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Das Steinerne Tor Die Rückkehr von Guttenson, Pia (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Das Steinerne Tor

Schottland in heutiger Zeit. Am Strand der Insel Skye wartet seit Jahren ein Steinernes Tor auf diese beiden Menschen: Isandora und Ian. Das Schicksal hat sie dazu bestimmt, die Welt Fenmar jenseits des Tores zu retten. Doch Isandora weiß nicht, dass sie aus Fenmar stammt - bis sie in ihre einstige Heimat zurückkehrt. Der Schotte Ian MacLeod folgt ihr heimlich, nichts ahnend, dass er in eine Welt gelangt, die der seinen ähnelt und doch nicht gegensätzlicher sein könnte. Wesen wie Elfen, Elben, Zwerge und Einhörner bevölkern Fenmar, und befinden sich im Krieg gegen das albtraumhafte Volk der Moorguhls. Was tust du, wenn die Welt, wie du sie kennst, aus den Fugen gerät? Was ist, wenn du nicht die bist, für die du dich gehalten hast? Wie weit gehst du für das Leben deines Kindes und die Liebe deines Lebens? Trittst du durch das Steinerne Tor?' Pia Guttenson 1974 in Backnang im Rems-Murr-Kreis geboren. In ihrer Schule, sah man Pia Guttenson in jeder freien Minute in der Bibliothek. Bücher und Schreiben war und ist ihre große Leidenschaft. Die Romanschriftstellerin bekommt Anregungen für ihre Werke aus ihrem Umfeld. Pia Guttenson liebt die keltische Kultur und hat auf Reisen ihr Herz in Schottland verloren. So wird es den Leser nicht überraschen, dass Schottland und die schottische Kultur in allen ihren Büchern eine Rolle spielen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 633
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742759672
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 1025 kBytes
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Das Steinerne Tor

Glückliche Wendung

Zu einem Selbstmord braucht es vor allem eines, nämlich eine große Portion Mut.

Also, wie - verdammt noch eins - war es nur soweit gekommen? Ich war durchgefroren, dessen war ich mir sicher, aber spüren ... spüren konnte ich das schon lange nicht mehr.

Eigentlich war der Kilt Rock die Sehenswürdigkeit schlechthin auf der schottischen Insel Skye, sah man mal von Dunvegan Castle ab. Von hier oben hatte man eine spektakuläre Aussicht aufs Meer und die steile Küste. Die Landschaft war ein Traum, lockte mit ihren steilen Klippen und dem wogenden Farbenspiel aus dem Blau des Meeres, dem saftigen Grün der Küste und dem Grau bis Gelb der Klippen zu jeder Jahreszeit Scharen von Touristen an.

Ich hatte selbstverständlich gewartet, bis der Touristenstrom versiegt und ich alleine hier auf dem Kilt Rock zurückgeblieben war. Lange genug hatte ich warten müssen, bis auch der letzte Japaner seine Kamera wieder eingepackt hatte und gegangen war.

Ich lachte leise auf. Kein Tourist hatte sich nah an den Abgrund getraut oder über das Geländer. Tja, ich schon. Genauer gesagt, hingen meine Beine in die endlose Leere des Kilt Rock. Über mir kreischten die Möwen und unter mir klatschten die tosenden Wellen gegen den Felsen. Es wurde zunehmend nebeliger, nicht mehr lange und die Dämmerung würde einsetzen. Erfrieren! Das wäre doch auch noch eine Möglichkeit, schoss es mir durch mein total verwirrtes Hirn.

"Ha ha ha", lachte ich laut vor mich hin.

Die salzige Luft kitzelte meine Nase, mein Hosenboden war durchnässt vom feuchten Grün, auf dem ich saß.

Touristin zu nah am Abgrund - Stopp - alkoholisiert mit Whisky - Stopp - stürzt sich vom Kilt Rock in den Tod - Stopp.

Ich sah die Schlagzeile schon in der Zeitung vor mir. Zumindest würde es keine Fotos von mir geben, da meine Überreste mit großer Wahrscheinlichkeit nicht fotogen sein würden. Zerrissen, innerlich leer, die Augen gerötet vom vielen Heulen. Himmel! Wie war ich nur auf diese absurde Idee gekommen? Was sollte sich hier schon groß ändern? Aber vielleicht war dies ja alles nur ein Albtraum.

Ich kniff die Augen fest zu und zwickte mich in den Arm. "Aua, tut das weh!", entfuhr es mir.

Also doch kein Traum. Ich ließ mich mit geschlossenen Augen rückwärts ins Gras fallen. Bruchstückweise kam meine Erinnerung zurück. Glasgow - die Menschenmenge beim Auschecken vom Flugzeug.

Das gestelzte "Willkommen zu Hause Mrs. Georgy!", der perfekt gestylten Blondine an der Passkontrolle. Sie hatte mich mit ihrer ganzen Art an eine dieser Barbiepuppen erinnert und unter ihrem abschätzenden Blick kam ich mir mit meinen verwaschenen Jeans und den roten Chucks regelrecht schäbig vor. Ganz zu schweigen von der überteuerten Fahrt mit dem Taxi nach Shiel Bridge. Dann zum Autoverleih - einen knallroten Mini, genau so einen hatte ich bekommen.

Und dann? Die schmale Single Track Road inmitten der Highlands. Vorbei an einem romantischen Traum aus Lochs und Glens. Zu einer anderen Zeit hatte ich diese Strecke heiß und innig geliebt, ganze Filmrollen verschossen. Doch das war in einem anderen Leben, das war eine andere Isa. Das war, bevor Sam spurlos verschwand und er - obwohl ich Himmel und Hölle in Bewegung setzte - nicht mehr zu mir zurückkam.

Ach ja - Eilean Donan Castle stieg vor meinem geistigen Auge auf - das Aushängeschild der Highlands schlechthin. Die trutzige Burg markierte mir immer den Heimweg. Früher hatten Oli und ich stundenlang auf der Mauer am Ufer des Loch Duich gesessen, den Wechsel von Ebbe und Flut am Eilean Donan Castle beobachtet oder uns über die Touristen aus all den fremden Ländern amüsiert. Vom Eilean Donan Castle war es nicht weit bis zum Kyle of Lochalsh, - dort legte die Autofähre nach Kyleakin ab. Ich fuhr an den majestätischen Five Sisters und jenem Castle vorbei und kam gerade rechtzeitig z

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