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AUF MESSERS SCHNEIDE (The End 6) Endzeit-Thriller von Hopf, G. Michael (eBook)

  • Verlag: Luzifer Verlag
eBook (ePUB)
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AUF MESSERS SCHNEIDE (The End 6)

Gordon Van Zandt ist ein Mann, der Not und Widerstand gewohnt ist. Doch nun gehen selbst ihm die Optionen aus. Seine noch junge Republik steht kurz davor, auseinander zu brechen, und er muss einen Weg finden, die scheinbar unabwendbare Niederlage in einen höchst unwahrscheinlichen Sieg umzuwandeln. Präsident Cruz ist das Amt, das er betreut, nicht fremd, doch dieses Mal erweist sich seine Aufgabe als schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Die Überreste der Vereinigten Staaten von Amerika werden nur noch aus einem Flickwerk von Gouverneuren und Bürokraten zusammengehalten, von denen nicht wenige versuchen, jene Löcher in dem Konstrukt zu ihrem eigenen Vorteil zu nutzen. Es herrscht Waffenruhe mit Kaskadien, und er muss sich entscheiden, ob er entweder verhandeln oder einen Krieg weiterführen will, der beiden Seiten nichts als Verwüstung und Elend eingebracht hat. Jeder für sich in einer gefährlichen Lage, stehen beide Männer an einem Scheideweg, der in eine ungewisse Zukunft führt. G. Michael Hopf führte ein abenteuerliches Leben, bevor er eine Familie gründete und seine Leidenschaft fürs Schreiben entdeckte. Nach seiner Dienstzeit im U.S. Marine Corps arbeitete er als Bodyguard. Er lebt mit seiner Familie in San Diego, Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958352643
    Verlag: Luzifer Verlag
    Serie: The End 6
    Größe: 2135 kBytes
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AUF MESSERS SCHNEIDE (The End 6)

Prolog

20. Oktober 2066
McCall, Idaho, Republik Kaskadien

Es gefiel Gordon zwar nicht, jeden Morgen früh aufzustehen, doch er beschloss, etwas Positives darin zu sehen, da er ohnehin seit Jahren nicht mehr durchschlafen konnte.

Als er seine Füße auf den kalten Fliesenboden stellte, lief ihm ein Schauer über den Rücken, und er bekam Gänsehaut an den Armen. Er wollte ins Badezimmer, blieb aber stehen, als ihm das Licht des Vollmonds ins Auge fiel. Er betrachtete ihn versonnen und war dankbar für den Einfluss, den der Trabant auf die Erde ausübte.

Vor dem Totalzusammenbruch hatte Gordon eine Vielzahl an Fernsehserien und Filmen geschaut, besonders Action- und Science-Fiction-Streifen. Seit es wieder Strom gab, gönnte er sich gelegentlich die Freude, jene frühere Angewohnheit wieder aufleben zu lassen. Aktuelle Produktionen begeisterten ihn nicht unbedingt - oder genauer gesagt: Er mochte gar nichts, was dieser Tage aus Olympia kam. Streng genommen war die unfähige Regierung schuld an seinem unruhigen Schlaf.

Nun da alle seine Angehörigen unter einem Dach zusammengefunden hatten, hielt er es für das Beste, die große Ankündigung zu machen, allerdings erst nach seiner gewohnten Tasse Kaffee. Als er sich auf den Weg in die Küche machte, um ihn aufzubrühen, bemerkte er, dass er nicht als Einziger wach war.

"Guten Morgen", grüßte Haley leise, um Hunter und Sebastian nicht zu wecken.

"Guten Morgen, Schatz", erwiderte Gordon. Er drückte sie herzlich und gab ihr einen Kuss auf den Kopf. "Hast du gut geschlafen?"

"Ja, aber ich bin aufgewacht und konnte dann nicht mehr einschlafen", antwortete sie.

"Geht mir genauso, und zwar schon seit dem 5. Dezember 2014", sagte er scherzhaft.

Gordon ging langsam in die Küche, wo er feststellte, dass Haley bereits den Teekessel aufgesetzt und Kaffeepulver in die Stempelkanne gefüllt hatte. "Na, du findest dich zweifellos noch in der alten Bude zurecht."

"Ja. Es ist eine gute alte Bude, in der viele Erinnerungen stecken." Haley musste schmunzeln.

"Als deine Mutter und ich dieses Haus entdeckten, habe ich gleich gespürt, dass Gutes darin steckt."

"Du hast es ja auch gut instand gehalten, obwohl du eine Haushälterin gebrauchen könntest. Da drüben auf den Regalböden liegt der Staub drei Zoll dick", neckte sie ihn.

"Ich bekomme selten Besuch und hatte noch nie viel fürs Saubermachen übrig."

"Mom hat sich oft darüber beschwert, dass du alles herumliegen lässt."

"Ich habe nie ständig Unordnung gemacht - nur eben nicht gleich alles weggeräumt. Deine Mutter hingegen war einfach nur streng; sie hat den Laden fest im Griff gehabt."

"Das ist wahr."

Der Kessel pfiff.

Gordon und Haley griffen gleichzeitig danach, doch er war schneller.

"Ich mach das, setz du dich mal. Sei mein Gast", sagte er.

"Nein, Dad. Du solltest dich schonen", beharrte sie, während er vor ihr stand, wobei ihr auffiel, wie seine Hand am Griff des Kessels zitterte.

"Schonen? Ich bin nicht krank, geschweige denn, dass ich den Löffel abgeben würde, jedenfalls nicht so bald."

Haley ließ sich nicht beirren. "Nein, bitte lass mich dich bedienen." Sie hinderte ihn daran, sich umzudrehen.

"Heißes Wasser auszugießen kriege ich noch hin", entgegnete Gordon gereizt. Er hob den Behälter von der Herdplatte und wartete darauf, dass seine Tochter Platz nahm.

Schließlich trat sie mit verdrossenem Blick zur Seite.

Er gab das dampfende Wasser in die Kanne und ließ es durch das Pulver sickern.

Haley beobachtete ihn beim Zubereiten des Kaffees.

Als er dies bemerkte, fügte er hinzu: "Ich bin alt, darum zittere ich. Alte Leute tun das eben."

"Komm, ich helfe dir."

Da hob er eine Hand und stellte klar: "Ich bin bloß alt und kein Dahinsiechender. Außerdem tue ich das schon ziemlich lange allein. I

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