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Das sechste Erwachen Roman von Lafferty, Mur (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Das sechste Erwachen

Durch die Schwärze des Universums gleitet ein einsames, aber dafür umso gewaltigeres Raumschiff - die Dormire. An Bord befinden sich 2000 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder. Stirbt ein Crewmitglied, wird es umgehend durch seinen eigenen Klon ersetzt. Doch dann erwacht der Klon von Maria Arena vorzeitig und über und über mit Blut befleckt. Marias Erinnerungen wurden gelöscht, sie weiß nur noch, dass sie getötet wurde - ebenso wie der Rest der Crew. Schnell ist den Klonen klar, dass sich an Bord der Dormire ein Mörder aufhält, und wenn sie ihn nicht schnell finden, wird er wieder zuschlagen ...

Mur Lafferty ist Autorin, Podcast-Produzentin, Gamerin, und Geek. Sie machte sich mit Podcasts wie I Should Be Writing und The Angry Robot einen Namen, und gewann den John W. Campbell Award for Best New Writer. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Durham, North Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641221799
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Six Wakes
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Das sechste Erwachen

Diamanten

Der einzige Teil der Mission der Dormire , der anscheinend nicht gescheitert war, war der Zustand der Fracht.

Während das Schiff mit einer Minimalbesatzung unterwegs war, schliefen im Frachtraum zweitausend Menschen in der Kryo. Auf den Servern im Frachtraum lagen über fünfhundert Klon-Mindmaps. Maria und die anderen fünf waren für über zweitausendfünfhundert Leben verantwortlich.

Maria wollte nicht allzu genau über diese Verantwortung nachdenken. Sie war einfach nur froh, weil Hiro bestätigen konnte, dass alle ihre Passagiere stabil und die Back-ups unbeschädigt waren.

Alle Menschen und Klone hatten ihre Gründe, auf diese Reise zu gehen: Abenteuer und Forschungsdrang waren der Antrieb für viele der Menschen, die Flucht vor religiöser Verfolgung der für viele der Klone. Neben diesen beiden Gruppen gab es noch eine gewisse Anzahl von politisch oder gesellschaftlich Verbannten, die durch die Reise dem Gefängnis, der Lohnsklaverei oder Schlimmerem entkommen wollten.

Sie alle wurden zum Teil davon angetrieben, dass die Erde durch den Anstieg des Meeresspiegels bewohnbares Land verlor, und von den Kriegen um Territorien und Wasser, die weltweit ausgebrochen waren. Also setzten sich wie immer die Reichen ab, weil sie es konnten.

Es waren jedoch etwas andere Gründe, aus denen die Besatzung an Bord gegangen war. Jeder von ihnen hatte das simple Motiv, dass sie als Kriminelle versuchen wollten, eine weiße Weste zu bekommen.

Ihr Flugziel, der Planet Artemis, war uneingeschränkt bewohnbar, ein wenig kleiner als die Erde und ein echtes Paradies. Er kreiste um Tau Ceti im Sternbild Walfisch.

Maria hatte Zweifel, ob dieses Paradies bewirken konnte, dass Menschen und Klone viel besser als auf der Erde zusammenlebten, aber die Leute hatten nun einmal ihre rosaroten Träume und großartigen Ideen.

"Hast du jemals versucht, dich umzubringen?", fragte Hiro, während sie mit den Overalls und dem Rollstuhl zum Klonraum zurückkehrten.

"Das ist eine ziemlich persönliche Frage", sagte Maria und strich mit einer Hand durch ihr langes Haar. Sie verzog das Gesicht, als ihre Finger in der verfilzten Masse hängen blieben.

Er zuckte mit den Schultern. "Du hast gerade meine Antwort gesehen, sie hing über uns. Ich bin mir ziemlich sicher, wenn all die Arbeit erledigt ist, wird Wolfgang entscheiden, was wegen dieses kleinen Details der heutigen Unglücksfälle unternommen werden sollte. Die Klongesetze der Erde sollen hier draußen nicht ignoriert werden - das wurde recht deutlich klargestellt, bevor wir aufgebrochen sind."

Maria überlegte, wie seine kriminelle Vergangenheit aussehen mochte. Dann seufzte sie. "Ich habe es tatsächlich einmal versucht. Einmal."

"Was hat dich davon abgehalten?" Er fragte nicht, ob der Versuch erfolgreich gewesen war, denn in diesem Fall hätte sie nicht das Recht gehabt, in einem neuen Klon aufzuwachen.

"Ein Freund hat es mir ausgeredet", sagte sie. "Läuft es nicht meistens so ab?"

"Ich wünschte, ich hätte vor ein paar Stunden einen solchen Freund gehabt", sagte er.

"Wahrscheinlich wärst du dann trotzdem gestorben, da drüben", sagte sie und zeigte in Richtung Klonraum.

"Aber es wäre kein Selbstmord gewesen. Ich kann mir vorstellen, dass Wolfgang jeden abklopfen wird, um ihm die Schuld geben zu können."

"Aber du bist jetzt hier. Kümmern wir uns lieber um die unmittelbaren Probleme. Dann finden wir heraus, was mit uns allen passiert ist", sagte Maria.

Die Stimme der Kapitänin hallte durch den Korridor, ein Schrei der Abscheu.

"Wessen Idee war es, den Gravantrieb wieder einzuschalten?", rief sie.

"Ihre, Kapitänin", sagte Hiro, als sie eintraten. "Sie wollten wieder auf festem Boden stehen können."

Der Klonraum sah immer noch aus wie ein Albtraum, aber zumindest herrschte nun die Schwerkraft über den Albtraum. Maria wollte nie wieder gezwungen sein, Le

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