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Das Geheimnis der Seelenschiffe - Der Freibeuter Roman von Hobb, Robin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2019
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)

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Das Geheimnis der Seelenschiffe - Der Freibeuter

Um ihr geliebtes Seelenschiff zu retten, muss sie ihre Heimat in größter Not im Stich lassen. Althea Vestrit hält endlich ihr heiß begehrtes Schiffszeugnis in den Händen und kann nun alles daran setzen, ihre geliebte Viviace - das Seelenschiff ihrer Familie - zurückzugewinnen. Doch der Pirat Kennit hat die Viviace erobert und bemüht sich, die noch junge Persönlichkeit des Seelenschiffes in seinem Sinne zu beeinflussen. Bevor Althea aufbrechen kann, um ihn zu stellen, hält das Schicksal einen weiteren Schlag für sie und ihre Familie bereit: Eine Söldnerflotte nähert sich ihrer Heimat Bingstadt. Dieser Roman ist bereits in zwei Teilen erschienen unter den Titeln "Die Zauberschiffe 3 - Der blinde Krieger" und "Die Zauberschiffe 4 - Die Stunde des Piraten". Diese Ausgabe wurde komplett überarbeitet und aktualisiert. Robin Hobb wurde in Kalifornien geboren, zog jedoch mit neun Jahren nach Alaska. Nach ihrer Hochzeit zog sie mit ihrem Mann nach Kodiak, einer kleinen Insel an der Küste Alaskas. Im selben Jahr veröffentlichte sie ihre erste Kurzgeschichte. Seither war sie mit ihren Storys an zahlreichen preisgekrönten Anthologien beteiligt. Mit "Die Gabe der Könige", dem Auftakt ihrer Serie um Fitz Chivalric Weitseher, gelang ihr der Durchbruch auf dem internationalen Fantasy-Markt. Ihre Bücher wurden seither millionenfach verkauft und sind Dauergäste auf der New-York-Times-Bestsellerliste. Robin Hobb hat vier Kinder und lebt heute in Tacoma, Washington.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 01.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641253868
    Verlag: Penhaligon
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Das Geheimnis der Seelenschiffe - Der Freibeuter

Prolog

Eine Erinnerung an Flügel

Unter den Seeschlangen wogten die Seegraswiesen sacht in der Strömung der Gezeiten. Das Wasser hier war warm, so warm wie damals im Süden, bevor sie emigriert waren. Trotz Maulkins Erklärung, dass sie der Versorgerin mit dem silbrigen Rumpf nicht länger folgen würden, hing ihr lockender Duft dennoch weiter im Salzwasser. Und sie war auch nicht weit entfernt. Sie folgten ihr immer noch, wenn auch in einigem Abstand. Shreeva überlegte, ob sie ihn deswegen zur Rede stellen sollte, entschied sich aber dagegen. Besorgt betrachtete sie ihren Anführer. Die Verletzungen, die Maulkin bei seinem kurzen Kampf mit der weißen Seeschlange davongetragen hatte, heilten nur langsam. Die Wunden beeinträchtigten das Muster seiner Schuppen. Die goldenen Scheinaugen, die über seinen ganzen Körper verteilt waren und ihn als Propheten auswiesen, waren verblasst und schimmerten nur trüb.

Genauso fühlte sich Shreeva, blass und trüb.

Sie waren auf ihrer Suche nach "Der, die sich erinnert" weit gekommen. Maulkin war am Anfang ihrer Odyssee so zuversichtlich gewesen. Jetzt jedoch wirkte er ebenso verwirrt wie Shreeva und Sessurea. Die drei waren die Letzten, die von dem großen Knäuel Seeschlangen geblieben waren, das diese Wanderung einmal begonnen hatte. Die anderen aus ihrem Knäuel hatten das Vertrauen in ihr Unterfangen verloren und sich von Maulkin abgewandt. Als sie sie das letzte Mal gesehen hatten, waren sie einem großen, dunklen Versorger gefolgt und hatten sich ohne Sinn und Verstand an dem widerstandslosen Fleisch satt gefressen, das er ihnen lieferte. Doch das war schon vor vielen Gezeiten gewesen.

"Manchmal", vertraute Maulkin Shreeva an, als sie ruhten, "manchmal verliere ich meinen festen Punkt in der Zeit. Mir scheint es dann so, als wären wir hier schon einmal entlanggekommen, als hätten wir diese Dinge schon einmal getan, vielleicht sogar diese Worte schon einmal gesprochen. Manchmal ist meine Überzeugung so stark, dass ich glaube, das Heute wäre einfach nur eine Erinnerung oder ein Traum. Dann glaube ich, dass wir eigentlich nichts tun müssen, weil alles, was uns widerfahren ist, erneut geschehen wird. Oder vielleicht sogar längst passiert ist." Seine Stimme klang schwach und war ohne rechte Überzeugung.

Sie glitt neben ihn. Sie schwammen nebeneinander, wobei sie ihre Körper wellenförmig bewegten, und wedelten dabei nur so viel mit den Flossen, wie nötig war, um ihre Position zu halten. Unter ihnen schüttelte Sessurea plötzlich die Mähne und stieß eine schwache Giftwolke aus, um sie zu warnen. "Seht! Nahrung!", bellte er.

Eine Schule von Fischen kam silbrig schimmernd wie ein Segel auf sie zugeschwommen. Hinter den Fischen folgte ein anderes Knäuel von Seeschlangen. Sie hingen wie Schatten über dem Fischschwarm und fraßen von seinem Rand. Es waren drei rote, eine grüne und zwei blaue. Das Knäuel der Jäger war zwar nicht groß, aber sie wirkten lebhaft und gesund. Ihre glänzenden Häute und ihre prallen Körper bildeten einen auffälligen Kontrast zu den matten Schuppen und eingesunkenen Flanken von Maulkins Knäuel.

"Kommt", forderte Maulkin sie auf und führte sie zu den anderen, um gemeinsam mit ihnen zu fressen. Shreeva gab ein erleichtertes Trompeten von sich. Endlich konnten sie wieder ihre Bäuche füllen. Vielleicht gesellten sich die anderen ja sogar zu Maulkins Knäuel, sobald sie merkten, dass er ein Prophet war.

Ihre Beute waren keine einzelnen Fische, sondern eine ganze Schule, die silbrig glitzerte und das Auge verwirrte. Sie bewegten sich wie eine einzige Kreatur, und doch war es ein Geschöpf, das sich plötzlich aufteilen und um einen ungeschickten Jäger herumfließen konnte. Die Schlangen aus Maulkins Knäuel waren jedoch alles andere als ungeschickte Jäger, und alle drei folgten elegant den Fischen. Das andere Knäuel trompetete ihnen Warnungen zu, aber Shreeva konnte keine Gefahr entdecken. Mit einem kur

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