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Das Isis-Tor Roman von Arold, Marliese (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2014
  • Verlag: Piper Verlag
eBook (ePUB)
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Das Isis-Tor

Ägypten - das geheimnisvolle Land der Pharaonen. Als die Archäologin Sonja dort eine Ausgrabung leiten soll, ist sie begeistert. Doch als sie am Ufer des Nil eintrifft, ereignen sich unheimliche Vorfälle. Warum ist ihr Vorgänger spurlos verschwunden, und was hatte er zu verbergen? Stimmt es etwa, was der Physiker Jonas behauptet: dass es mysteriöse Tore gibt, durch die man in die Vergangenheit reisen kann? Bei einem Ausflug in die Wüste gelangen Sonja und Jonas durch ein Portal ins alte Ägypten - 3000 Jahre vor unserer Zeit! Schon bald geraten sie in höchste Gefahr, da man die Fremden des Hochverrats bezichtigt. Nur die Anhänger des verbotenen Isiskults könnten ihnen noch helfen, denn sie wissen mehr über Zeitreisen, als wir uns vorstellen können ... Marliese Arold, 1958 in Erlenbach am Main geboren, arbeitet seit den Achtzigerjahren als freie Autorin. Ihre Zeitmaschinenserie 'ZM - Streng geheim' erlangte Kultstatus. Marliese Arold hat über 180 Kinder- und Jugendromane veröffentlicht, die in 20 Sprachen übersetzt wurden. In ihrer Freizeit zeichnet sie gern oder entspannt in der Hängematte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 15.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492981255
    Verlag: Piper Verlag
    Größe: 2971 kBytes
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Das Isis-Tor

Sonja spürte sofort, dass es diesmal die richtige Wohnung war, hell, freundlich und großzügig geschnitten.

"Erstbezug nach Renovierung", erklärte die Maklerin, die Sonja durch die Räume führte. "Echtholzparkett, kein Laminat. Ahorn."

Der Balkon war ein Traum. Ebenso der Blick. Man sah bis zur Elbe. Fast wie im Urlaub.

Sie würde die Wohnung nehmen. Claus hatte gemeint, sie solle sofort zusagen; er verlasse sich völlig auf ihr Urteil.

Sie wusste, dass er allmählich ungeduldig wurde. Sie suchten jetzt schon ein Vierteljahr nach einer größeren Wohnung.

Sonja lächelte und sah in Gedanken, wie ein Baby über den Fußboden krabbelte. Louis. Oder Marielle. Die Namen standen bereits fest.

"Gefällt Ihnen die Wohnung?", fragte die Maklerin.

"Sie ist wunderbar", antwortete Sonja. In diesem Moment klingelte ihr Handy. "Entschuldigung." Sie holte es aus ihrer Handtasche.

"Kein Problem."

Sonja trat auf den Balkon, um zu telefonieren. Auf dem Display sah sie, dass Uli anrief. Sie kannte Ulrich Störcke seit dem ersten Semester. Er war ihr bester Freund und arbeitete mittlerweile für die Generaldirektion Archäologie in Speyer. Sonja bedauerte, dass sie sich so selten sahen, aber sie telefonierten oft und schickten sich Mails.

"Hallo, Uli! Du, es ist jetzt leider ziemlich ungünstig."

"Ich wollte dich auch nicht stören." Seine Stimme klang munter wie immer. "Aber ich finde, du solltest es unbedingt wissen. Lehmann ist verschwunden, keiner weiß, wo er steckt."

"Paul Lehmann?", fragte Sonja verdutzt.

"Genau der."

Paul Lehmann hatte mit ihnen studiert, einen glänzenden Abschluss gemacht und war nach dem Studium ziemlich rasch die Karriereleiter hinaufgestiegen. Er hatte einige bedeutende Ausgrabungen erst in Deutschland, dann in verschiedenen europäischen Ländern geleitet und war zuletzt bei internationalen Projekten in Syrien und China tätig gewesen. Im Frühjahr hatte unter seiner Leitung eine neue Ausgrabung in Ägypten begonnen. Der Presse gegenüber hatte Lehmann behauptet, es bestünden gute Aussichten, noch in diesem Jahr das Grab der Nofretete zu finden. Sonja wusste es aus der Antiken Welt , die sie noch immer abonniert hatte, obwohl in ihrer Wohnung allmählich kein Platz mehr für alle diese archäologischen Zeitschriften war.

"Jedenfalls ist er seit vierzehn Tagen spurlos verschwunden, und es ist sehr wahrscheinlich, dass er einen Unfall hatte", fuhr Ulrich fort. "Jetzt suchen die Leute von der Ägyptischen Altertümerverwaltung in Kairo händeringend nach einem Ersatz. Die Sekretärin hat bei mir angerufen, und ich habe ihr deine Festnetznummer gegeben. Ich schätze, sie wird sich heute noch bei dir melden. Nofretete – das ist doch dein Spezialgebiet."

"Aber ..." Sonja fühlte einen kleinen Stich in der Brust. Aber ich bin doch völlig raus, wollte sie sagen. Vor fünf Jahren hätte sie eine Grabung in der Felsenstadt Perperikon in Bulgarien leiten sollen, doch dann war unerwartet ihre Mutter gestorben. Sonja hatte sich um die Beerdigung und den Nachlass kümmern müssen und hatte die Stelle nicht antreten können. Seither hatte sie kein einziges Angebot mehr bekommen. Sie hatte sich eine Zeit lang mit Taxifahren über Wasser gehalten. Seit zwei Jahren jobbte sie als Aufsicht im Museum für Kunst und Gewerbe und hielt neugierige Besucher davon ab, die Exponate anzufassen.

"Aber was?", hakte Ulrich nach. "Du hast doch über Nofretete promoviert. Sag nicht, dass d

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