text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Erwachen des Feuers Draconis Memoria Buch 1 von Ryan, Anthony (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.09.2017
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)

19,99 €1

3,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Erwachen des Feuers

Im riesigen Gebiet von Mandinorien gilt Drachenblut als das wertvollste Gut. Rote, grüne, blaue und schwarze Drachen werden gejagt, um an ihr Blut zu kommen. Das daraus gewonnene Elixier verleiht den wenigen Gesegneten übernatürliche Kräfte. Doch das letzte Zeitalter der Drachen neigt sich seinem Ende zu. Kaum jemand kennt die Wahrheit: Die Drachen werden immer weniger und schwächer. Sollten sie aussterben, wäre ein Krieg Mandinoriens mit dem benachbarten Corvantinischen Kaiserreich unausweichlich. Alle Hoffnung des Drachenblut-Syndikats beruht auf einem Gerücht, nach dem es eine weitere Drachenart gibt, die weitaus mächtiger ist als alle anderen. Claydon Torcreek, ein Dieb und unregistrierter Blutgesegneter, wird von der obersten Herrschergilde in das wilde, unerforschte Inland geschickt, um einem Geschöpf nachzuspüren, das er selbst für reine Legende hält: dem weißen Drachen. "Mühelos verbindet Ryan Drachen- Fantasy mit Spionageroman und Seeabenteuer, meisterhaft und glaubwürdig." Publishers Weekly Anthony Ryan, geboren 1970 in Schottland, verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in London. Seit seinem großen Erfolg von "Das Lied des Blutes" gilt er als wichtigster britischer Fantasyautor der Gegenwart.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 832
    Erscheinungsdatum: 09.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608108972
    Verlag: Klett-Cotta
    Originaltitel: The Waking Fire
    Größe: 3038 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Erwachen des Feuers

Prolog

An: Vorstand des Eisenboot-Handelssyndikats

Zentrale Niederlassungen in Feros

Von: Lodima Bondersil - stellvertretende Direktorin der Abteilung Kerberhafen, Niederlassungen auf dem arradsianischen Kontinent

Datum: 29. Settemer 1578 (166. Tag des 135. Unternehmensjahrs nach Firmenzeitrechnung)

Betreff: Die Ereignisse in Zusammenhang mit dem Ableben von Mr. Havelic Dunmorn, Direktor der Abteilung Kerberhafen, Niederlassungen auf dem arradsianischen Kontinent

Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn Sie dieses Schreiben in Händen halten, werden Sie bestimmt schon mittels Blau-Trance vom Ableben meines Vorgesetzten, Mr. Havelic Dunmorn, erfahren und eine erste Schätzung der mit diesem tragischen Ereignis in Verbindung stehenden Todesfälle und beträchtlichen Materialschäden erhalten haben. Ich verfasse diesen Bericht in der Hoffnung, dass er mit jeglichen unsinnigen und falschen Gerüchten aufräumt, die von Konkurrenten oder Syndikatsmitarbeitern verbreitet werden. (Im Anhang finden Sie eine Liste der Personen, für die ich eine Kündigung bzw. vorzeitige Vertragsauflösung nahelege.) Es ist meine Absicht, eine vollständige und sachliche Darstellung der Ereignisse zu liefern, um dem Vorstand einen besseren Überblick über die Geschehnisse zu ermöglichen und die Entscheidungsfindung hinsichtlich der weiteren Vorgehensweise zu erleichtern.

Der fragliche Vorfall ereignete sich am 26. Settemer im und um das Hafen- und Ernteareal von Kerberhafen. Der Vorstand mag sich an Mr. Dunmorns Blau-Trance-Mitteilung vom 12. Dimester erinnern, in der er vom erfolgreichen Fang eines wilden Schwarzen durch die Freie Dienstleistergesellschaft der Kettenmeister im Rahmen einer ausgedehnten Expedition in die südwestlichen Regionen des arradsianischen Inlands berichtete. Außerdem möchte ich auf die letzten zehn Quartalsberichte dieser Außenstelle verweisen, in denen die zunehmende Sterblichkeit von in Gefangenschaft gezüchteten Exemplaren beschrieben wird, die bei Schwarzen besonders hoch ist. Bestimmt bedarf der Vorstand keiner Erinnerung, was die eingeschränkte Wirksamkeit von Produkt angeht, das von Jungtieren und Tieren aus Inzucht stammt. Deshalb wurde der Fang eines lebenden und gesunden wilden Schwarzen (dem ersten seit über zwölf Jahren) von allen Angestellten des Syndikats, gleich welchen Ranges, mit beträchtlicher Freude aufgenommen, bot er doch die Aussicht auf verbessertes Erbmaterial und hochwertige Erzeugnisse auf Jahre hinaus. Leider stellten sich diese Einschätzungen schon bald als voreilig heraus.

Der Schwarze - ein ausgewachsenes, zirka fünf Meter langes Männchen - erwies sich als äußerst schwer zu bändigen und ausgesprochen reizbar und neigte selbst sediert und mit angelegtem Maulkorb zu gefährlichen Angriffen. Mehrere Erntemeister wurden beim Ringen mit dem Tier verletzt, einer davon schwer. Das Ungetüm drückte ihn gegen die Wand des Pferchs, nachdem es sich mehrere Stunden lang schlafend gestellt hatte. Die Verschlagenheit der verschiedenen hierzulande heimischen Gattungen wurde zwar mehrfach von Erntemeistern und Naturkundlern dokumentiert, doch muss ich gestehen, dass ich angesichts der bösartigen Hinterlist dieses Exemplars ein gewisses Unbehagen verspürte, habe ich doch in all meinen Jahren auf diesem Kontinent dergleichen nie erlebt.

Neben seinen zahlreichen Gewaltausbrüchen weigerte der Schwarze sich auch noch, mit den in Gefangenschaft gezüchteten Weibchen zu kopulieren, und reagierte auf ihre Gegenwart entweder gleichgültig oder aggressiv. Auch scheuten die schwarzen Weibchen die Nähe ihres wilden Artgenossen. Allein bei seinem Anblick wurden sie unruhig und stießen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen