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Das Rad der Zeit 1. Das Original Die Suche nach dem Auge der Welt von Jordan, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2012
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Das Rad der Zeit 1. Das Original

Der 1. Band von "Das Rad der Zeit" als Ebook (enthält: Drohende Schatten, Das Auge der Welt). Ungeteilt, vollständig überarbeitet und absolut unverzichtbar für alle Robert-Jordan-Fans ... Dies ist eine Welt aus Licht und Schatten, in der das Gute und das Böse einen ewigen Krieg begannen, der nicht mehr enden will. Es ist die Welt des Rads der Zeit, des größten Fantasy-Epos, das je geschrieben wurde. Neben J. R. R. Tolkien haben nur wenige Autoren in der Fantasy unsterbliche Mythen erschaffen. Robert Jordan ist dies mit seinem weltberühmten Zyklus "Das Rad der Zeit" aufs Erfolgreichste gelungen. Seine Romane wurden millionenfach verkauft und in 25 Sprachen übersetzt, begleitet von Rollen- und Computerspielen sowie Comics. "Das Rad der Zeit. Das Original" vereint seine Romane vollständig überarbeitet in der kompletten Fassung der amerikanischen Originalausgabe.

Robert Jordan, geboren 1948 in South Carolina, begeisterte sich schon in seiner Jugend für fantastische Literatur von Jules Verne und H.G. Wells. Als ihm der Lesestoff ausging, begann er selbst zu schreiben. 1990 erschien der Auftakt zu seinem Zyklus "Das Rad der Zeit", einem einzigartigen epischen Werk, das Millionen Fans in der ganzen Welt gefunden hat. 2007 starb Robert Jordan an einer seltenen Blutkrankheit, danach wurde die Reihe von Bestsellerautor Brandon Sanderson fortgesetzt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 896
    Erscheinungsdatum: 09.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492959322
    Verlag: Piper
    Originaltitel: The Eye of the World
    Größe: 4183 kBytes
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Das Rad der Zeit 1. Das Original

DIE VORGESCHICHTE

Raben

E in gutes Stück von Emondsfelde entfernt, auf halbem Weg zum Wasserwald, lag das von Bäumen gesäumte Ufer der Weinquelle. Es waren hauptsächlich Weiden, deren dicht mit Blättern bewachsene Äste in Ufernähe Schatten spendeten. Der Sommer war nicht mehr fern, die Sonne stieg dem Zenit entgegen, doch hier in den Schatten kühlte eine leichte Brise den Schweiß auf Egwenes Haut. Sie verknotete den braunen Wollrock oberhalb der Knie und watete ein Stück in den Fluss hinein, um ihren Holzeimer zu füllen. Die Jungen gingen einfach so ins Wasser, ihnen war egal, ob ihre eng sitzenden Hosen nass wurden. Einige der Mädchen und Jungen, die Eimer füllten, lachten und spritzten einander mit den Schöpfkellen voll, aber Egwene hatte beschlossen, das Gefühl der Strömung an ihren nackten Beinen zu genießen, und ihre Zehen gruben sich in den sandigen Grund, als sie wieder herausstieg. Sie war nicht zum Spielen hier. Mit neun Jahren trug sie das erste Mal Wasser, aber sie würde die beste Wasserträgerin aller Zeiten sein.

Sie blieb am Ufer stehen und stellte den Eimer ab, um den Rock zu lösen und bis zu den Knöcheln fallen zu lassen. Und um das dunkelgrüne Halstuch neu zu binden, das ihr Haar im Nacken zusammenhielt. Sie wünschte sich, sie hätte es an den Schultern abschneiden dürfen, oder sogar noch kürzer, so wie die Jungen. Schließlich würde sie noch viele Jahre kein langes Haar brauchen. Warum nur musste man etwas tun, nur weil es immer schon so gemacht wurde? Aber sie kannte ihre Mutter, und sie wusste, dass ihr Haar lang bleiben würde.

Etwa hundert Schritte flussabwärts standen Männer knietief im Wasser und wuschen die schwarzgesichtigen Schafe, die man später scheren würde. Sie gaben sich große Mühe, die blökenden Tiere sicher in den Fluss und auch wieder hinaus zu bekommen. Das Wasser der Weinquelle floss hier nicht so schnell wie in Emondsfelde, aber es war auch nicht gerade langsam. Ein Schaf, das den Halt verlor, konnte unter Umständen ertrinken, bevor es sich am Ufer in Sicherheit bringen konnte.

Ein großer Rabe flog über den Fluss und ließ sich nahe der Stelle, an der die Männer die Schafe wuschen, hoch oben im Geäst einer Pappel nieder. Schon im nächsten Augenblick schoss ein Rotbauch auf den Raben herab, ein blutroter Blitz, der laut schnatterte. Der Rotbauch musste in der Nähe ein Nest haben. Der Rabe flog jedoch nicht davon und griff den kleineren Vogel auch nicht an; er schob sich auf dem Ast nach vorn zu einer Stelle, an der ihm ein paar kleinere Äste ein wenig Schutz boten. Er schaute auf die arbeitenden Männer herunter.

Raben schreckten die Schafe manchmal auf, aber es war mehr als ungewöhnlich, dass er die Versuche des Rotbauchs, ihn zu verjagen, einfach ignorierte. Darüber hinaus hatte Egwene das seltsame Gefühl, dass der schwarze Vogel die Männer beobachtete und nicht die Schafe. Was natürlich albern war, es sei denn ... Manche Leute behaupteten, Raben und Krähen seien die Augen des Dunklen Königs. Dieser Gedanke verursachte ihr auf den Armen und sogar auf dem Rücken eine Gänsehaut. Es war eine alberne Idee. Was sollte es für den Dunklen König bei den Zwei Flüssen schon Interessantes zu sehen geben? Bei den Zwei Flüssen geschah nie etwas.

"Was ist los, Egwene?", wollte Kenley Ahan wissen und blieb neben ihr stehen. "Du kannst heute nicht mit den Kindern spielen." Er war zwei Jahre älter als sie und hielt sich sehr aufrecht, um größer zu erscheinen, als er tatsächlich war. Für ihn war es das letzte Jahr, in dem er bei der Schafschur

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