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Das Juwel von Mahrusan Roman von Hogan, Mitchell (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.05.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Juwel von Mahrusan

Anasoma, die mächtigste Stadt des Kaiserreichs, ist gefallen, und zum zweiten Mal in seinem Leben muss der junge Magier Caldan alles hinter sich lassen und fliehen. Gemeinsam mit seinen Gefährten stellt er sich den Gefahren einer Welt, der ein schrecklicher Krieg bevorsteht und in der das Böse aus Legenden plötzlich lebendig zu werden scheint. Doch es ist vor allem Miranda, um deren Leben Caldan bangt. Ein verbotener Zauber droht sie zu töten. Caldan weiß, dass er sich seiner außergewöhnlichen Begabung stellen muss, um Miranda - und das gesamte Kaiserreich - zu retten. Doch um welchen Preis? Mitchell Hogan entdeckte mit elf Jahren seine Liebe zur Fantastik, als ihm zum ersten Mal Der kleine Hobbit und Der Herr der Ringe in die Hände fielen. Seitdem füllt sich sein Bücherregal stetig mit Fantasy- und Science-Fiction-Romanen. Inzwischen hat er seine große Leidenschaft zum Beruf gemacht und arbeitet als freischaffender Schriftsteller. Sein Debütroman Die Feuer von Anasoma wurden mit dem Aurealis Award ausgezeichnet. Mitchell Hogan lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern in Sydney, Australien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 784
    Erscheinungsdatum: 14.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641224042
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Blood of Innocents: Book Two of the Sorcery Ascendant Sequence
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Das Juwel von Mahrusan

1

C aldan setzte Glöckchen so sanft auf dem Boden ab, wie es ihm möglich war. Ihr Kopf rollte zur Seite, und kurz regte sie sich, bevor sie wieder still wurde. Sie befanden sich einige Stunden von Anasoma entfernt, und während der ganzen Reise war sie bewusstlos gewesen.

Er reckte sich und unterdrückte einen Fluch. Dunkle Wolken sammelten sich am Horizont, und der Gedanke, eine lange Strecke durch den Regen marschieren zu müssen, gefiel ihm gar nicht.

Vor ihm führte Amerdan Elpidia und Miranda über den staubigen Pfad zwischen frisch besäten Feldern hindurch. Hinter ihm war Rennen stehen geblieben und schaute den Weg zurück, auf dem sie hergekommen waren. Auch Amerdan warf nun einen Blick hinter sich und winkte kurz, dann lief er auf ein Gehöft zu. Caldan wusste nicht, ob sie einem fremden Haus trauen konnten, aber sie brauchten dringend Vorräte, und hier gab es die Möglichkeit, an sie heranzukommen.

Caldan erstickte ein Ächzen, hob Glöckchen wieder auf und trottete hinter Amerdan her. Sie wand sich in seinem Griff, sodass er sie kaum halten konnte. Dabei murmelte sie etwas Unverständliches, dann öffnete sie die Augen.

Vorsichtshalber legte Caldan ihr die Hand über den Mund. "Psst", sagte er. "Wir werden dir nichts tun."

Sie hingegen gab keine solchen Versprechungen ab.

Glöckchen griff nach seinen Augen, aber Caldan drehte ruckartig den Kopf von ihr weg. Er ließ sie fallen, packte ihren Arm und drehte ihn hinter ihren Rücken, während er ihr mit der anderen Hand weiterhin den Mund zuhielt. Glöckchen wimmerte, erschlaffte, sank auf die Knie. Caldan folgte ihr auf den Boden, während sie mit aller Kraft die Nägel ihrer freien Hand in seinen Arm schlug. Er bleckte die Zähne vor Schmerz, lockerte aber nicht seinen Griff um sie. Stattdessen drückte er ihr Gesicht in den Staub und stieß ihr das Knie in den Rücken.

Am liebsten hätte er sie für das erdrosselt, was sie Miranda angetan hatte. Sein Verlangen danach war so groß, dass seine Hand zu ihrem Hals gekrochen war, bevor er bemerkte, was er da tat.

Glöckchen atmete schwer; die Luft drang pfeifend durch ihre Nase. Sie wand sich und versuchte sich zu befreien, aber Caldan hielt sie unbarmherzig fest. Er unterdrückte ein Schluchzen und nahm die Hand von ihrem Hals. Nein, er durfte sie nicht töten, noch nicht. Zunächst musste er herausfinden, wie Miranda geheilt werden konnte. Aber danach ...

"Hör mir zu!", sagte Caldan zu Glöckchen. "Du kannst nicht weglaufen. Wir haben all deine Zaubermittel an uns genommen. Wir sind zu fünft, und du bist allein. Es wird leichter für dich sein, wenn du dich beruhigst."

Glöckchens Gegenwehr ließ nach.

"Gut", sagte er. "Jetzt wirst du aufstehen, und wir gehen weiter. Nicke, wenn du einverstanden bist."

Einen Augenblick lang glaubte Caldan, Glöckchen würde wieder gegen ihn kämpfen, doch schließlich nickte sie.

"Ich nehme jetzt die Hand von deinem Mund. Es ist niemand in der Nähe, also wäre es sinnlos zu schreien."

Glöckchen nickte noch einmal. Langsam zog Caldan die Hand zurück, drehte Glöckchen um und packte sie an beiden Armen. Sie bedachte ihn mit einem Blick, in dem reines Gift lag.

"Du bist ein ganz Starker, was?", meinte sie.

"Ja, wenn ich es sein muss", erwiderte Caldan. Mit ein wenig Glück würde sie glauben, dass er wusste, was er tat, und darum keinen Fluchtversuch mehr unternehmen.

"Am Ende wird es keine Rolle mehr spielen. Ich werde euch alle töten."

Während Glöckchen redete, lief Rennen herbei. "Sieben Soldaten folgen uns", sagte er.

Caldan lächelte dünnlippig. "Entweder wir kämpfen, oder wir fliehen." Er sah zuerst Miranda und dann Glöckchen an. "Aber ich glaube nicht, dass wir weit kommen werden."

"Wir können aber auch nicht gegen sieben schwer bewaffnete Soldaten kämpfen."

"Bei den Ahnen!" Er wusste, dass Rennen recht hatte, aber das machte die Entsc

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