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Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas Roman von O'Malley, Daniel (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas

Die coolste, liebenswerteste und witzigste Heldin der Urban Fantasy.
"Der Körper, in dem Du steckst, hat einmal mir gehört." Das ist sicherlich nicht das erste, was man lesen möchte, nachdem man aus einer tiefen Bewusstlosigkeit erwacht. Erst recht nicht, wenn man von Leichen umgeben ist und jede Erinnerung verloren hat. Doch Myfanwy Thomas findet sich in genau dieser Situation wieder, und ihr bleibt kaum eine andere Möglichkeit, als den Anweisungen der mysteriösen Briefschreiberin zu folgen. Aber kann sie ihr trauen? Ist Myfanwy wirklich ein Rook, eine ranghohe Agentin, die Großbritannien gegen übernatürliche Bedrohungen verteidigt? Sie wird es herausfinden ...

Daniel O'Malley absolvierte die Michigan State University und erwarb an der Ohio State University einen Master-Abschluss in mittelalterlicher Geschichte. Dann kehrte er in seine Heimat Australien zurück. Er arbeitet jetzt für das Australian Transport Safety Bureau und verfasst Pressemitteilungen für Regierungsuntersuchungen von Flugzeugabstürzen und außer Kontrolle geratenen Booten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641234270
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Rook
    Größe: 1733 kBytes
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Codename Rook - Die übernatürlichen Fälle der Agentin Thomas

2

Ihre erste Enttäuschung darüber, dass sie auf einen Koffer mit Unterlagen statt auf eine Sammlung von Hightech-Geräten oder Goldmünzen gestoßen war, wich rasch der Faszination. Sie hatte keine Ahnung gehabt, was sie finden würde, und vermutlich waren Briefe ebenso sinnvoll wie alles andere. Hoffentlich hatte Myfanwy Thomas Instruktionen für eine solche Situation hinterlassen. Aber hatte sie die Zeit, all das in Ruhe unter die Lupe zu nehmen? Sie riskierte einen Blick über die Schulter. Die vier Gestalten hatten sich nicht erhoben und kamen nicht auf sie zu, sondern hatten aufgehört zu zucken und lagen nun regungslos da. Und auch die Bankangestellte machte keine Anstalten aufzuwachen. Sie sog nachdenklich die Unterlippe zwischen die Zähne und wog ihre Möglichkeiten ab. Dann siegte die Vernunft über die Neugier. Scheiß drauf, ich lese es im Wagen.

Sie stopfte sich den ersten Umschlag mit der Zahl 3 in ihre Gesäßtasche, wuchtete die beiden Koffer, die erheblich schwerer waren, als sie vermutet hatte, aus dem Schrankschließfach und stellte sie auf den Boden. Dann rollte sie sie aus dem Gewölbe und manövrierte sie dabei sorgfältig um die am Boden liegenden Körper herum zum Aufzug. Der brachte sie im Nu in die Lobby.

Bleib ruhig, sagte sie sich. Ganz ruhig. Nicht jeder in der Bank trägt Latexhandschuhe. Genau genommen trug überhaupt niemand Handschuhe, und überhaupt schien sich keiner auch nur im Geringsten für sie zu interessieren. Das wird sich ändern, wenn jemand auf die Idee kommt, in sein Schließfach zu sehen, dachte sie und eilte nach draußen. Die Treppe vor der Bank bereitete ihr einige Probleme. Aber der Fahrer bemerkte es, kam ihr entgegen und verstaute zuvorkommend ihr Gepäck im Wagen. Myfanwy dankte ihm und nahm im Fond Platz.

"Fahren Sie los", sagte sie. "Fahren Sie einfach los, bitte." Sie lehnte sich etwas zittrig zurück und konzentrierte sich auf ihre Atmung und darauf, keinen Herzinfarkt zu bekommen.

Okay, du bist in Sicherheit, sagte sie sich. Was jetzt? Sie nahm den Umschlag aus der Tasche und riss ihn auf.

Liebe Du,

die Chance, dass Du das hier liest, ist hauchdünn bis nicht-existent. Wer würde schon Unsicherheit und vage formulierte Warnungen einem neuen Leben in Wohlstand und Luxus vorziehen? Ich kann nur annehmen, dass du enorm unter Stress geraten bist, die Haut von anderen berührt und sie damit paralysiert hast. Oder geblendet. Oder sie haben ihre Fähigkeit zu sprechen verloren. Oder sich eingenässt. Oder es ist einer der etlichen anderen Effekte eingetreten, die ich an dieser Stelle nicht anreißen möchte. In jedem Fall erinnere ich mich an das Gefühl, wenn einem das zum ersten Mal passiert. Es ist, als würde sich eine Tür in dir öffnen, stimmt's? Als wärst du von einem Lastwagen überfahren worden. Man kann es nicht ignorieren. Also, selbst wenn du lieber das andere Schließfach aufgemacht hättest, wonach du übrigens den Rest deines Lebens als Jeanne Citaux gelebt hättest, bin ich froh, dass du diese Entscheidung getroffen hast.

Nimm jetzt die beiden Koffer und begib dich zu der unten aufgeführten Adresse. Mit dem Schlüssel in diesem Umschlag kommst du in die Wohnung, und da solltest du sicher sein. Offiziell gibt es keinerlei Verbindung zu mir und der Wohnung. Öffne den nächsten Umschlag erst, wenn du dort angekommen bist. Versuche dafür zu sorgen, dass niemand dir folgt.

Dieser Brief war nicht unterschrieben, und der Schlüssel, den sie aus dem Umschlag fischte, hatte keine besonderen Kennzeichen. Die angegebene Adresse stimmte mit keiner auf ihren beiden Führerscheinen überein und gehörte offenbar zu irgendeiner Wohnung. Sie steckte Brief und Schlüssel in die Tasche und nannte dem Fahrer das nächste Ziel mit dem Hin

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