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Das letzte Duell Das Schwarze Auge Roman Nr. 23. von Alpers, Hans Joachim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.12.2012
  • Verlag: Ulisses Spiele
eBook (ePUB)
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Das letzte Duell

Thalon schmiedet ein Bündnis gegen den Praefos von Ghurenia. Die Seeschlacht steht unmittelbar bevor - die Allianz ist brüchig. Da kommt es zum Duell mit dem gefürchteten Piratenkapitän. Im dritten und abschließenden Roman über die Piraten des Südmeer sucht Thalon seinen Platz in der aventurischen Welt. Doch am letzten Duell mit dem gefürchteten Piratenkapitän Eiserne Maske führt kein Weg vorbei.

Hans Joachim Alpers ( 14.06.1943; ? 16.02. 2011) arbeitete beim Verlag Droemer Knaur und war 1983 zusammen mit Werner Fuchs und Ulrich Kiesow Mitbegründer der Firma Fantasy Productions GbR und somit einer der Urväter Aventuriens, der Hintergrundwelt des erfolgreichsten deutschen Fantsy-Rollenspiels 'Das Schwarze Auge'. Für Das Schwarze Auge schrieb Alpers verschiedene Romane, zuletzt diverse Teile zur Rhiana-Reihe. Außerdem publizierte er einige DSA-Abenteuer.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 397
    Erscheinungsdatum: 19.12.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868896336
    Verlag: Ulisses Spiele
    Größe: 1001kBytes
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Das letzte Duell

1. Kapitel

Auf Yongustra

Ohne jede Erregung und beinahe mürrisch sah Murenius zu, wie der h'vas des Ch'Ronch'Ra die dunkelhäutige Shevanu bestieg. Shevanu hatte erst vor kurzem das Amt als Priesterin der Dienerschaft übernommen, und sie verdankte diese Auszeichnung vor allem ihren üppigen Rundungen. Die Diener saßen, den Harnisch bereits angelegt und die Waffen gegürtet, im Kreis um das Paar herum und gerieten immer mehr in Verzückung. Der h'vas nahm Shevanu hart und rücksichtslos, wie Ch'Ronch'Ra es liebte. Es dauerte nicht lange, bis der h'vas opferte und die Diener dabei in einen wilden Rausch versetzte.

"Ch'Ronch'Ra! Ch'Ronch'Ra' Ch'Ronch'Ra!" So erklang es frenetisch aus dem Rund.

Murenius schwieg. Dies entsprach seiner Würde als Hoherpriester. Tatsächlich verspürte er auch nicht die Verzückung der anderen Diener. Er dachte an die Zeiten zurück, als es noch keinen h'vas gegeben und der Hohepriester den rituellen Akt in der Gestalt einer Echse vollzogen hatte.

Für gewöhnlich gönnte Ch'Ronch'Ra seinem h'vas nur eine kleine Pause, bis er ihn zwang, so lange weitere Dienerinnen zu begatten, bis seine Manneskraft erschöpft war - für gewöhnlich fünf oder sechs Frauen, manchmal mehr, denn der h'vas war jung und kräftig.

Heute beließ Ch'Ronch'Ra es bei einer Besteigung. Er wollte seinen h'vas nicht erschöpfen. Seine Kraft wurde für wichtigere Dinge gebraucht.

Shevanu erhob sich, als sich der h'vas aus ihr zurückgezogen hatte. "Für Ch'Ronch'Ra!" schrie sie ein über das andere Mal und tanzte wild umher. Ihre schweren Brüste bebten und wackelten, als wollten sie sich selbständig machen, und ihre krausen Haarlocken wirbelten herum, so daß kaum noch etwas vom Gesicht zu erkennen war.

"Für Ch'Ronch'Ra!" kam es von den Dienern zurück. Die Männer und Frauen sprangen auf und zogen die Waffen.

Der h'vas des Ch'Ronch'Ra hatte sich ebenfalls erhoben. Es handelte sich um einen Mann mit einem sonst ebenmäßigen, schönen Gesicht, das jetzt zu einer Fratze verzerrt war. Der hüftlange Zopf aus glattem schwarzen Haar flog herum, als der h'vas sich ruckartig den Dienern zuwandte. Die hellbraune Haut war feucht vom Schweiß, das Glied immer noch größer als normal und leicht versteift. Die Augen versprühten ein dämonisches rötliches Feuer, was dem h'vas zusätzlich zu seiner Wildheit und Geilheit ein furchterregendes Aussehen verlieh.

Der h'vas stieß zischende Geräusche aus, und die Menge verstummte. Gleichzeitig spürte Murenius, wie Ch'Ronch'Ra seinen Geist berührte.

Sprich zu ihnen! befahl Ch'Ronch'Ra.

Murenius sprang in den Kreis. Ch'Ronch'Ra beherrschte den Körper des h'vas, aber es war ihm noch nicht gelungen, daß dieser mit menschlicher Zunge sprach. Aber er lernte stetig hinzu. Er verstand die Sprache der Menschen und nahm sie über die Ohren seines h'vas auf. Früher war er nur in der Lage gewesen, seinem Hohenpriester Zorn oder Wohlgefallen mitzuteilen. Inzwischen vermochte er sich klar und deutlich in Murenius' Kopf mitzuteilen. Daß er offensichtlich nicht in der Lage war, die Gedanken seines Hohenpriesters zu lesen, empfand dieser als eine glückliche Fügung.

"Diener des Ch'Ronch'Ra!" rief Murenius. "Zügelt eure Erregung! Spart sie auf für den Kampf, der vor uns liegt! Für Ch'Ronch'Ra!"

"Für Ch'Ronch'Ra!" kam es aus mehr aus zweihundert Kehlen zurück. Die Männer und Frauen, fast alle jung und stark, reckte

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