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Das Science Fiction Jahr 2011

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2012
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das Science Fiction Jahr 2011

Unverzichtbar für jeden, der mit der Zukunft Schritt halten will! Future Histories - jetzt erst recht! Wie sieht unsere Welt in Hunderten, Tausenden, Millionen von Jahren aus? Welches Schicksal erwartet uns am äußersten Rand der Zeit? Neben solchen makrohistorischen Fragen widmet sich das 'Science-Fiction-Jahr 2011' verstärkt dem Auftreten der Science Fiction in den alten und neuen Medien unserer Gegenwart. Außerdem: Essays, Interviews, Rezensionen, Marktberichte und vieles mehr...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1312
    Erscheinungsdatum: 08.06.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641085308
    Verlag: Heyne
    Größe: 17280 kBytes
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Das Science Fiction Jahr 2011

Von der Entstehung der Zukunft

Future Histories in Literatur und Film

von Stephen Baxter

Meine eigene Future History, der Xeelee-Zyklus, entstand durch Zufall.

Die erste Kurzgeschichte, die ich veröffentlicht habe, "Die Xeelee-Blume" (The Xeelee-Flower, Interzone, 19, 1987), führte die rätselhafte und mächtige Spezies der Xeelee eher im Nachsatz ein. Für die Handlung dieser Abenteuergeschichte aus der nahen Zukunft benötigte ich mächtige Aliens, die sich im Hintergrund hielten, und so wurden die Xeelee geboren. Ein paar Monate später kam mir die Idee zu einer Geschichte, die später den Titel "Schale" erhielt (Shell, erschienen in: Vacuum Diagrams, 1997, Vakuumdiagramme, 2001). "Schale" spielte in der fernen Zukunft, doch auch hier brauchte ich mächtige Außerirdische im Hintergrund. Nachdem ich die Xeelee in beiden Texten hatte auftreten lassen und dadurch eine Verbindung zwischen den Geschichten geschaffen hatte, wurde mir klar, dass diese Anfang und Ende einer Future History darstellten.

Während meiner weiteren Arbeit stellte ich fest, dass ich neue Story-Ideen verbessern konnte, indem ich sie vor dem bereits skizzierten Hintergrund ansiedelte. Das Xeelee-Universum mitsamt seiner Zukunft nahm langsam Gestalt an, was für mich ebenso überraschend war wie für meine Leser. Allerdings haben mich die Future Histories von Robert A. Heinlein und Larry Niven seit jeher stark beeinflusst: So etwas wollte ich auch schreiben.

1991 hatte ich dann - in Form von Kurzgeschichten mit einer Gesamtlänge von 70 000 Worten - eine zusammenhängende Geschichte der Xeelee entwickelt. Letztlich behandelt der Zyklus die Ausbreitung der Menschheit über das Sonnensystem hinaus und ihre Interaktionen mit einer vielfältigen Gemeinschaft außersolarer Spezies, in der die rätselhaften Xeelee die Vorherrschaft innehaben; schließlich wird klar, was der zentrale Konflikt unseres Universums ist und welches Schicksal die Menschheit erwartet. Das Herzstück der Serie habe ich später noch einmal überarbeitet: Meine Romane "Das Geflecht der Unendlichkeit" (Timelike Infinity, 1992) und "Ring" (Ring, 1996) bilden zusammen den Kern des Zyklus, während "Das Floß" (Raft, 1991) und "Flux" (Flux, 1993) Episoden vor demselben Hintergrund darstellen. Hinzu kam "Vakuumdiagramme" (Vacuum Diagrams, 1997), eine Sammlung der in diesem Universum angesiedelten Kurzgeschichten, die bis dahin erschienen waren. Seitdem habe ich noch mehrere kurze Texte veröffentlicht, die auf demselben Zeitstrang verortet sind, sowie die drei Romane der Nebenreihe "Kinder des Schicksals" "Der Orden" (Coalescent, 2003), "Sternenkinder" (Exultant, 2004) und "Transzendenz" (Transcendent, 2005). Dazu kam eine weitere Story-Sammlung mit dem Titel "Resplendent" (2006). In Letztgenannter wird vom Aufstieg der Menschheit zu einer Spezies berichtet, die in der gesamten Galaxis zu Hause ist und mit den Xeelee auf Augenhöhe steht, aber auch von ihrem anschließenden Niedergang: eine Episode von nur etwa einer Million Jahre auf einem Zeitstrang, der die gesamte Lebensdauer und den Tod des Universums umfasst.

In gewissem Maße wusste ich von Anfang an, was ich tat. Ich sehe mich als Autor, der fest in der Genretradition der Future History verankert ist. Aber was sind Future Histories eigentlich? Welchen Reiz üben sie aus, welche Probleme werfen sie für Leser und Autoren auf?

Obwohl die Technik der Future History einigen der beliebtesten und beständigsten Werke der Science Fiction zugrunde liegt, findet sich in der "Encyclopedia of Science Fiction" von John Clute und Peter Nicholls keine entsprechende Definition. Allerdings taucht in John Clutes "Science Fiction: The Illustrated Encyclopedia" (1995) eine brauchbare Beschreibung auf, illustriert durch eine gute Grafik. Clute sagt: "In der modernen Science Fiction bezeichnet der

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