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Das Spiel der Götter (10) Die Feuer der Rebellion von Erikson, Steven (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.05.2012
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Spiel der Götter (10)

Das furiose Fantasy-Epos einer dunklen Anderswelt!
Der Aufstand im Reich der Sieben Städte ist vorüber, Sha'ik ist tot. Aber die Rebellion ist nicht gänzlich besiegt, noch immer schwelt die Glut des Widerstands. Sha'iks Feldherr und rechte Hand, der Wüstenkrieger Leoman, hat sich nach Y'Ghatan zurückgezogen, in eine Stadt, deren Namen für die malazanischen Soldaten einen unheilvollen Klang besitzt. Denn vor den Mauern dieser Stadt wurde Dassem Ultor, das egendäre Erste Schwert des Imperiums, getötet. Doch die neue Mandata Tavore hat keine andere Wahl: Sie muss Y'Ghatan erobern, wenn sie die Feuer der Rebellion endgültig austreten will ...
Ein Meisterwerk von unübertroffener mythologischer Tiefe!

Steven Erikson, in Kanada geboren, lebt heute in Cornwall. Der Anthropologe und Archäologe feierte 1999 mit dem ersten Band seines Zyklus Das Spiel der Götter nach einer sechsjährigen akribischen Vorbereitungsphase seinen weltweit beachteten Einstieg in die Liga der großen Fantasy-Autoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 688
    Erscheinungsdatum: 31.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641089825
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Das Spiel der Götter Bd.10
    Originaltitel: Bonehunters. The Malazan Book of the Fallen 6, Part 1
    Größe: 1558kBytes
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Das Spiel der Götter (10)

Prolog

Im Jahre 1164 von Brands Schlaf
Istral'fennidahn, die Jahreszeit D'reks, des Wurms des Herbstes
Vier Tage nach Sha'iks Hinrichtung in der Raraku

D ie Netze zwischen den Türmen waren weit oben als glänzende Schleier zu sehen, und der schwache Wind, der vom Meer herüberwehte, ließ die Fäden erzittern, so dass wie jeden Morgen in der Klaren Jahreszeit ein nebelfeiner Nieselregen auf Kartool herabfiel.

An die meisten Dinge gewöhnte man sich irgendwann, und da die gelbgebänderten Paraltspinnen die Ersten gewesen waren, die die einst berüchtigten Türme im Gefolge der Eroberung der Insel durch die Malazaner in Besitz genommen hatten - und das nun schon Jahrzehnte her war -, war wirklich Zeit genug gewesen, sich an solche Kleinigkeiten zu gewöhnen. Selbst der Anblick der Möwen und Tauben, die jeden Morgen reglos zwischen den knapp zwei Dutzend Türmen schwebten, ehe die faustgroßen Spinnen ihre Schlupfwinkel in den oberen Stockwerken verließen, um ihre Beute zu holen, sorgte bei den Einwohnern der Stadt für kaum mehr als gelinde Abscheu.

Leider war Sergeant Hellian aus der Garde des Septarchenviertels in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Sie vermutete, dass es Götter gab, denen ihr erbärmliches Schicksal - für das besagte Götter zweifellos verantwortlich waren - einen andauernden Lachkrampf bescherte. Für sie selbst hingegen, die sie in der Stadt geboren und mit dem Fluch beladen war, sich vor allen Arten von Spinnen zu fürchten, hatten die ganzen neunzehn Jahre ihres bisherigen Lebens nichts als pausenloses Entsetzen bedeutet.

Und warum gehst du nicht einfach? Diese Frage hatten ihr Kameraden und Bekannte schon so häufig gestellt, dass sie sich gar nicht mehr die Mühe machte, es zu zählen. Aber so einfach war das nicht. Genau betrachtet, war es sogar unmöglich. Das trübe Wasser des Hafens war von abgeworfenen Häuten, Netzteilen und aufgedunsenen, an manchen Stellen noch mit einem Büschel Federn versehenen Kadavern verdreckt, die hier und da auf den Wellen tanzten. Im Landesinnern wurde alles nur noch schlimmer. Die jungen Paraltspinnen flohen vor ihren älteren Artgenossen aus der Stadt zu den Kalksteinfelsen, die Kartool umgaben, um dort mühselig heranzuwachsen. Doch dass sie jung waren, bedeutete keineswegs, dass sie deswegen weniger angriffslustig oder giftig gewesen wären. Zwar erzählten Händler und Bauern, man könnte den ganzen Tag die Pfade und Straßen entlanggehen, ohne auch nur einer einzigen Spinne zu begegnen, doch das war Hellian vollkommen gleichgültig. Sie wusste, dass die Götter warteten. Genauso wie die Spinnen.

Wenn sie nüchtern war, nahm sie die Dinge um sich herum so ordentlich und gewissenhaft wahr, wie es sich für einen Sergeanten der Stadtwache gehörte. Nun war sie zwar nicht pausenlos betrunken, doch wirklich nüchtern zu sein bedeutete, hysterische Anfälle geradezu zu provozieren, und daher war Hellian stets bestrebt, auf dem schwankenden Seil des Noch-nicht-ganz-betrunken-Seins zu balancieren. Folglich hatte sie auch nichts von dem merkwürdigen Schiff mitbekommen, das vor Sonnenaufgang in den Hafen eingelaufen war und nun in den Freien Docks vertäut lag, und dessen Wimpel darauf hinwiesen, dass es von der Insel Malaz gekommen war.

Schiffe aus Malaz waren an und für sich weder besonders ungewöhnlich noch bemerkenswert; allerdings war es mittlerweile Herbst, und die in der Klaren Jahreszeit herrschenden Winde machten es zumindest in den nächsten zwei Monaten praktisch unmöglich, die Schifffahrtsrouten in den Süden zu benutzen.

Wäre nicht alles so verschwommen gewesen, hätte sie vielleicht auch bemerkt - wenn sie sich denn die Zeit genommen hätte, zu den Docks hinunterzugehen, was sie vielleicht hätte schaffen können, wenn man ihr ein Schwert an die Kehle gehalten hätte -, dass das Schiff weder eine gewöhnliche Bark, n

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