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Dark Worlds von Wallon, Alfred (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.04.2015
  • Verlag: Verlag Torsten Low
eBook (ePUB)
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Dark Worlds

Die Welt in der nahen Zukunft - oder das, was von ihr noch übrig geblieben ist: Ein lebensfeindlicher und gesetzloser Ort, an dem Menschen zwischen Teermeeren und trockenen Wüsten einen knallharten Überlebenskampf führen. Angeführt vom jungen Ryan, dessen Pflegeeltern einem Mord durch Outlaws zum Opfer gefallen sind. Dabei hat Ryan neben seiner Rache an den Mördern noch ein weiteres Ziel vor Augen: Er will das sagenumwobene geheime Tunnelsystem tief in den Ausläufern des nördlichen Grand Canyons finden, wo angeblich Luther Collins, ein legendärer General, seine letzte Zuflucht gefunden hat. Mit Hilfe von Collins atomaren Waffenschatz will Ryan endgültig das Böse von dieser Welt verbannen. Ryan ahnt jedoch nicht, dass sein Schicksal und das des einstigen Generals auf untrennbare Weise miteinander verbunden sind. Denn zum einen führt die Spur der flüchtigen Mörder genau an diesen Ort, und zum anderen liegt das Schicksal der gesamten Region in seiner Hand und der von Luther Collins ...

Alfred Wallon ist seit 30 Jahren als Schriftsteller tätig und hat bis heute 150 Heftromane und 35 Taschenbücher, Hardcover und Paperbacks in allen gängigen Genres der Spannungs- und Unterhaltungsliteratur veröffentlicht. Sein Faible gilt dem historischen Western. Seit 2007 ist er verstärkt im Buchsektor tätig und publiziert bei den Verlagen Persimplex, Mohlberg und BLITZ sowie Hörbücher im Action-Verlag. Mit seinen Buchserien CIVIL WAR CHRONICLES, RIO CONCHO und PATHFINDERS ist er regelmäßig mit neuen Titeln im Buchhandel präsent und dokumentiert auf diese Weise, dass ein historischer Western auch heute noch seine Leser findet. Seit Sommer 2006 ist Wallon Mitglied bei den Western Writers of America. In Zusammenarbeit mit dem englischen Western-Autor David Whitehead veröffentlichte Wallon zwei historische Western-Romane beim Verlag Robert Hale in London unter dem gemeinsamen Pseudonym Doug Thorne. Der Autor ist mit einer Geschichte im 'Fluch des Colorado River' vertreten und hat mit 'Dark Worlds' einen faszinierenden Genremix aus Science Fiction, Fantasy und Western vorgelegt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 488
    Erscheinungsdatum: 13.04.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783940036858
    Verlag: Verlag Torsten Low
    Größe: 632 kBytes
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Dark Worlds

1

as Wetter änderte sich schlagartig. Von Westen her zogen dichte Nebelschleier in Richtung der kurvigen und holprigen Straße. Noch waren sie ein gutes Stück entfernt - aber es würde nicht mehr lange dauern, bis die weißlichen Schleier die Stelle erreicht hatten, wo die beiden Männer auf ihren Pferden das Gelände durchkämmten und wachsam nach allen Seiten spähten.

Ryan bemerkte den sorgenvollen Blick seines Vaters, der den aufziehenden Nebel beobachtete. Was er entdeckte, gefiel ihm nicht.

"Das sieht nicht gut aus", murmelte er. "Wir sollten so schnell wie möglich umkehren. Wenn der Nebel weiter in unsere Richtung zieht, bedeutet das Gefahr."

"Und was ist mit den Rindern?", wollte Ryan wissen. "Wenn wir jetzt die Suche abbrechen, werden wir sie nie wieder finden. In den Salznebeln verlieren sie ganz die Orientierung und dann ..."

Sein Vater wusste, was Ryan ihm damit sagen wollte. Die Bewohner des Grenzlandes kannten die Gefahren der nahe gelegenen Teersümpfe. Schon bei normalem Wetter war es riskant, in dieses schwer zugängliche Gebiet einzudringen. Denn dort lauerten namenlose Schrecken, die jeder der Farmer und Siedler in dieser einsamen Gegend genau kannte.

Deshalb war es besser, rasch umzukehren und darauf zu hoffen, dass sich die Salznebel wieder verzogen. Denn mit dem Nebel wagten sich auch die grausamen Geschöpfe aus den Tiefen der Sümpfe heraus. Sie hatten schon so manchen getötet, der sich zu lange hier draußen aufhielt.

"Wir könnten es trotzdem schaffen, wenn wir uns beeilen", meinte Ryan und schaute seinen Vater auf eine Art und Weise an, die diesem einen leisen Fluch entlockte.

"Junge, mir gefällt das nicht", gab Paul Foster zu bedenken. "Deine Mutter wird sich Sorgen machen. Sie hat die Nebel bestimmt auch schon bemerkt."

"Aber wenn wir die Rinder nicht wiederfinden, bedeutet das einen herben Verlust für uns", beharrte Ryan auf seiner Meinung. "Du hast selbst gesagt, dass es ein hartes Jahr für uns werden wird - oder?"

"Junge, manchmal frage ich mich wirklich, woher du diesen Mut nimmst", erwiderte sein Vater. "Aber gut - ich bin einverstanden. Du folgst dem Lauf der Straße und ich sehe mich da drüben etwas um. Aber achte darauf, dass du nicht zu tief ins Gebüsch vordringst, sonst ..."

"Kümmere dich nicht um mich - ich passe schon auf", winkte Ryan ab. "In einer halben Stunde treffen wir uns wieder hier."

Mit diesen Worten gab er seinem Pferd die Zügel frei und trieb es mit einem sanften Druck seiner Schenkel an. Auch sein Vater ritt langsam weiter und war schon bald aus Ryans Blickfeld verschwunden. Keine Hufschläge mehr, keine sonstigen Geräusche - auch der Wind ließ jetzt wieder nach.

So war das immer, wenn die Salznebel aufzogen. Dann änderte sich das Wetter innerhalb einer Stunde. Auch die Temperatur stieg deutlich an - je näher der Nebel kam. Ryan wusste, was das bedeutete. Er und sein Vater hatten nicht mehr viel Zeit. Mit jeder weiteren Minute wuchs die Gefahr, der sich die beiden Männer aussetzten, solange sie sich in dieser Zone aufhielten. Niemand würde ihnen dann helfen können, denn es war ein ungeschriebenes Gesetz für die Grenzlandbewohner, Fenster und Türen zu schließen, wenn die Salznebel aufkamen (und zu beten, dass der Kelch diesmal an ihnen vorüberging).

Ein nervöses Schnauben durchbrach die Stille. Ryans Tier schien irgendetwas zu beunruhigen. Sofort zügelte Ryan das Pferd. Alles, was er sah, waren nur verdorrte Büsche und wild wucherndes Gestrüpp jenseits der alten Straße, die diesen Namen in Wirklichkeit gar nicht mehr verdiente, denn der Asphalt war an unzähligen Stellen aufgebrochen. Die Natur hatte sich im Lauf der Zeit wieder das zurückgeholt, was die Menschen ihr einst abgerungen hatten.

Selbst mit dem schweren Geländewagen, den sein Vater besaß und der wie durch ein Wunder immer noch funktionierte, war es ziemlich mühsam, über diese holprige Straße zu fahren

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