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Das Verlangen des Jägers von Howard, Linda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.04.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Das Verlangen des Jägers

Die Aufgabe des Jägers Caine ist klar gesteckt: Er soll Lenna, die Manifestation der Tarotkarte "Kraft", vom Planeten der Menschen zurück in ihre magische Dimension verweisen. Doch als er ihr zum ersten Mal begegnet, kann Caine sein Begehren nach ihrer Nähe kaum zügeln. Um keinen Preis darf er sich seinem Verlangen ergeben, wenn er den Auftrag beenden will. Aber Lenna ist nicht nur unglaublich sexy, sondern auch verdammt stur, und weigert sich, sofort mit ihm zu gehen. Dabei ist Caine nicht der Einzige, der Jagd auf sie macht. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit, um Lenna vor den dunklen Mächten zu retten. "Linda Howard verbindet heißen Sex, Emotionen und ergreifende Spannung." Publishers Weekly "Das Buch hat alles, was gute Unterhaltung braucht: den Kampf zwischen Gut und Böse, Spannung und Fantasy, Action, Humor und erotisches Dauerknistern zwischen den beiden Superhelden Lenna und Cain." erotik-couch.de Seit Linda Howards Karriere als vielfach beachtete Autorin begann, hat sie mehr als 25 Romane geschrieben, die weltweit eine begeisterte Leserschaft gefunden haben und millionenfach verkauft wurden. Zahlreiche Auszeichnungen sprechen für ihr Können. Zusammen mit ihrem Mann und zwei Golden Retrievern lebt sie in Alabama.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 03.04.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768027
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Frost Line
    Größe: 1863 kBytes
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Das Verlangen des Jägers

1. Kapitel

Elijahs Nase lief. Er wischte sie am Bettlaken ab, obwohl er wusste, dass seiner Mom das nicht gefallen würde. Er war sauer auf sie, deshalb war es ihm egal. Es war sowieso ihre Schuld, dass er weinte. Und würde er nicht weinen, dann würde seine Nase auch nicht laufen. Die Unterlippe ein wenig vorgeschoben, schniefte er bedauernd und hoffte beinahe, dass noch mehr Rotz aus seiner Nase laufen würde, damit er sie noch einmal mit dem Laken putzen konnte.

Es war gemein von ihr, dass sie ihn ins Bett geschickt hatte. Er wollte mit Onkel Bobby spielen. Schließlich war morgen keine Schule. Sie hatten noch eine weitere Woche Weihnachtsferien, und Mom ließ ihn am Wochenende immer länger aufbleiben. Aber an diesem Tag hatte sie ihn noch vor seiner üblichen Schlafenszeit ins Bett geschickt, als Sammy vorbeigekommen war. Inzwischen war Sammy wieder gegangen. Stattdessen war nun Onkel Bobby da, aber sie erlaubte trotzdem nicht, dass er aufblieb. Dabei war er schon sieben, also kein Baby mehr. Es war einfach nicht fair!

Voller Empörung wischte er sich die Tränen aus den Augen. Onkel Bobby spielte immer mit ihm. Er legte sich auf den Boden und kämpfte mit Elijah. Außerdem brachte er Süßigkeiten mit und coole Sachen, mit denen man spielen konnte. Wenn Mom sich darüber aufregte, sagte er immer: "Aber Amber ..." - so hieß Mom -, "ein Junge muss doch ein bisschen Spaß haben." Dann zerzauste er Elijahs Haare und meinte: "Stimmt's, Sohn?"

Es machte Elijah immer richtig glücklich, wenn Onkel Bobby ihn "Sohn" nannte. Das tat sonst keiner. Onkel Bobby hatte ihm sogar etwas zu Weihnachten geschenkt. Einen Captain America, einen ganz großen. Es war allerdings keine Puppe, sondern eine Actionfigur. Mädchen spielten mit Puppen, Jungs mit Actionfiguren.

Ein paar Mal hatte er seine Mom schon gefragt, wer sein richtiger Vater sei, aber sie hatte immer gemeint, dass sie ohne ihn besser dran wären. Sie hatte dabei immer richtig wütend ausgesehen, und deshalb traute er sich nicht mehr zu fragen, obwohl er seinen Dad eines Tages gerne einmal kennenlernen würde. Die anderen Jungs in seiner Klasse hatten alle einen Dad, auch wenn sie nicht immer im selben Haus lebten. Keiner von Moms anderen Freunden hatte ihn je "Sohn" genannt, so wie Onkel Bobby. Mom sagte, dass er nicht über die anderen Besucher sprechen dürfte, besonders dann nicht, wenn Onkel Bobby da war. Dabei mochte er Onkel Bobby viel lieber als diesen blöden Sammy. Sammy war nie nett zu ihm, und seine Mom schickte ihn immer nach oben zum Spielen, wenn Sammy da war. Er durfte dann nie herunterkommen, sonst würde sie ihm den Hintern versohlen. So etwas sagte sie nie, wenn Onkel Bobby kam.

Sammy war gerade erst hier gewesen, deshalb hatte Mom ihn überhaupt erst ins Bett geschickt. Aber Elijah hatte nicht geschlafen. Kaum hatte seine Mom das Zimmer verlassen, war er aufgestanden, hatte das Licht angeschaltet und mit seinen Transformers gespielt, die er gegen die Avengers kämpfen ließ. Eigentlich mochte er die Avengers lieber und ließ sie deshalb gewinnen, doch diesmal verlief das Spiel anders. Nach einem langen Kampf setzten die Transformers sich schließlich durch.

Sammy hatte ihm nicht einmal ein Weihnachtsgeschenk gekauft.

Dann war Sammy gegangen, und Onkel Bobby war kurz danach vorbeigekommen. Als Elijah seine Stimme gehört hatte, war er aufgeregt nach unten gelaufen. Sicher würde seine Mom ihn jetzt aufbleiben lassen. Doch stattdessen war sie wütend geworden und hatte ihn wieder ins Bett geschickt.

Er war so beschäftigt damit, wie ungerecht er behandelt worden war, dass er zunächst nicht auf den dumpfen Knall unten achtete. Erst beim zweiten Mal hob er den Kopf und lauschte angestrengt. Mom sollte besser nicht mit Onkel Bobby kämpfen, dachte er. Denn das tat er doch mit Onkel Bobby. Trotzdem, es hörte sich genau danach an, was er so ungerecht fand, dass er aus dem Bett hochschoss. Nun stand er da,

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