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Das Lied von Eis und Feuer 09 Der Sohn des Greifen von Martin, George R. R. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2012
  • Verlag: Penhaligon
eBook (ePUB)
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Das Lied von Eis und Feuer 09

Der Kampf um den eisernen Thron geht weiter ... Die heißersehnte Fortsetzung des größten Epos unserer Zeit! Die Sieben Königreiche zerfallen weiter im Machtkampf der großen Adelshäuser, die einander eifersüchtig belauern in ihrer Gier nach dem Eisernen Thron. Einigkeit finden sie nur in ihrem Misstrauen gegen Daenerys Targaryen, der rechtmäßigen Erbin der Krone. Gemeinsam mit ihren drei Drachen und einer stetig wachsenden Armee greift sie vom Osten aus nach der Herrschaft über Westeros. Die größte Gefahr droht derweil jedoch aus dem Norden, wo schreckliche Geschöpfe sich erheben, um die Menschen des Südens zu überrennen. Allein Kommandant Jon Schnee und seine wenigen tapferen Männer von der Nachtwache stemmen sich verzweifelt gegen diese finstere Übermacht ... George Raymond Richard Martin wurde 1948 in New Jersey geboren. Sein Bestseller-Epos "Das Lied von Eis und Feuer" wurde als die vielfach ausgezeichnete Fernsehserie "Game of Thrones" verfilmt. George R.R. Martin wurde u.a. sechsmal der Hugo Award, zweimal der Nebula Award, dreimal der World Fantasy Award (u.a. für sein Lebenswerk und besondere Verdienste um die Fantasy) und dreimal der Locus Poll Award verliehen. 2013 errang er den ersten Platz beim Deutschen Phantastik Preis für den Besten Internationalen Roman. Er lebt heute mit seiner Frau in New Mexico.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 848
    Erscheinungsdatum: 21.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641088637
    Verlag: Penhaligon
    Originaltitel: A Dance with Dragons. Book Five of A Song of Ice and Fire (1)
    Größe: 25079 kBytes
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Das Lied von Eis und Feuer 09

Prolog

Menschgestank hing in der Nacht.

Der Warg blieb unter einem Baum stehen und schnüffelte. Sein graubraunes Fell war von Schatten gesprenkelt. Ein Seufzer des Kiefernwinds trug den Menschengeruch zu ihm und dazu die schwächere Witterung von Fuchs und Hase, Seehund und Hirsch und sogar Wolf. Das waren ebenfalls Gerüche von Menschen, wie der Warg wusste; der Gestank alter Felle, tot und bitter, der die stärkeren Gerüche beinahe vollständig überlagerte: Rauch und Blut und Fäulnis. Nur Menschen zogen anderen Tieren die Haut ab und trugen deren Fell und Haar.

Warge fürchteten sich nicht wie Wölfe vor Menschen. Hass und Hunger brodelten in seinem Bauch, und er knurrte leise, um seinen einäugigen Bruder und seine kleine listige Schwester zu rufen. Während er durch den Wald rannte, folgte ihm sein Rudel dicht auf den Fersen. Die anderen hatten das Gleiche gewittert. Im Laufen spähte er auch durch ihre Augen und erblickte sich selbst an der Spitze. Ihr Atem hing warm und weiß aus den langen grauen Schnauzen. Eis hatte sich zwischen ihren Pfoten gebildet, hart wie Stein, aber jetzt hatte die Jagd begonnen, die Beute wartete vor ihnen. Lebendiges Fleisch, dachte der Warg, Fleisch zum Fressen.

Ein Mensch allein war ein schwaches Wesen. Groß und stark, mit guten scharfen Augen, doch blind für Geräusche und taub für Gerüche. Hirsch und Elch und sogar Hasen waren schneller, Bären und Eber grimmiger im Kampf. Im Rudel hingegen waren Menschen gefährlich. Während sich die Wölfe der Beute näherten, hörte der Warg das Klagen eines Welpen; hörte, wie die Kruste des Schnees, der in der letzten Nacht gefallen war, unter ungeschickten Menschenpfoten brach, hörte das Rasseln der Harthäute und der langen grauen Klauen, wie Menschen sie trugen.

Schwerter, flüsterte eine Stimme in ihm, Speere.

Den Bäumen waren Zähne aus Eis gewachsen, und die kahlen braunen Äste fauchten. Einauge preschte durch das Unterholz und ließ Schnee aufspritzen. Sein Rudel folgte ihm. Es ging einen Hügel hinauf und auf der anderen Seite hinunter, bis sich der Wald öffnete und sie die Menschen vor sich hatten. Einer war ein Weibchen. Das Fellbündel, das sie umklammerte, war ihr Welpe. Heb sie bis zuletzt auf, flüsterte die Stimme, die Männchen sind die eigentliche Gefahr. Sie brüllten einander an, wie es Menschen eben taten, doch der Warg konnte ihre Angst riechen. Einer hatte einen Holzzahn, der so groß war wie er selbst. Den schleuderte er, aber seine Hand zitterte, und der Zahn flog zu hoch.

Dann fiel das Rudel über sie her.

Sein einäugiger Bruder stieß den Zahnschleuderer in eine Schneewehe und riss ihm im Fallen die Kehle heraus. Seine Schwester schlich sich hinter das andere Männchen und sprang ihm in den Rücken. Damit blieben das Weibchen und der Welpe für ihn.

Das Weibchen hatte ebenfalls einen Zahn, einen kleinen, der aus Knochen gemacht war, aber sie ließ ihn fallen, als sich die Kiefer des Wargs um ihr Bein schlossen. Als sie zu Boden ging, umschlang sie ihren lärmenden Welpen mit beiden Armen. Unter ihren Fellen war das Weibchen nur Haut und Knochen, doch ihre Zitzen waren voller Milch. Das süßeste Fleisch war am Welpen. Der Wolf hob die besten Stücke für seinen Bruder auf. Um die Leichen herum färbte sich der gefrorene Schnee rosa und rot, während sich das Rudel die Bäuche vollschlug.

Viele Meilen entfernt in einer kleinen Hütte aus Lehm und Stroh mit Reetdach, einem Rauchloch und einem Boden aus gestampfter Erde zitterte, hustete und leckte sich Varamyr die Lippen. Seine Augen waren rot, seine Lippen aufgesprungen,

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