüsche lag das Meer vor meinen Füßen wie ein dicker, marineblauer Teppich. Es wirkte zum Greifen nah und doch war es mehr als viertausend Laufschritte von mir entfernt - was etwa siebentausendsechshundert Ellen entsprach.

Anub trottete schwanzwedelnd auf mich zu. Der Roboter in Gestalt eines tamerischen Slugihundes hatte wie jede Nacht den Eingang unserer Schlafhöhle bewacht. Sein Gegenpart Nubis wartete in Ricos Werkstatt-Höhle auf seine Überarbeitung.

"Irgendwelche Vorfälle, von denen ich wissen sollte?", fragte ich.

Anub schüttelte sich als Zeichen der Verneinung.

Ich erleichterte mich in eine Felsspalte, von der wir wussten, dass sie weitab von den Wohnhöhlen durch das Gestein verlief. Dann gab ich meinem Hund den Befehl, wieder seinen Posten vor der Höhle einzunehmen, und ging den Trampelpfad hinunter zu den Gemeinschaftshöhlen.

Sie waren etwa fünfzig Schritte von unserer Schlafhö

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