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Beyond Berlin Teil 2: Ins Ungewisse von Sülter, Björn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.03.2020
  • Verlag: In Farbe und Bunt Verlag
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Beyond Berlin

Aus der Serie WELTENWANDLER präsentiert der Verlag in Farbe und Bunt den zweiten Teil der SF-Trilogie 'Beyond Berlin' von DPP-Preisträger Björn Sülter, dem Autor des Sachbuches 'Es lebe Star Trek'. 'Beyond Berlin' war 2019 als 'Beste Serie' für den 'Deutschen Phantastik Preis' nominiert. Yula hat alles verloren. Ihre Mutter, ihr Zuhause, ihre Welt. Die nächste große Herausforderung liegt allerdings erst noch vor ihr. Irgendwo in New Berlin befindet sich ihre Schwester. Was wird sie dort erwarten? Werden Sie zum WELTENWANDLER und begleiten Sie uns auf den Pfaden der Phantastik! Tauchen Sie ein in spannende Geschichten aus allen Bereichen phantastischer Stoffe: Ob Science-Fiction, Fantasy, Mystery, Thriller, Dystopie oder Nervenkitzel - unsere abwechslungsreichen, exklusiven E-Books liefern jeden Monat neue Geschichten, sprengen die Grenzen der Phantasie und fesseln Sie mit fortlaufenden Erzählungen! Björn Sülter schreibt Romane & Sachbücher. Für sein Sachbuch 'Es lebe Star Trek' wurde er mit dem 'Deutschen Phantastik Preis' ausgezeichnet. Seine SF-Trilogie 'Beyond Berlin' wurde für verschiedene Preise nominiert. Außerdem liefert er mit 'Ein Fall für die Patchwork Kids' eine eigene Jugendbuchreihe. Der Medienjournalist ist außerdem als Hörbuchsprecher, Podcaster und Moderator aktiv. Er ist Headwriter und Experte für den Fernsehsender SYFY, Chefredakteur des Corona Magazine und der TV-Klassiker und freier Mitarbeiter von Serienjunkies, Quotenmeter und im Printbereich bei der Geek! und dem Fedcon Insider. In diesen Funktionen liefert er seit zwanzig Jahren Rezensionen, Artikel & Kolumnen. Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 120
    Erscheinungsdatum: 20.03.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959361385
    Verlag: In Farbe und Bunt Verlag
    Serie: Beyond Berlin 2
    Größe: 778 kBytes
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Beyond Berlin

II. Hölle

Erstarrt blieb Yula stehen. Hinter ihr hatte etwas geknackt. Wie nah es war, vermochte sie nicht abzuschätzen. Angst kroch in ihr hoch.

Hatte sie den Kerl etwa immer noch nicht abgeschüttelt? Konnte er es überhaupt sein? Es war schließlich nicht so, dass sich zu dieser Zeit nur ein einziges perverses Schwein in den Straßen Berlins herumtrieb.

Sie rannte noch gut zweihundert Meter weiter und fand einen alten Eisenbahnwaggon, der zwar kein Dach mehr besaß, sonst aber noch in gutem Zustand zu sein schien. Sie war offenbar ganz in der Nähe des alten Güterbahnhofs. Seitlich hinter dem Waggon befand sich eine dunkle Ecke. Yula krabbelte hinein und lauschte. Nichts.

Für den Moment war sie erstmal sicher. Erschöpft lehnte sie sich gegen die kahle Seitenwand und atmete tief ein. Die Luft fühlte sich schmerzhaft kalt an. Wie lange war sie nun bereits draußen?

Ihre Eltern hatten ihr immer wieder eingebläut, sich an solchen Tagen nicht länger als drei Stunden den unwirtlichen Temperaturen auszusetzen. Doch heute waren es sicher schon acht. Yula ärgerte sich über ihre eigene Dummheit. Warum musste dieses verdammte Hilfspaket auch ständig verspätet sein?

Sie erinnerte sich, wie der Tag begonnen hatte.

Freudig erregt ob des monatlichen Hilfspaketes, das sich bald in ihren Händen befinden würde, war sie schon früh am Morgen aufgewacht und aus dem Bett gehüpft.

Zwar war der Andrang um diese Zeit am größten, doch manchmal traf sie auch ein paar Bekannte und konnte sich unterhalten. Denn auch wenn man nur die Hälfte der Geschichten glauben durfte, die bei solchen Gelegenheiten erzählt wurden, war das immer noch besser, als die ganze Zeit alleine zu verbringen.

Das Leben in Berlin war hart für Yula, seit ihre Familie in den Osten gegangen war. Sozialkontakte führten in der Regel zu Problemen, die man besonders als Frau lieber vermeiden wollte. Und Vertrauen gehörte ohnehin nicht zu ihren größten Stärken. Es war eindeutig besser, sich nur mit dem monatlichen Smalltalk zu begnügen.

Die Routine war dabei immer die gleiche. Man stellte sich in eine Reihe, die mit gelben Absperrbändern gekennzeichnet war. Dann ging es je nach Tagesform der Helfer im Charlottenburger Schloss im Schnecken- oder Schildkrötentempo voran. Man hatte also viel Zeit. Einige der Wartenden sprachen miteinander, andere schwiegen. Einige betranken sich, sodass sie ihr Paket am Ende gar nicht mehr annehmen konnten, oder sie führten Selbstgespräche. Von diesen beiden Sorten von Mitmenschen hielt man sich besser fern.

Am Anfang der Schlange überprüften Helfer die Rechtmäßigkeit des Anspruchs anhand des subkutanen Implantats und eines aktuellen Stempels des CIT. Außerdem wurden alle Anwesenden pingelig nach Waffen abgesucht. Ganz schlimm konnte es also eigentlich nie werden. Dort, wo man abgetastet wurde, standen für gewöhnlich auch mindestens fünfzig Uniformierte mit schweren Waffen herum. Auch auf kleinen Türmen waren einige platziert, die im Bedarfsfall für Ordnung sorgen konnten. 'Scharfschützen' hatte ihr Vater diese immer genannt.

Es war jedesmal eine ziemlich unwirkliche Situation. Als 'Tag der Hilfe' bezeichnete der Kanzler diesen monatlichen Termin und lobte sich und seine Regierung regelmäßig und überschwänglich für die wunderbare Unterstützung der Menschen in den dunklen Zonen. Doch warum fühlte man sich dann wie in einem Kriegsgebiet?

Wenn man nach vielen Stunden schließlich an der Reihe war, wurde erneut das subkutane Implantat ausgelesen. Es musste ja alles seine Ordnung haben. Erst dann durfte man mit einem kleinen nummerierten Zettel zur Ausgabe schreiten. Dort war die Schlange der Wartenden genau so lang wie am Eingang, aber das Absperrband war blau. Mit dem Hilfspaket unter dem Arm hieß es dann, den Rückweg anzutreten. In Yulas Fall war das nur ein Katzensprung, doch passierte es selbst auf derart kurzen Strecke oft, dass verzweifelte Mitmen

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