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Damaged von Marou, Piper (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.04.2015
  • Verlag: Amrûn Verlag
eBook (ePUB)
2,99 €
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Damaged

Jeden Tag geschehen Dinge, die unser Leben ändern, Dinge, die unsere Seelen beschädigen. Wir alle sind angeschlagen. Wir wurden verletzt und haben vielleicht die falschen Konsequenzen daraus gezogen. Einiges haben wir uns auch selbst angetan, uns selbst verletzt. Wir zerstören uns innerlich, solange, bis es keinen Ausweg mehr gibt. Piper Marou erzählt in 8 Kurzgeschichten schonungslos über die Abgründe der Menschheit Band 5 der Amrûn Horror-Reihe

Piper Marou erzählt lieber Geschichten, statt etwas über sich, daher nur soviel: sie lebt mit Freund und Tieren im schönen Frankenland. Übers Bloggen kam sie in die Literaturszene und zum Hobby Lesen kam das Schreiben, was zu ersten Veröffentlichungen führte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 100
    Erscheinungsdatum: 06.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783944729824
    Verlag: Amrûn Verlag
    Serie: Amrun Horror Bd.5
    Größe: 366 kBytes
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Damaged

A

Tommy erinnerte sich genau, wie er sich gefreut hatte, endlich auf die High School zu kommen. Weg von der Middle School, näher ans echte Leben. Obwohl er weg von seinen Freunden musste, konnte er es kaum erwarten, seinem Traum wieder ein bisschen näher zu kommen. Er war bereit dafür gewesen, gespannt, was ihn erwartete.

Die erste Woche verging und es war seltsam. Da er eine Schule besuchte, die weiter von seinem Ort entfernt lag, kannte er kaum jemanden. Aber Tommy war stets offen gewesen, hatte es immer geschafft, Freunde zu finden. Egal ob Urlaub oder Sommercamp, er war nie alleine geblieben, hatte seinen Spaß gehabt.

Nur an der neuen Schule nicht.

Es fing harmlos an, ein paar Rempler in den Schulgängen, Lachen, wenn ihm etwas runterfiel. Leider war das häufiger der Fall, denn seine Koordination war nicht die Beste. Aber er machte sich nichts draus, lachte einfach mit.

Im Sportunterricht mussten dann alle feststellen, dass Tommy nicht wirklich zu gebrauchen war. Seine Kameraden machten sich über ihn lustig, als er beim Laufen stolperte und hinknallte. Obwohl es ihm sehr peinlich gewesen war, stand er grinsend wieder auf und schloss sich dem Lachen der anderen an.

Dass Tommy für Football zu schmächtig und für Baseball zu ungeschickt war, war an dieser sportbegeisterten Schule ein herber Schlag, dennoch steckten sie ihn ins Fußballteam, da er zumindest schnell war, dafür aber zu unkoordiniert, sodass er oft auf der Ersatzbank landete. Trotzdem war er froh, in einem Team zu sein. Es war ein Anfang, akzeptiert zu werden. Und dass er das schaffen würde, daran hatte Tommy keinen Zweifel.

In der Umkleidekabine versuchte er oft, ein Gespräch zu starten, doch niemand beachtete ihn. Klar, die kannten sich auch alle - da passte jemand Neues einfach nicht rein. Er würde geduldig sein müssen und sich langsam eine Basis aufbauen.

Leicht war das nicht, wenn man von allen Seiten ignoriert wurde. Von seinen Lehrern natürlich nicht, seine Noten waren wie gehabt gut und er tat alles, damit es so blieb.

Aber es fehlte ihm die Kommunikation. Nach dem Training war er oftmals erst spät zu Hause und hatte dann noch seine Hausaufgaben zu erledigen. Da gab es wenig Zeit, seine Freundschaften im Ort zu pflegen. Der Stoff war anspruchsvoller, als er es von der Middle School gewohnt war, und so verbrachte er auch die Wochenenden alleine, um zu lernen, wollte seine Eltern und sich selbst nicht enttäuschen.

Tommy wollte Anwalt werden. Schon von klein an hatte er großes Mitgefühl den Hilflosen gegenüber und als Anwalt konnte er ihnen helfen. Das war sein Traum und dafür würde er alles geben.

Aus diesem Grund passte er abends auf die kleine Sam auf, um sich Collegegeld zu verdienen. Es war zwar noch ein paar Jahre hin, doch er wusste, dass es seinen Eltern schwerfallen würde, ihm das College zu finanzieren. Aber er würde alles dafür tun, immerhin hatte er sich nicht umsonst für seine derzeitige Schule entschieden. Sie hatte einen besseren Ruf, als die in seinem Ort. Die St. James High hatte schon so einige erfolgreiche Absolventen vorzuweisen, die Karriere in New York und anderen Großstädten machten.

Es kam ihm nicht aufs Geld an, er wollte einfach helfen: den Schwachen, den Unterdrückten, den Armen.

Die Monate vergingen und nichts änderte sich. In den Pausen war er allein, ebenso wie an den Wochenenden. Doch es störte Tommy nicht, er hatte sich damit abgefunden, zu den Außenseitern zu gehören. Er hatte es aufgegeben, sich seinen Mitschülern aufzudrängen, akzeptierte, dass sie eine eingeschworene Gemeinschaft waren, die Außenseiter und andere nur schwer zuließ. Er war mit seinen Lehrern und dem Stoff zufrieden, seine Noten verbesserten sich von Prüfung zu Prüfung

Außerdem war er nicht de

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