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Das Tor des Seins Tommy Garcia von Rau, Micha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.07.2016
  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Das Tor des Seins

Eigentlich wollten Tommy und seine Freunde nur ein altes Abrisshaus erkunden. Doch hinter seinen Mauern ruht das atemberaubende Geheimnis uralter Mächte. Die fantastische Welt birgt gefährliche Rätsel und unglaubliche Aufgaben. Nur für den, der diese Aufgaben löst, offenbaren sich fantastische Dinge. Doch in den falschen Händen sind sie gefährlich. Und die Sache hat einen Haken, denn die Gaben müssen in der Kammer ruhen, bevor die Phase eines Mondes endet ... Die 'Tommy-Garcia-Reihe' besteht aus Büchern, die Kinder nicht lesen, sondern verschlingen! Und sie versucht, den Kindern neben der erzählerischen Leichtigkeit wie nebenbei Elemente der ägyptischen und griechischen Mythologie nahe zu bringen. Der besondere Reiz der Abenteuer besteht vor allem darin, dass die vier Kinder aus ihrer realen Welt in eine fantastische hineingeraten und in dieser gefahrvolle und schwierige Prüfungen bestehen müssen. Mit den magischen Gegenständen aus dieser Welt kehren sie dann zurück in die eigene, in der weitere Abenteuer auf sie warten. Die jungen Leser werden förmlich hineingezogen in die Geschichte und können sich vorstellen, dass es vielleicht auch wirklich so geschehen könnte... Keine Seite Langeweile, ständig Hochspannung für Kinder wie auch Erwachsene; das ist der Anspruch von Micha Rau. Micha Rau wurde 1957 in Berlin geboren. Die Gabe des Erzählens entdeckte er im Alter von dreizehn Jahren, und seither entstanden Romane, Geschichten, Kinder- und Jugendbücher, aber auch populäre Sachbücher. Mit seinem Roman 'Der zweite Koffer' gewann Micha Rau im Jahr 2005 den internationalen Wettbewerb der Agentur Writemovies in Hollywood/USA (Kategorie: Bester Roman).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 401
    Erscheinungsdatum: 29.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783738078992
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Serie: Tommy Garcia 3
    Größe: 803 kBytes
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Das Tor des Seins

Der Supermarkt

Um sechs Uhr war ich hellwach. Ich starrte ungläubig auf meinen Wecker, aber er war nicht kaputt. Ich konnte nur einfach nicht mehr schlafen. Seufzend ließ ich mich in die Kissen zurücksinken. Lazy schnarchte leise vor sich hin, und ab und zu prustete er sogar. Bestimmt träumte er von einem Würstchen. Mein süßer Hund lenkte mich etwas ab, aber es dauerte nicht lange, und schon wirbelten meine Gedanken wieder durcheinander. Ich konnte mich nicht konzentrieren. Mein Kopf schwirrte vor lauter Tafeln, Göttern, blitzenden Ringen und unheimlichen Mumien. Ruckartig richtete ich mich wieder auf. Es hatte sowieso keinen Sinn, noch länger liegen zu bleiben. Ich war so wach wie nach einer kalten Dusche.

Als ich die Beine aus dem Bett schwang, polterte mein Handy zu Boden. Ich hatte es gestern noch lange krampfhaft in der Hand gehalten in der Hoffnung, dass Tommy noch einmal simsen würde, und dann war ich wohl darüber eingeschlafen. Einer Eingebung folgend griff ich es mir und rief Tommys Nachricht noch einmal auf. Ich hatte nicht geträumt. Sie war noch gespeichert. Ich drückte auf Nachricht beantworten , tippte bist du schon wach? ein und sandte sie los.

Während ich auf die Antwort wartete, suchte ich frische Klamotten zusammen und zog mich an. Mir fiel ein, dass ich eigentlich duschen müsste und vor allem Zähneputzen, denn darauf hatte ich ja gestern Abend verzichtet. Aber das konnte ich ja auch noch nach dem Frühstück machen. Meine Mutter würde mich nicht mahnend erinnern, denn sie war schon zur Arbeit gegangen. Sie ging jeden Morgen um halb sechs aus dem Haus. Mein Vater ging erst um sieben, aber er hatte noch nie darauf geachtet, ob ich meine Zähne geputzt hatte. Er war ja auch ein Mann.

Noch bevor mein Handy piepte, wusste ich, dass Tommy antworten würde. Ich konnte nicht sagen, warum, ich wusste einfach, dass er schon wach war. In der nächsten Sekunde ertönte das Signal für eine empfangene Nachricht. Aufgeregt fummelte ich herum, bis ich sie lesen konnte.

" Klar bin ich wach! Zehn nach sieben bei dir?"

Tommy wusste, dass Sanne und ich ab sieben Uhr allein waren. Das war jeden Tag so, bis auf die Wochenenden natürlich. Das hatte Vor- und Nachteile. Ein Nachteil war, dass ich mir morgens mein Frühstück selbst machen musste - okay, oft machte es Sanne für mich - und ich musste auch an alle Sachen für die Schule denken. Aber auf der anderen Seite konnte ich schon um diese Uhrzeit laute Musik hören oder fernsehen, was natürlich nie rauskommen durfte. Heute jedenfalls war es klasse, denn Tommy konnte gleich runterkommen, und wir brauchten nicht bis zehn Uhr warten. Ich war gespannt, ob Sanne auch schon wach war. Ich beschloss, gleich nachdem unser Vater verschwunden war, einen Blick in ihr Zimmer zu werfen.

Ich sendete nur ein Wort zurück an Tommy: "Okay!" und sah dann auf meine Uhr. Genau halb sieben. Da hatte ich ja noch reichlich Zeit. Ich ging so leise wie möglich aufs Klo, um meinen Vater, der in der Küche sein Frühstück mit einer Zeitung genoss, nicht zu stören. Ich hatte nicht so recht Lust, mit ihm zu diskutieren, warum ich schon wach war, wo wir doch gestern Abend nicht vor elf Uhr im Bett gewesen waren.

Ich schlich zurück in mein Zimmer und machte leise Musik an. Dann fiel mir etwas ein. Ich nahm mir noch einmal mein Handy und sandte eine Nachricht an Janine: "Wir sind alle wach. Wenn du willst, komm schon um acht!" Danach setzte ich mich auf mein Bett, lehnte mich mit dem Rücken an die Wand und starrte die Tür an. Als ob Tommy davon schneller hereinkommen würde! Nach einer Weile wanderten meine Gedanken ziellos davon. Ich dachte an die Abenteuer, die wir erlebt und im wahrsten Sinne des Wortes überlebt hatten. Ich dachte an die Ängste, die ich ausgestanden hatte, an die unglaubliche Anspannung, die mich jedes Mal erfasste, wenn wir auf das verlassene Grundstück gingen und daran, dass all dies nun wieder

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