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BattleTech 31: Im Schatten der Bestie von Eikens, Ingo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.04.2016
  • Verlag: Ulisses Spiele
eBook (ePUB)
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BattleTech 31: Im Schatten der Bestie

Während die Innere Sphäre im Chaos versinkt und General Alexandr Kerensky System um System von der Republik der Randwelten zurückerobert, igelt sich der selbsternannte Imperator Stefan Amaris auf Terra ein. Während die meisten Truppen der Sternenbundverteidigungsstreitkräfte bei der Machtübernahme Amaris' vernichtet wurden oder in den Untergrund gingen, nahmen einige den neuen Herrscher an - aus Angst oder im Glauben an falsche Propaganda. Kriegsmüde und verletzt wird Gerald McKenniston als Major der SBVS nach Terra versetzt, um neue Truppen auszubilden. Zwischen den Problemen mit Republiktruppen, SBVS und unerfahrenen Rekruten gerät der Major auch noch ins Visier des militärischen Geheimdienstes. Bald stellt sich heraus, dass die letzten Kriegsjahre für sie alle zur Zerreißprobe werden. Während die Republik fällt und sich der stählerne Ring um Terra langsam schließt, wird McKenniston vor eine Wahl gestellt, die er so lange gefürchtet hat und entscheidet sich für einen Weg, den er so niemals gehen wollte.

Ingo Eikens wurde 1975 in Bielefeld geboren, zog aber schon mit elf Jahren ins Allgäu und wuchs dort auf. Mit vierzehn Jahren begann er BattleTech zu spielen. Der gelernte Technische Zeichner schrieb schon früh Kurzgeschichten und Abenteuer für Rollenspielgruppen. Heute lebt und arbeitet er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Rüsselsheim.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 408
    Erscheinungsdatum: 07.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783957523174
    Verlag: Ulisses Spiele
    Serie: BattleTech Bd.31
    Größe: 702 kBytes
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BattleTech 31: Im Schatten der Bestie

Terra, Unity City, Sitz des hohen Rates, Terranische Hegemonie, 27. Dezember 2766

Das private Audienzzimmer des Ersten Lords war in unbehagliches Halbdunkel getaucht, als sie hereinkamen. Die Schatten lauerten tiefschwarz in die Ecken geduckt, die langen, dunklen Finger kaum zurückgedrängt von der winzigen Lichtquelle im Raum. Das großzügige, holzgetäfelte Zimmer mit den schweren Vorhängen vermittelte dem Besucher bereits beim Eintreten eine Atmosphäre von geschäftsmäßiger Ruhe. Nur wenige, ausgewählte Gemälde hingen an den Wänden. Die Proportionsstudie nach Vitruv, ein Kupferstich einer mittelalterlichen Stadtmauer, eine moderne Variation des Cameron-Wappens von Claudia Naluschenko. Ein Minimum an exquisitem Mobiliar rundete die Einrichtung stilvoll ab. Die Möbel und die Wandpaneelen waren mit altertümlichen Verzierungen versehen und fein aufeinander abgestimmt. Für einen gewöhnlichen Besucher erschuf der Raum in seiner Behaglichkeit die Illusion eines edlen Lesezimmers oder eines extravaganten Büros. Doch hinter den Wandpaneelen und verborgen in der schweren Tischplatte verbarg der Raum das Beste, was die Elektronikexperten des siebenundzwanzigsten Jahrhunderts zu bieten hatten. Dieser Ort war nicht nur absolut abhörsicher, sondern enthielt versteckte Schalttafeln und gesicherte Terminals, die den Zugriff auf nahezu alle Sicherheitsfunktionen des Palastes gewährten. Doch der Gast, den Richard Cameron heute empfing, wusste nur zu genau um ihre Existenz. Stefan hatte den Raum oft genug betreten und kannte jeden Winkel dieses Refugiums. Die düsteren Schatten, die ihm heute einen dunkleren Charakter verliehen als gewöhnlich, entsprachen mehr dem Spiegel seiner Seele als dem Geschmack der ersten Lords, die den Raum erbauen ließen. Richard saß trotz der frühen Stunde an dem schweren Schreibtisch und schien ungeduldig zu warten, bis der kahlköpfige Mittfünfziger, der der kleinen Gruppe von Offizieren vorstand, die Türen hinter sich geschlossen hatte. Die Schatten verbargen die Verachtung in Amaris' Gesicht vor dem jungen Lord. Die düstere Stimmung des Morgens und dieses Zimmers weckte ein dünnes Lächeln auf seinen Lippen, als er den Blick des Jungen erwiderte. Stefan hörte die Schatten flüstern, die ihm die Vergangenheit zurück ins Bewusstsein trugen, als drängten sie durch die Wand, hinter der die Sternenkammer - die große Versammlungshalle der Lords - heute von allen Ratsmitgliedern verlassen, ruhte. Sie erinnerten ihn an die Jahre, die nun hinter ihm lagen, an die Planung, die Vorbereitung, das Warten. Und sie erinnerten ihn auch an die Worte, die Isleen Malvena, der Obmann des Taurusk onkordats, jenseits dieser Mauer ausgesprochen und damit den letzten Stein für das Gelingen seines Planes ins Rollen gebracht hatte.

Wir können und werden diese ungerechte Steuerverteilung zu Ungunsten der kleineren Bündnisstaaten nicht länger dulden. Unsere Staatseinkünfte lassen sich nicht mit denen der großen Häuser vergleichen. Abgaben für Forschung und Rüstung mögen für die starken Bündnispartner keine Schwierigkeit darstellen, aber wir setzen unseren Fokus lieber auf dringlichere Ausgaben, als die Kriegsmaschinerie des Sternenbunds zu finanzieren, der uns mit diesen - unseren eigenen Mitteln - mehr und mehr zu unterdrücken droht. Ich gehe sogar noch weiter und behaupte, dass diese ganze Farce nur dazu dient, uns kleinere Bündnispartner mundtot zu machen, bis uns schlussendlich nur noch die Möglichkeit bleibt, uns einem der größeren Häuser anzugliedern, weil unser Haushalt völlig aus dem Gleichgewicht gerät. Nichts anderes scheint in der Intension des ersten Lords zu liegen ...

Eine Welle empörter Ausrufe seitens der Häuser und der anderen Peripherievertreter hatte Richards halbherzige Erklärungsversuche hinweggeschwemmt. Ungestüm war der junge Richard hinausgestürmt und hatte geschworen, er würde diesem Ungehorsam mit eiserner Faust begegnen. Stefan

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