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Das Spiel der Götter (12) Der goldene Herrscher von Erikson, Steven (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.05.2012
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Spiel der Götter (12)

Ein furioses Fantasy-Epos von einer dunklen Anderswelt!
Die Tiste Edur haben das Reich der Letherii besiegt und unterworfen, und Rhulad Sengar, ihr unsterblicher Herrscher, sitzt auf dem Königsthron in Letheras. Doch seine unzähligen Wiedergeburten haben den goldenen Herrscher in den Wahnsinn getrieben - und ihn blind gemacht für die Gefahren, die ihm und seinem Reich drohen ...
Für die Leser von Tad Williams, Terry Goodkind und George R.R. Martin.

Steven Erikson, in Kanada geboren, lebt heute in Cornwall. Der Anthropologe und Archäologe feierte 1999 mit dem ersten Band seines Zyklus Das Spiel der Götter nach einer sechsjährigen akribischen Vorbereitungsphase seinen weltweit beachteten Einstieg in die Liga der großen Fantasy-Autoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 31.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641089818
    Verlag: Blanvalet
    Serie: Das Spiel der Götter Bd.12
    Originaltitel: The Malazan Book of the Fallen 7. Reaper's Gale (1/2)
    Größe: 1265kBytes
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Das Spiel der Götter (12)

Prolog

Das Ältere Gewirr Kurald Emurlahn

Das Zeitalter des Zerbrechens

S echs Drachenkadaver bildeten inmitten einer von Gram zerrissenen Landschaft eine unregelmäßige Linie, die tausend oder mehr Schritte weit in die Ebene hinausreichte - zerfetzte Körper, aus denen gebrochene Knochen ragten, weit aufklaffende Mäuler, ausgetrocknete Augen. Wo ihr Blut auf die Erde geströmt war, hatten sich Gespenster versammelt wie Fliegen um Saft und waren kleben geblieben; sie wanden sich und stießen verzweifelte, hohl klingende Rufe aus, während das Blut dunkler wurde und mit dem unbelebten Boden verschmolz. Als es schließlich fest wurde und zu glasigem Gestein aushärtete, waren diese Geister zu ewiger Gefangenschaft in dem trüben Gefängnis verdammt.

Die nackte Kreatur, die den unebenen Pfad kreuzte, den die gefallenen Drachen erzeugt hatten, konnte es an Masse mit ihnen aufnehmen, doch sie war erdgebunden und ging auf zwei krummen Beinen, deren Oberschenkel so dick waren wie die Stämme tausendjähriger Bäume. Ihre Schultern waren so breit, wie ein Tartheno Toblakai groß war. Über einem dicken Hals, der unter einer Mähne aus glänzenden Haaren verborgen war, ragte die Vorderpartie des Kopfes weit nach vorn - Stirn, Wangen- und Kieferknochen -, und die in tiefen Höhlen liegenden Augen hatten tiefschwarze Pupillen, umgeben von schillerndem Weiß. Die großen Arme waren unverhältnismäßig lang, die gewaltigen Hände schleiften beinahe über den Boden. Die Hängebrüste der Kreatur waren groß und fahl. Sie schritt an den zerfetzten, verwesenden Kadavern vorbei, mit merkwürdig fließenden und ganz und gar nicht schwerfälligen Bewegungen, und es war zu erkennen, dass all ihre Gliedmaßen mit zusätzlichen Gelenken ausgestattet waren.

Ihre Haut hatte die Farbe sonnengebleichter Knochen, die zum Ende der Arme hin dunkler bis zu einem geäderten Rot wurde. Blutergüsse umgaben die Knöchel, ein Netzwerk aus zerfetztem Fleisch, in dem hier und da der Knochen durchschimmerte. Diese Hände hatten offensichtlich Schaden genommen - eine Folge der verheerenden Schläge, die sie ausgeteilt hatten.

Die Kreatur blieb stehen, legte den Kopf in den Nacken und blickte nach oben zum Himmel, wo drei Drachen inmitten der brodelnden Wolken dahinglitten, noch einmal kurz zwischen den Rauchschwaden der sterbenden Sphäre auftauchten und dann in ihnen verschwanden.

Die Hände der erdgebundenen Kreatur zuckten, und ein tiefes Grollen drang aus ihrer Kehle.

Nach einer langen Pause setzte sie ihre Reise fort.

Am letzten toten Drachen vorbei zu einer Stelle, an der eine Hügelkette aufragte. Im größten dieser Hügel klaffte ein Spalt, als hätte eine riesige Hand ihm das Herz herausgerissen, und in dieser Kluft wütete ein Riss, eine Verwerfung des Raums, aus der in perlmuttartigen Strömen Macht quoll. Die Bösartigkeit dieser Energie zeigte sich daran, wie sie die Ränder des Felsspalts verschlang und sich wie Säure in das Gestein der uralten Berme fraß.

Der Riss würde sich bald schließen, und derjenige, der als Letzter hindurchgegangen war, hatte versucht, das Tor hinter sich zu versiegeln. Doch diese Art von Heilung ließ sich niemals eilends bewirken, und so blutete diese Wunde stets von Neuem.

Ohne auf die Bosheit zu achten, die aus dem Riss strömte, trat die Kreatur näher. Unmittelbar davor blieb sie noch einmal stehen und drehte sich um, blickte zurück auf den Weg, den sie gekommen war.

Drachenblut, das zu Stein verhärtete. Waagerechte Schlieren der Substanz hatten bereits begonnen, sich von der umgebenden Erde zu lösen, sich an den Rändern zu erheben und merkwürdig zusammenhanglose Wände zu formen. Einige begannen dann zu versinken und aus dieser Sphäre zu verschwinden. Sie fielen durch Welt um Welt, um schließlich, fest und undurchdringlich, in and

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