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Das Feuer der Dämonen Novellen von Brett, Peter V. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.12.2019
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Feuer der Dämonen

Dämonen sind der Schrecken der Nacht. Doch immer wieder gibt es Menschen, die es wagen, sich diesen Kreaturen in den Weg zu stellen. Einer von ihnen ist der junge Kurier Arlen, der auf seinen Missionen lernt, dass es neben Mut auch neue Ideen braucht, um in dieser gefährlichen Welt zu überleben - und der schon bald als der "Tätowierte Mann" den Menschen neue Hoffnung im Kampf gegen die Dämonen gibt. Denn Arlen ist nicht allein. Manchmal an seiner Seite, manchmal aber auch an entlegenen Orten, stehen Menschen auf und fangen an, sich gegen die Bestien der Nacht zu wehren. Menschen, die füreinander und für mehr Gerechtigkeit eintreten, wie die junge Brianne, wie der Waisenjunge Dorn oder wie Selia, die Dorfsprecherin. Menschen mit einzigartigen Schicksalen ... In "Das Feuer der Dämonen" sind erstmals alle vier Erzählungen des Bestsellerautors Peter V. Brett aus der Welt von "Das Lied der Dunkelheit" versammelt, zusätzlich mit drei bisher unveröffentlichten Bonusgeschichten sowie einem ausführlichen Anhang. Peter V. Brett, 1973 geboren, studierte Englische Literatur und Kunstgeschichte in Buffalo und entdeckte Rollenspiele, Comics und das Schreiben für sich. Danach arbeitete er zehn Jahre als Lektor für medizinische Fachliteratur, bevor er sich ganz dem Schreiben von fantastischer Literatur widmete. Mit seinen Romanen und Erzählungen aus der Welt von "Das Lied der Dunkelheit" hat er die internationalen Bestsellerlisten gestürmt. Peter V. Brett lebt in Brooklyn, New York.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 09.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641250584
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Demon Cycle Novellas
    Größe: 2886 kBytes
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Das Feuer der Dämonen

BRAYANS GOLD

324 NR

Halt still", knurrte Cob, während er die Rüstung anpasste.

"Ist gar nicht so einfach, wenn einem eine Stahlplatte in den Schenkel drückt", verteidigte sich Arlen.

Der Morgen war kühl, und erst in einer Stunde würde die Dämmerung einsetzen, aber Arlen schwitzte bereits mächtig in seiner neuen Rüstung - solide Platten aus getriebenem Stahl, die an den Stoßstellen durch Nieten und dünne, ineinander verhakte Ringe zusammengehalten wurden. Darunter trug er eine wattierte, gesteppte Jacke und gepolsterte Hosen, damit die Platten nicht in seine Haut schnitten, doch diese Untergewänder boten nur wenig Schutz, als Cob die Ringe fest anzog.

"Umso wichtiger ist es, dass ich das ganze Zeug richte", entgegnete Cob. "Je besser die Rüstung sitzt, umso geringer ist das Risiko, dass so etwas passiert, wenn du auf der Straße vor einem Horcling wegrennst. Ein Kurier muss schnell sein."

"Ich weiß nicht, wie ich auch nur halbwegs flott sein kann, wenn ich in eine Bettdecke gewickelt bin und siebzig Pfund Stahl auf dem Rücken herumschleppe", murrte Arlen. "Und dieses verdammte Ding ist heiß wie Feuerspucke."

"Wenn du erst einmal auf den windigen Pfaden unterwegs bist, die zu den Minen des Herzogs führen, wirst du noch froh sein, dass du so warm eingepackt bist", prophezeite Cob.

Arlen schüttelte den Kopf und hob den schweren Arm, um sich die Platten anzusehen, in die er mit einem winzigen Hammer und Meißel akribisch Siegel eingeritzt hatte. Die Schutzsymbole waren kraftvoll genug, um die meisten Dämonen abzuwehren, doch auch wenn er sich durch die Rüstung gut geschützt fühlte, gleichzeitig kam er sich vor, als sei er in ihr eingesperrt wie in einem Gefängnis.

"Fünfhundert Sonnen", bedauerte er. So viel hatte der Harnischer ihm für die Rüstung berechnet - und Monate für die Anfertigung gebraucht. Mit so viel Gold war Arlen der zweitreichste Mann in Tibbets Bach, dem Ort, in dem er aufgewachsen war.

"Man spart nicht an Dingen, von denen das eigene Überleben abhängt", mahnte Cob. Er war ein ehemaliger Kurier und sprach aus Erfahrung. "Wenn es um die Rüstung geht, dann sucht man sich den besten Waffenschmied in der Stadt, bestellt die stärkste, die es gibt, und berappt ohne mit der Wimper zu zucken die Kosten."

Mit dem Finger stach er auf Arlen ein. "Und versäume nie ..."

"... die Siegel selbst anzubringen", beendete Arlen den Satz unisono mit seinem Meister und nickte geduldig. "Ich weiß. Das hast du mir schon tausendmal unter die Nase gerieben."

"Und ich werde es noch zehntausend Mal wiederholen, damit es sich in deinen dicken Schädel einprägt." Cob hob den schweren Helm auf und stülpte ihn über Arlens Kopf. Die Innenseite war ebenfalls gepolstert, und er saß wie angegossen. Mit den Fingerknöcheln trommelte Cob kräftig gegen das Metall, aber Arlen hörte das Klopfen mehr, als dass er eine Erschütterung spürte.

"Hat Curk dir gesagt, zu welcher Mine es geht?", erkundigte sich Cob. Als Lehrling durfte Arlen nur für die Gilde reisen, wenn ein lizensierter Meister ihn begleitete. Die Gilde hatte ihn Curk zugeteilt, einem alternden und oftmals betrunkenen Kurier, der im Allgemeinen nur auf kurzen Routen arbeitete.

"Zu Euchors Kohlemine", antwortete Arlen. "Zwei Übernachtungen im Freien." Bis jetzt hatte er mit Curk lediglich Tagesreisen unternommen. Dies sollte seine erste Tour werden, auf der sie ihre tragbaren Bannzirkel auslegen mussten, um sich vor den Horclingen zu schützen, wenn sie am Straßenrand ihr Nachtlager aufschlugen.

"Zwei Nächte unter freiem Himmel sind viel für das erste Mal", gab Cob zu bedenken.

Arlen schnaubte durch die Nase. "Ich bin schon länger nachts draußen gewesen, da war ich erst zwölf."

"Und bist von diesem Ausflug mit Verletzungen zurückgekommen, die Ragen mit einem ganzen Yard Faden nähen musste, wenn ich mich recht entsinne", bemerkt

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