text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Codex Sanguis - Gesamtausgabe von Pax, Rebekka (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.12.2017
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Codex Sanguis - Gesamtausgabe

Septemberblut: Los Angeles: Nach dem Freitod ihres Bruders erbt Amber Connan eine geheimnisvolle Waffe. Der Unsterbliche Julius Lawhead hat den Auftrag eben dieses Messer zu finden, und er setzt alles daran um sein Ziel zu erreichen. Bald schon geraten die beiden sehr unterschiedlichen Charaktere immer tiefer zwischen die Fronten eines erbitterten Krieges zweier Unsterblichen-Clans. Ein Kampf, den sie nur gemeinsam überstehen können. Flammenmond: In einem Kino in Los Angeles lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt. Als ein Mitglied auf einer Reise nach Arizona entführt wird, brechen die sterbliche Amber Connan und Vampirjäger Julius Lawhead auf, den Freund zu retten. Doch der Entführer, der mächtige Vampirmeister Nathaniel Coe, fordert ein anderes Clanmitglied zum Tausch. Julius willigt ein und setzt mit seinem schrecklichen Versprechen alles aufs Spiel. Sellenfänger: Der Tod geht um in Los Angeles. Immer wieder verschwinden Menschen spurlos und kurz darauf auch die ersten Vampire. Amber und Julius machen sich auf die Suche nach den Tätern und kommen einem unheimlichen Voodoo Priester auf die Spur und sehen sich einem schier übermächtigem Feind gegenüber. Der Hexer kämpft mit allen Mitteln. Bald geht es nicht mehr nur um die Aufklärung eines Verbrechens. Denn Julius Seele ist in Gefahr! Ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der auch Amber alles abverlangt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 1568
    Erscheinungsdatum: 07.12.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962150426
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1656 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Codex Sanguis - Gesamtausgabe

BUCH 2

Julius

Curtis' Befehl, Amber Handschellen anzulegen, damit sie für die Vampire des Lafayette keine Gefahr darstellte, war unumstößlich, auch wenn sich alles in mir dagegen wehrte. Ich hatte ihr Vertrauen ausgenutzt, damit sie mir trotz der verbundenen Augen die Hände reichte, wohl wissend, dass ich damit einen tiefen Keil zwischen uns trieb. "Es tut mir leid, dir wird nichts geschehen", brachte ich heraus, ehe Steven blitzschnell die Handschellen schloss. Als sie mit einem leisen Klacken einrasteten, erstarrte Amber für den Bruchteil einer Sekunde - und verwandelte sich im nächsten Moment in eine Furie.

Mit aller Kraft, die ihr menschlicher Körper aufbringen konnte, warf sie sich uns entgegen. Sie schrie so laut, dass man es sogar auf der Straße hören musste.

Steven bekam einen saftigen Tritt ab, ich einen zweiten, der überraschend genau mein Knie traf. Steven hielt ihre Hände fest, während ich ihren Körper umklammerte. Wir hätten ihr mit Leichtigkeit die Knochen brechen können.

"Tu ihr nicht weh, Steven!", schrie ich. "Bitte!"

Ich riss die Augenbinde von ihrem Kopf. "Amber, Amber, beruhige dich!"

Keine Chance. Das Messer, das in ihrem Gürtel steckte, sandte in alle Richtungen Morddrohungen aus.

Stevens Gesicht war schmerzverzerrt.

Dava, die nicht viel älter war als er, rannte in Panik davon. Und auch ich hatte das Gefühl zu verbrennen.

Ambers Körper strahlte heiß wie glühende Kohlen.

Unter Aufbietung meiner gesamten Willenskraft riss ich ihr das Messer aus dem Gürtel.

Sobald ich es berührte, zerrte ein heftiger Sog fast alle Lebensenergie aus meinem Leib. Es fühlte sich an, als hätte mir jemand mit einem Ruck alle Nerven aus den Gliedern gerissen.

Ich schrie auf, ließ die Waffe fallen und taumelte zur Seite.

Meine Hand brannte wie Feuer. Ich wagte kaum, sie anzuschauen, sah im Geiste verkohlte Stümpfe anstelle der Finger, dachte an den sterbenden Vampir, den das Messer getroffen hatte. Doch mir war nichts passiert.

Amber verstummte. Ihr Brustkorb bebte, und sie starrte wie ein in die Enge getriebenes Tier in die Runde.

Aber sie besaß Kampfgeist, und sie war noch lange nicht bereit, aufzugeben.

Plötzlich ließ sie sich auf den Boden fallen und warf sich mit aller Kraft in Richtung Messer.

Steven wurde vorwärtsgerissen, doch zum Glück hatte er die Handschellen fest im Griff. Als Amber merkte, dass sie gegen ihn nicht ankam, gab sie endlich auf und blieb liegen.

Ich stützte mich schwer atmend gegen die Wand.

Die verlorene Energie kehrte nicht zurück. Mein Körper war ausgelaugt wie nach einer mehrwöchigen Fastenkur. Ich blinzelte immer wieder, doch der Raum wollte einfach nicht aufhören, sich zu drehen. Amber schien sich auf dem Boden zu krümmen und doch wieder nicht, der Teppich unter ihr kreiste und die Muster darin verwischten sich zu verschwommenen Flächen.

Für einen Augenblick herrschte gespenstische Ruhe.

Brandon, der indianische Vampir, war hinter seine Dienerin getreten, als könne sie ihn vor dem Messer beschützen. Er starrte die Waffe auf dem Boden an, als würde sie jeden Moment zum Leben erwachen.

Eivi und Manolo hatten sich sogar bis in den Eingang unseres Versammlungsraumes zurückgezogen. Alle schienen darauf zu warten, dass ich etwas tat.

Das scharfe Klackern von High Heels durchbrach die Stille. Kathryn kehrte mit einer hölzernen Schachtel und einem Pullover in der Hand zurück. Abwartend hielt sie mir beides hin. Das Messer war nicht ihr Problem, sondern meines.

"Mach schon, Julius", sagte sie schneidend. Sie hatte mir nichts zu befehlen, doch ich wusste, dass die Order von Curtis kam.

Erschöpft stieß ich mich von der Wand ab, wickelte mir den dicken Wollstoff um die Hand, hob das Messer auf, ohne dass mir etwas geschah, und legte es vorsichtig in die Holzkiste.

Sobald Kathryn den Deckel geschlossen hat

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen