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Catron Die Melodie der Sterne. von Berger, Anja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2016
  • Verlag: Books on Demand
eBook (ePUB)
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Catron

Als die Studentin Kira Sanders einen verzweifelten Hilferuf hinter einer geheimnisvollen Melodie wahrnimmt, hält sie diese zunächst für ein Produkt ihrer Fantasie. Kurz darauf findet sie sich jedoch in einer mittelalterlich anmutenden, halb zerstörten Stadt wieder, die von grauenerregenden Kreaturen heimgesucht wird. Wurde sie gerufen, um die Menschen zu schützen oder verfolgt derjenige, der sie rief, ein gänzlich anderes Ziel? Mit Schrecken erkennt Kira, dass durch ihre Anwesenheit ein jahrhunderte alter Konflikt zwischen zwei magischen Schulen neu auflebt und dass man von ihr erwartet, sich für eine Seite zu entscheiden. Anja Berger machte ihre ersten Schreibversuche auf der Tapete des Esszimmers. Bereits damals entschied sie sich im Rahmen der Erklärung an die aufgebrachten Eltern, für das Genre Fantasy. Heute schleicht sie in unbeobachteten Momenten hinter den Laptop und attackiert die meist harmlos rastenden Tasten um ihre armen Protagonisten zu quälen. In solchen Phasen atmet ihre Umgebung auf, da sie dann mögliche Mitbewohner oder Besuch nicht bereits um sechs Uhr morgens mit gnadenlos guter Laune und Gesprächsbereitschaft nervt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 664
    Erscheinungsdatum: 26.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783741206221
    Verlag: Books on Demand
    Größe: 2423kBytes
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Catron

Kira

"Freunde, Sonne und Musik. Viel Musik. Das macht das Leben schön!" Kira Sanders, Musikstudentin, Düsseldorf

Kira sah ihre Freundin ungläubig an. "Er hatte wirklich keinen sauberen Löffel?"

Sonja kicherte.

"Nein, hatte er nicht. Und das Beste kommt erst. Er hat sein komplettes schmutziges Geschirr in den Ofen gestellt, damit es ordentlich aussah. Als er nun einen Löffel brauchte, ..."

"Hat der Kerl keine Spülmaschine?"

Sonja antwortete mit einem betont unschuldigen Augenaufschlag.

"Das schon ... da waren drei Tassen drin. Saubere Tassen und da kann man ja schlecht das dreckige Geschirr dazustellen."

Kira prustete los. Mark, der neueste mögliche Freund von Sonja würde sich wahrscheinlich nicht allzu lange halten.

"Da hat wohl früher immer Mama aufgeräumt. War das Essen wenigstens gut?"

"Ja, und der Rest auch!"

Das hörte sich schon anders an.

"Du triffst ihn also noch einmal?"

Sonja legte den Kopf zurück und betrachtete intensiv die wenigen Wolken, die am Himmel vorbeizogen. "Doch, aber nur in meiner Wohnung!"

Beide lachten. Dann gähnte Sonja und strich sich die blonden Strähnen hinter die Ohren.

"Wann fängst du an zu arbeiten?"

Kira ließ sich nach hinten ins Gras fallen. Arbeit war nicht das, woran sie im Moment denken wollte. Allerdings war Geld durchaus nötig. Kellnern oder Callcenter. Beides war im Semester möglich. Gestern hatte ihre Suche ein Ende gefunden. Kellnern am Medienhafen.

"Nächste Woche das erste Mal. Sie bestehen in dem Café auf knielangen Röcken. In Schwarz!"

Sonja warf ihr einen belustigten Blick zu. Kira trug Jeans, wie immer. Die ausgelatschten Sneakers hatte sie achtlos neben sich ins Gras geworfen. Das T-Shirt, geringelt in Pink und Orange, zierten einige Grasflecke. Die langen braunen Haare hatte sie lieblos mit einem gelben Haargummi im Nacken zusammengefasst. Kira konnte sich lebhaft ausmalen, was gerade in Sonjas Kopf vorging. Ihr war es zuzutrauen, dass sie in dem Café einkehrte, nur um ein Foto zu machen.

"Hast du überhaupt einen schwarzen Rock?"

Sonja grinste immer noch.

"Ja, exakt einen, fürs Orchester."

Kira zwinkerte ihrer Freundin zu. "Den hatte ich auch beim Vorstellungsgespräch an. Ist aber gar nicht nötig. Ich kriege einen gestellt. Mit dem Logo von dem Laden." "Ich komme vorbei, wenn du da arbeitest. Das muss ich sehen!"

"Bring Mark mit. Pass nur auf, dass er keine Löffel einsteckt, um seinen Vorrat aufzufüllen."

Ein breites Grinsen erschien auf Sonjas Gesicht.

"Vielleicht schenke ich ihm einen zum Geburtstag." Sie wischte sich demonstrativ über die Stirn. "Kellnern ... Das ist das Letzte, was ich machen würde! Warum nichts Musikalisches? Mit einer Band auf Tournee, das wäre was!"

"Du hast Träume."

Kira verdrehte die Augen. "Davon einmal abgesehen. Ich kenne keine Band, die gerade eine klassische Flötistin sucht."

"Gründe doch selbst eine."

Sonja war offensichtlich nicht bereit, ihre Idee so schnell aufzugeben. "Außerdem spielst du nicht bloß Klassik. Du kannst auch improvisieren!"

Kira hob die Schultern. Von der Musik zu leben war einer der Träume, der sich hartnäckig hielt. Kein sehr realistischer Traum und schon gar keiner, der ihr das nächste Semester finanzieren würde.

Sonja sah sie herausfordernd an. "Falls du genug Geld hättest und machen könntest, was du wolltest, was würdest du tun?"

Kira breitete die Arme aus. "Die Flöte einpacken und reisen. Bretagne, Irland ..."

"Europa? Also wenn ich Geld hätte ..."

Sonja deutete auf den Kondensstreifen eines Flugzeugs. "Mich würdest du vor Thailand oder Indien gar nicht zu fragen brauchen! Goa, Seychellen, Dominikanische Republik, Mauritius ... Was zieht dich nach Frankreich?"

"Die Musik!"

Kira begann zu pfeifen und Sonja schüttelte den Kopf. "Folk?"

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