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Blutorks 2 Der Sklave von Frenz, Bernd (eBook)

  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
8,99 €
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Blutorks 2

Sie glauben an das Blut der Erde - und hüten ein uraltes Geheimnis!
Als Sklave wird der Blutork Urok in die Arena geworfen, wo er in brutalen Kämpfen sein Blut zur Belustigung des Menschen in den Sand vergießt. Doch hier lernt er, warum die Menschen, die als Einzelwesen so zerbrechlich sind, sein Volk besiegen konnten - und er erkennt einen Weg, wie er die Blutorks vom Joch des Tyrannen befreien kann ...

Bernd Frenz, Jahrgang 1964, schrieb schon früh Kurzgeschichten für Musik- und Rollenspielmagazine und gewann einen von Wolfgang Hohlbein ausgeschriebenen Storywettbewerb. Trotz einer kaufmännischen Lehre und eines Studiums der Betriebswirtschaft entschied er sich für eine Tätigkeit als freier Journalist und Romanautor, um seine Vorliebe für Abenteuer, Historie und Phantastik besser ausleben zu können. So gehörte er zu den Hauptautoren der SF/Fantasy-Serie "Maddrax", schrieb für den "Perry-Rhodan"-Kosmos und verfasste mehrere Romane zu dem Computerspielhit "Stalker".
Seit 2006 werden von ihm getextete Comics regelmäßig in dem renommierten US-Fantasy-Magazin "Heavy Metal" veröffentlicht. Die Blutorks sind sein bisher größtes Epos.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641039516
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Die Blutorks Bd.2
    Größe: 410 kBytes
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Blutorks 2

" DIE ARENA 9 (S. 109-110)

In dem aus schweren Steinquadern gemauerten Gewölbe war es Tag und Nacht gleichermaßen kühl wie trocken, aber das war auch schon das Beste, das sich über den Kerker der Gladiatoren sagen ließ. Hier unten lebten und schliefen zu viele Männer auf zu engem Raum, darum roch es penetrant nach Blut, Schweiß, Fieber und Exkrementen. Selbst tagsüber, wenn die meisten im Freien trainierten, verschafften die wenigen schmalen Luftschächte, die in der hohen Decke klafften, Benirs empfindlicher Nase kaum Linderung. Der laue Durchzug reichte einfach nicht aus, um den längst in allen Wänden festsitzenden Gestank zu vertreiben.

Nachts, wenn sich die Angeketteten dicht an dicht im Stroh oder auf dem nackten Boden drängen, war es natürlich noch viel schlimmer. Bis zum Wecken gab es keine Möglichkeit mehr, den Abtritt aufzusuchen, und da viele zu undiszipliniert waren, um den eigenen Körper entsprechend unter Kontrolle zu halten, füllten sich allenthalben offene Schüsseln und Krüge mit übel riechenden Inhalten. Manchmal, wenn einer an den Anstrengungen oder Verletzungen des Tages verstarb, mischte sich noch der Hauch des Todes unter die Ausdünstungen.

Die lautstarken Blähungen, die unter den Felldecken der Schlafenden erklangen, fielen da kaum noch ins Gewicht. In den Nächten vor den Kämpfen fanden viele Gladiatoren allerdings gar keinen Schlaf. Dann klirrten ihre durch eiserne Wandringe führenden Ketten, weil sie sich unruhig von einer Seite auf die andere warfen. Auch sonst wurde es niemals richtig leise. Eigentlich gab es immer ein paar Unentwegte, die in irgendeiner Ecke des verwinkelten Gewölbes miteinander flüsterten oder lachten, und wenn doch endlich alle in bleiernen Schlaf verfielen, war da immer noch das niemals versiegende Ächzen und Stöhnen, das viele beharrlich durch die Nacht begleitete, so wie andere dauerhaft schnarchten oder leise vor sich hin wimmerten.

All das störte Benir in seiner Konzentration, aber am meisten zerrten die Schmähungen an seinen Nerven, die immer wieder auf ihn einprasselten. "He, Einohr!", rief Kappok, der es besonders auf ihn abgesehen hatte, leise zu ihm herüber. "Alle wollen dich morgen Mittag sterben sehen!" Benir saß, weitab von allen anderen, ganz allein in einem rundum abgeschlossenen Käfig, inmitten des Hauptgewölbes. Das Stroh zu seinen Füßen war in der nun schon dreiundzwanzig Tage währenden Gefangenschaft kein einziges Mal gewechselt worden. Die widerwärtigen Speisen, die die anderen mit großem Appetit in sich hineinschlangen, rührte er nur selten an.

Auch das abgestandene Wasser, das sie ihm in Tonkrügen hinstellten, trank er nur widerwillig, denn es schmeckte, als hätten die Wachen zuvor hineinuriniert. Aber was blieb ihm anderes übrig? Auch ein Schattenelf konnte seinen Durst nicht unbegrenzt bezwingen, und er musste unbedingt bei Kräften bleiben und alle Martern ertragen, die sie ihm auferlegten. Wenn nicht um seiner selbst, dann doch um Nerks willen. Nerk, das war der Name, den er seinem kleinen Sohn in Erinnerung an dessen Mutter Nera gegeben hatte. "Sie kommen mit Schiffen aus Leru und Nokbok", stichelte Kappok weiter. "Sogar zu Fuß aus Vandor, Bersk und Pathan. Nur um mit eigenen Augen zu sehen, wie einer aus der Legion der Toten in Stücke gehauen wird. Sie wollen dich bluten sehen, hörst du? Sie wollen sehen, wie du vor ihnen im Staub verreckst.""

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