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Das Imperium aus Asche Draconis Memoria 3 von Ryan, Anthony (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.10.2019
  • Verlag: Klett-Cotta
eBook (ePUB)
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Das Imperium aus Asche

Im Krieg des weißen Drachen wird Freiheit mit Blut und Feuer bezahlt... Alles steht auf dem Spiel. Die zu bringenden Opfer sind hoch. Der letzte Hoffnungsschimmer liegt in einem uralten vergessenem Wissen. Mit das "Imperium aus Asche" legt Anthony Ryan den fulminanten Abschlussband der Draconis- Memoria-Trilogie vor. Ein unvorstellbar mächtiger Drache hat sich erhoben und führt eine Armee aus Bestien und Verderbten an. Das Überleben der ganzen Menschheit steht auf dem Spiel. Claydon Torcreek, ehemals ein kleiner Dieb und Blutgesegneter, die Agentin Lizanne Lethridge und der Kapitän Corrick Hilemore sind in verschiedene Erdgegenden versprengt. Aber sie stellen sich der todbringenden Macht entgegen, während die Welt vor ihren Augen in Flammen aufgeht. "Eine actionreiche Reihe voller Spannung und Lesevergnügen. Fans großer epischer Abenteuerfantasy wie ?Game of Thrones? sollten diese Serie auf keinen Fall verpassen." Booklist Anthony Ryan, geboren 1970 in Schottland, verbrachte die meiste Zeit seines Lebens in London. Seit seinem großen Erfolg von "Das Lied des Blutes" gilt er als wichtigster britischer Fantasyautor der Gegenwart.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 704
    Erscheinungsdatum: 26.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783608115680
    Verlag: Klett-Cotta
    Originaltitel: The Empire of Ashes
    Größe: 5466 kBytes
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Das Imperium aus Asche

I
Der Schatten des Tüftlers

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Aus dem Tagebuch von Miss Lewella Tythencroft -
Sanorah, den 27. Termester 1600
(211 Unternehmenszeitrechnung)

Ich erwachte aus einem neuen Traum von Corrick, wie ich es in diesen unruhigen Zeiten fast jeden Tag tue. Wenn - wie die unregelmäßigen Antworten auf meine zahlreichen Briefe an die Protektoratsmarine nahelegen - Leutnant Hilemore tatsächlich tot und nicht nur verschollen ist, hat er einen ruhelosen Geist hinterlassen.

Ich weiß, dass mein Humor unangebracht ist. Grausam sogar. Mir selbst gegenüber und der Erinnerung an den Mann, den ich geliebt habe (den du noch immer liebst, Lewella, mach dir nichts vor). Aber Humor ist immer noch besser als das Jammern und Klagen, das man von uns Frauen erwartet.

Dieser Traum unterschied sich wieder von den anderen. Die nächtlichen Besuche meines früheren Verlobten sind ausgesprochen abwechslungsreich, wenngleich sehr vage. Selbstverständlich habe ich auch früher schon von ihm geträumt, vor allem in den langen, schrecklichen Monaten, die wir getrennt waren, weil er in sklavischer Ergebenheit unseren Herren aus der Führungsschicht diente. Und ganz besonders während des ungerechten Gemetzels an den Dalzianern, welches das Syndikat als Niederschlagung eines "Aufstands" rechtfertigt. Bei den damaligen Träumen handelte es sich jedoch eher um Erinnerungen, ich suchte im Schlaf seine Gesellschaft, die mir im Wachsein verwehrt war. Spaziergänge im Park, Schäferstündchen zu zweit, fernab des stets wachsamen Blickes meiner Eltern, unsere zahllosen, wundervollen Gespräche. Früher habe ich die Träume von ihm geliebt, heute fürchte ich sie, denn Corrick ist darin immer in Gefahr.

Diesmal befand er sich an einem kalten, sehr weit entfernten Ort. Die Bilder sind stets unscharf, aber sein Gesicht ist deutlich zu erkennen, und neuerdings ist ihm anzusehen, dass eine schwere Schuld auf ihm lastet. Corrick neigt im Allgemeinen nicht zu übermäßiger Selbstbeobachtung, aber trotz seines Berufes ist er gefühlvoller, als viele meinen.

Ich tue es schon wieder, ich schreibe in der Gegenwart. Wie meinen unangebrachten Humor kann ich auch das nicht sein lassen. In meinem Herzen, wenn auch nicht in meinem Verstand, weiß ich, dass er am Leben ist ... und an einem sehr kalten Ort.

Ich habe ein weiteres Frühstück mit meinen Eltern überstanden, bei dem Vater sich wie üblich hinter einer Ausgabe des Aufklärers versteckte, während Mutter die Stille mit geistlosem Geschwätz füllte. In letzter Zeit, seit die Nachrichten aus dem In- und Ausland immer schlimmer werden, ist ihrem Gequassel eine gewisse Verzweiflung anzumerken. Ihre unzähligen Geschichten über Skandälchen und die Bekanntgabe von Verlobungen sowie ihre spitzen Kommentare wegen meiner nicht vorhandenen Aussichten auf diesem Gebiet trägt sie mit schriller Stimme und weit aufgerissenen Augen vor. Manchmal frage ich mich, ob sie versucht, eine Art Zauber zu wirken, als könnte dieser verbale Firlefanz die näher kommende Gefahr durch belanglose Normalität bannen. Aber die Gefahr ist echt und macht keinerlei Anstalten abzuebben.

"Feros verstummt", titelt der Aufklärer gewohnt unverblümt. Bislang gibt es noch keine Erklärung für das Schweigen der Stadt, dafür jedoch unzählige Spekulationen. Auf den Innenseiten finden sich schreckliche Einzelheiten zur letzten corvantinischen Revolution, die offensichtlich erfolgreich verlief. "Gesamte corvantinische Adelsschicht in einer einzigen Nacht niedergemetzelt", "Hunderte Todesurteile nach Scheinprozess", "Selbsternannter Regierungsrat unter Leitung einer berüchtigten kriminellen Diktatorin" und so weiter. Mehrere meiner Freunde von der Wählerrechtsallianz sind der Ansicht, dass es sich um Lügen handelt, die von der unternehmenskontrollierten Presse verbreitet werden, um Angst vor einer Rebellion zu schüren. I

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