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Böse Obhut Der zweite Fall für Laura Peters von Weiss, Patricia (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Böse Obhut

Auf den Stufen einer Kirche wird ein totes Mädchen gefunden. Die Spritze steckt noch in ihrem Arm, alles sieht nach einer Überdosis aus. Für die Polizei ein klarer Fall, doch der Leiter der Drogenberatungsstelle hat Zweifel und schaltet die Detektei Peters ein. Ihr zweiter Fall führt Laura und ihr Team in ein Internat im tiefsten Sauerland. Dort finden sie nicht nur Hinweise auf Verstrickungen mit der internationalen Mafia, sondern geraten auch ins Visier eines erbarmungslosen Mörders. Laura muss feststellen, dass das Böse sich in den Reihen vermeintlicher Beschützer verbergen kann, und dass jede Rechnung irgendwann beglichen werden muss... Die Schriftstellerin Patricia Weiss lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund im schönen Bonn am Rhein. Bisher von ihr erschienen sind 'Das Lager - Ein Fall für die Detektei Peters', 'Böse Obhut - Der zweite Fall für Laura Peters' und 'Zweiundsiebzig - Der dritte Fall für Laura Peters'. Patricia Weiss freut sich über den Austausch mit ihren Lesern auf ihrer Facebook-Seite 'Patricia Weiss - Autorin', auf Twitter 'Tri_Weiss' oder auf Instagram 'tri_weis'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 309
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738090147
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 474 kBytes
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Böse Obhut

Tag 2

6

Laura stand noch keine zwei Minuten vor der Haustür, als ein schicker Jaguar hupend an der Bordsteinkante hielt. Strahlend sprang Barbara aus dem Auto und machte eine einladende Geste. Laura musterte lächelnd ihr Outfit: Zur schwarzen Daunenjacke trug sie schwarze Hosen mit knallroten Lackstiefeln, eine rote Zipfelmütze saß keck auf ihren blonden Locken. Im Sauerland würde sie auffallen.

"Guten Morgen! Kann es losgehen?"

"Guten Morgen, Barbara. Ich dachte, du wärst ein Morgenmuffel? Davon ist nichts zu merken. Wie kann man am frühen Morgen schon so gut gelaunt sein?" Laura packte ihre Reisetasche in den Kofferraum und setzte sich auf den Beifahrersitz. "Hat dir Heinolf seinen Luxusschlitten freiwillig gegeben oder bist du damit getürmt?"

"Er ist auf Forschungsreise in den USA. Ich dachte, wir fahren hiermit viel bequemer als mit dem Z3."

Barbaras Mann war Universitätsprofessor und häufig unterwegs. Laura mochte ihn nicht besonders. Es fiel ihr schwer, mit ihm ein Thema zu finden, über das sie sich nicht sofort in die Haare kriegten. Barbara hatte ihr erklärt, dass er sich durch sie verunsichert fühlte, aber sie glaubte das nicht. Er konnte sie wahrscheinlich einfach nicht leiden. Aber das beruhte auf Gegenseitigkeit. "Das stimmt. Der Jaguar ist komfortabler als deine Blechbüchse." Laura kuschelte sich wohlig in den beheizten Ledersitz und genoss die Wärme. Sie hatte nur kurz gewartet, doch die Kälte war ihr bereits in die Knochen gekrochen.

"Hast du schon gefrühstückt?", fragte Barbara munter.

"Klar, für mich ist neun Uhr nicht besonders früh. Ich bin keine Künstlerin, die den ganzen Morgen verschlafen kann."

"Also wirklich!" Barbara knuffte Laura spielerisch. "Ich schlafe nicht jeden Tag aus, nur nach Konzerten, wenn es spät geworden ist. Möchtest du Kaffee? Das da ist deiner." Sie zeigte auf einen Thermobecher, der in einer Halterung vor Lauras Sitz klemmte.

"Toll." Laura probierte vorsichtig. "Lecker. Perfekt temperiert."

"Ich habe Croissants gekauft, falls du Lust auf ein zweites Frühstück hast."

"Vielen Dank, im Moment nicht. Ich habe üppig gefrühstückt."

"Ok, aber ich nehme eins. Kommst du an die Tüte auf dem Rücksitz dran?"

Laura angelte mit langem Arm nach den Leckereien und hielt sie Barbara vor die Nase. Die nahm ein Marzipan-Croissant und schaltete das Radio ein. Die Klänge eines romantischen Liedes erfüllten den Innenraum, draußen sausten mit Raureif bedeckte Felder an ihnen vorbei. "...My love will never end...", sang Laura leise mit, was ihr einen prüfenden Blick ihrer Freundin eintrug.

"Denkst du manchmal noch an Hendrik?"

Hendrik war das große Liebes-Desaster in Lauras Leben gewesen. Sie hatten eine heiße Affäre gehabt. Doch als sie von ihm schwanger geworden war, hatte er sich auf seine Familie und seine Verpflichtungen besonnen und sie zu einer Abtreibung gedrängt. Vor allem Letzteres würde sie ihm nie verzeihen, auch wenn es letztlich ihre eigene Schuld war, schließlich hatte sie sich von ihm überreden lassen. Aber damals war sie nicht klar im Kopf gewesen. Um über ihn hinwegzukommen, hatte sie nach einer langen Phase der Verzweiflung ihr Leben komplett umgekrempelt und sich als Detektivin selbstständig gemacht. Ein Schritt, den sie bis heute nicht bereut hatte. "Ich denke selten an ihn. Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht mehr, was ich an ihm gefunden habe. Es müssen die Umstände gewesen sein."

"Die Umstände?"

"Ja. Er war so erfolgreich, so selbstsicher, so strahlend, alle bewunderten ihn. Das gab ihm so eine Art Aura. Ich war geschmeichelt, dass sich so ein toller und gut aussehender Mann für mich interessierte. Und ich habe mich allein gefühlt. Aber jetzt sehe ich ihn, wie er ist: ein mieser, kleiner Angeber, ein egozentrischer Langweiler und ein Arschloch."

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