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Blendwerk Die dunklen Fälle des Harry Dresden 15 von Butcher, Jim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2014
  • Verlag: Feder & Schwert
eBook (ePUB)
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Blendwerk

Harry Dresden steht ein schlechter Tag bevor, denn als Winterritter der Königin der Luft und der Dunkelheit weiß er nie, welche Ränke Mab gerade schmiedet und wie seine Rolle darin aussieht. Üblicherweise hat sie Übles mit ihm im Sinn. Doch diesmal kommt es besonders dick.
Mab hat Harry ausgeliehen, um eine alte Schuld zu begleichen, und nun muss er einer Gruppe übernatürlicher Schurken unter Führung eines seiner gefürchtetsten und verhasstesten Feinde, Nicodemus Archleone, helfen, Zutritt zum bestgesicherten Tresorraum im Niemalsland zu erlangen. Dabei geht es darum, keinem Geringeren als Hades, dem Gott der Unterwelt, selbst den legendären Heiligen Gral zu entwenden.

Jim Butcher, geboren 26. Oktober 1971 in Independence, arbeitet hauptberuflich als Computertechniker, nachdem er bereits im Management eines Fast-Food-Restaurants tätig war und eine Zeit lang von Haustür zu Haustür zog, um Staubsauger zu verkaufen. Jim Butcher lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in Missouri.

Butchers Urban-Fantasy-Serie 'Die dunklen Fälle des Harry Dresden' handelt von Harry Blackstone Copperfield Dresden, Chicagos einzigem Magier-Detektiv. Die Serie verbindet geschickt über den sehr bodenständigen Harry Dresden Fantasy und Realität. Harry ist ein echter Magier, der sich als Privatdetektiv in einem 'alternativen Chicago' durchschlägt, in dem Magie real ist, aber nur von ganz wenigen Menschen wahrgenommen wird.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 656
    Erscheinungsdatum: 17.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783867622202
    Verlag: Feder & Schwert
    Serie: Dresden Files Vol.15
    Größe: 2802 kBytes
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Blendwerk

1. Kapitel

I n meinem Kopf tickte eine Zeitbombe , und die einzige Person, der ich weit genug über den Weg traute, um in meinen Kopf zu spazieren und sie herauszuholen, hatte sich mehr als ein Jahr lang weder blicken lassen noch mit mir gesprochen.

Das war eine ganze Menge Zeit, um sich allerlei Fragen zu stellen. Wer war ich? Was hatte ich mit meinem Leben eigentlich angefangen?

Wem konnte ich trauen?

Die letzte dieser Fragen war ein Prachtexemplar. Sie plagte mich in Momenten des Zweifels. Manchmal wachte ich mitten in der Nacht auf und fragte mich, ob ich mein Vertrauen in die richtigen Leute gesetzt hatte. Manchmal, wenn ich mich aus welchen Gründen auch immer mutterseelenallein fühlte, nahm ich jede noch so kleine Kleinigkeit, die ich über jemand anderen wusste, ganz genau in Augenschein. Ich durchforstete jede Erinnerung auf winzige, subtile Hinweise, dass mir etwas am Wesen des anderen entgangen war.

Das machte mir Angst und veranlasste mich, mir vorzuwerfen, in der letzten Zeit einige schreckliche Fehler gemacht zu haben. Es trieb mich dazu, etwas zu tun, zu handeln - nur war man, wenn man auf einer Insel in der Mitte des Michigansees festsaß, hinsichtlich der Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, um Dampf abzulassen, dezent eingeschränkt.

Ich hatte mich für meine übliche Vorgehensweise entschieden. Ich rannte durch die langen Tunnel, die mit Dämonen, Monstern und Wesen aus Albträumen bevölkert waren, weil diese verfügbarer waren als ein Fitnessstudio.

Diese Tunnel waren so breit wie die unterirdischen Straßen für den regen Pendlerverkehr unter Chicago, mit Wänden aus Erdreich und Gestein, durch die sich Dinge wanden, die wie Wurzeln aussahen, doch unmöglich zu einem Baum gehören konnten, da sie sich einfach zu tief unter der Erdoberfläche befanden. Alle paar Meter befand sich eine Ansammlung leuchtender, blassgrüner Quarzkristalle. In einigen dieser Haufen waren Gestalten eingeschlossen, die kaum größer waren als ein durchschnittlicher Hund. Andere besaßen die Größe von Häusern.

Ich war gerade damit fertig, über einen der riesigen Quarzhaufen zu kraxeln und schickte mich an, auf den nächsten zuzusprinten. Es war einer von drei, eine Kristallansammlung von der ungefähren Größe meines verblichenen Volkswagens.

"Parkour!", brüllte ich dem nächsten Haufen entgegen, stieß mich mit einer Hand ab, um mit meinem Körper auf Kopfhöhe über den Kristall zu gleiten, brachte auch den nächsten Kristallberg hinter mich, landete wieder auf den Füßen und blieb in Bewegung.

"Parkour!", johlte ich dem dritten zu und hechtete in einem langen Satz darüber hinweg. Der Gedanke dahinter war völlig klar. Auf den Händen landen, geschmeidig abrollen und elegant im Laufen wieder auf die Beine kommen. Aber es sollte nicht so kommen. Ich hatte den Sprung falsch eingeschätzt, mein Fuß blieb am Kristall hängen, ich legte eine wunderschöne Bauchlandung hin und knallte auf der anderen Seite des Hügels mit der Fresse voran in den Dreck.

Ich lag einige Zeit einfach nur da und rang nach der Luft, die es mir gerade aus der Lunge getrieben hatte. Auf die Nase zu klatschen, war beileibe nicht schlimm. Weiß Gott, das hatte ich in der Vergangenheit schon oft getan. Ich rollte mich auf den Rücken und stöhnte: "Du hast einfach viel zu viel Freizeit!"

Meine Stimme hallte durch Tunnel sieben von dreizehn.

"Parkour", antwortete ein entferntes Echo.

Ich schüttelte den Kopf, stemmte mich hoch und machte mich wieder auf den Weg. Durch einen der Tunnel unter der Insel Dämonenwind zu gehen, war immer wieder ein Erlebnis. Wenn ich rannte, kam ich recht schnell an den Kristallhügeln vorbei.

Wenn ich aber ging, verschaffte es den Gefangenen darin genug Zeit, zu mir zu sprechen.

"Lass mich jede deiner Begierden befriedigen", gurrte eine seidige Stimme in meinem Kopf, al

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