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Das Tor der Erlöser Roman von Dalton, Adam J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.12.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Das Tor der Erlöser

Nur der Tod kann sie erlösen ... Gegen alle Vernunft hofft Jillian einen Weg zu finden, wie er die alten Götter wiedererwecken und das grausame Imperium der Erlöser besiegen kann. Auch wenn er sich dazu auf eine gefährliche Reise begeben und seine Heimat Gottesgabe ohne Verteidigung zurücklassen muss. Und tatsächlich fällt die gewaltige imperiale Armee in Gottesgabe ein. Jillians geliebte Hella und eine Handvoll loyaler Mitstreiter widerstehen zwar fürs Erste der dunklen imperialen Magie. Doch die Erlöser können einen solchen Widerstand nicht ungestraft hinnehmen ... Adam J. Dalton bereiste als Englischlehrer die ganze Welt, bevor er sich dem Schreiben von epischer Fantasy widmete. Neben seiner Tätigkeit als Autor unterrichtet Adam J. Dalton in kreativem Schreiben. Er lebt abwechselnd in London und in Manchester.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 15.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641144456
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Gateway of the Saviors
    Größe: 910 kBytes
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Das Tor der Erlöser

Kapitel 1

DAS SECHSTE MAL

S taub. So stark die Siegel auf den Gemächern seines Vaters auch waren, der Staub des Reichs fand dennoch einen Weg herein, um alles zu bedecken. Er lag in der Luft, unsichtbar, aber vorhanden, wie so viele Dinge. Er überzog die Innenseite seiner Kehle und ließ ihm immerzu die Augen tränen. Er schmeckte den Staub ständig am Gaumen und spürte, dass er unten in seiner Lunge Schaden anrichtete. Wenn er sich bewegte, scheuerte der Staub zwischen seinen Gewändern und seinem Körper und rieb ihm die Gelenke wund. Er konnte dem Staub nicht entkommen, denn der war so gut wie alles, was von seinem Reich übrig war. Gewiss, es gab noch genug unterirdischen Fels, um seiner Art, der Deklination, Zuflucht zu bieten, aber die Oberfläche war eine leblose Ödnis, die ohne Unterlass von den Sonnenwinden ihrer unberechenbaren und ersterbenden Sonne gegeißelt wurde. Es ging das Gerücht, dass es mit jedem Jahr weniger Fels gab; wenn die Sandstürme tobten, legten sie frei, was sich unter dem Sand befand, und fielen hungrig darüber her.

Manche sagten, es wäre an der Zeit für die Deklination, ihr Heimatreich ein für alle Mal zu verlassen, bevor sie mitsamt dem Geas des Reichs zu nichts zermahlen wurden. Eine andere Partei, die von seinem Vater angeführt wurde, beharrte darauf, dass ein Verlassen des Geas - dessen, was der Deklination seit undenklichen Zeiten Leben spendete - ohnehin bedeutet hätte, als Volk Selbstmord zu begehen. Die Partei seines Vaters hegte keinerlei Zweifel, dass das Geas durch den Blutzoll gerettet werden konnte, den all die niederen Reiche entrichteten, die von der Deklination beherrscht wurden. Diese Partei behauptete sogar, dass das Leben trotz der vergehenden Sonne auch an der Oberfläche wiederhergestellt werden konnte, wenn das Ausmaß des Tributs erst einmal groß genug war, sowohl das Geas zu nähren als auch den Boden angemessen zu tränken. Daher war es zwingend notwendig, dass die Deklination sich weiter durch den Kosmos ausbreitete und nach neuen Reichen suchte, die sie erobern und denen sie Lebenskraft abzapfen konnte. Etwas anderes zu tun würde, so glaubten die meisten, auf die ein oder andere Weise das Ende ihrer Art bedeuten.

Ba'zel fegte zum sechsten Mal an diesem Tag den Staub von den glatten Oberflächen der Gemächer seines Vaters und benutzte dann seine begrenzte Magie, um den Staub durch die Siegel nach draußen zu schieben. Er war sich nicht ganz sicher, warum er sich überhaupt die Mühe machte, denn es würde doch nur noch mehr Staub zu entfernen sein, sobald er diesen Fegedurchgang beendet hatte. Sein Vater sagte, dass die Gemächer unbewohnbar werden würden, wenn man sie nicht unablässig reinigte, aber Ba'zel hatte den Verdacht, dass sein Vater in Wirklichkeit nur seinen labilen Sohn beschäftigt halten und vor Schwierigkeiten bewahren wollte. Schließlich griffen viele andere Dynastien der Deklination für solch niedere Arbeit auf Gesinde zurück. Außerdem erinnerte die eintönige Tätigkeit Ba'zel auch an den Drill, dem Mentor Ho'zen ihn jeden Tag unterzog, um seinen labilen Geist und seine launische Magie zu disziplinieren.

Diejenigen, die labil waren, stellten natürlich auch eine Bedrohung für die künftige Einheit und das gemeinsame Ziel der Deklination dar. Solche Individuen wurden daher eingesperrt und genau überwacht. Alle jungen Leute waren von Natur aus labil und wurden die meiste Zeit über in den Gemächern ihrer Dynastie gehalten, zum Teil, um sie vor weniger einflussreichen - und deshalb verzweifelteren und raubtierhafteren - Alten aus anderen Dynastien zu schützen. Aber ein labiler Junger wurde nur eine gewisse Zeitlang geduldet, selbst in seiner eigenen Dynastie. Wenn er nicht bald Anzeichen zeigte, etwas Disziplin zu entwickeln, wurden all sein Blut und seine Lebensenergie wieder ins Geas eingespeist, in der Hoffnung, dass er mit größerer Bereit

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