text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Demeter I - Die Flucht Koloniewelten 07.1 von Acheronian, Galax (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.01.2018
  • Verlag: TWENTYSIX
eBook (ePUB)
1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Demeter I - Die Flucht

2254 - Seit beinahe 17 Jahren ist die Erde unter einer Regierung vereinigt. Zur Sicherung des bisher einhundertjährigen Weltfriedens herrschen diktatorische Maßstäbe, Angst und Unterdrückung durch eine christliche Führung, die in den letzten vergangenen Jahrzehnten Schritt für Schritt in den Regierungen aller Nationen Einzug gehalten hat und sogar über die Erde hinaus die Geschicke der Menschheit lenkt und leitetet. All dies scheint seinen Ursprung vor sehr langer Zeit auf dem Mars gefunden zu haben. Insgesamt können die heutigen Machtinhaber auf gut ein Dutzend Kolonien und den Kontakt zu drei außerirdischen Rassen zurückblicken, die alle in einem stabilen Wirtschaftssystem funktionieren, das keinen Menschen hungern oder frieren lässt. Irgendwo dazwischen existieren mehrere Koloniewelten, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen unabhängig zu entwickeln versuchen. Diesem Beispiel möchte auch eine kleine eingeschworene Gruppe folgen und die Erde verlassen, um das eigene Schicksal auf einem weit entfernten Planeten zu bestimmen. Ein Unterfangen, welches bereits an der ersten Hürde scheitern könnte: Es ist keinem Menschen erlaubt, das 'Paradies' zu verlassen. Galax Acheronian ist Autor und Grafiker verschiedener Genres, der bereits in jungen Jahren Geschichten, Comics und Fanfiction schrieb. Seit 2009 veröffentlicht er in verschiedenen Formen seine Gedanken und Geschichten.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 161
    Erscheinungsdatum: 09.01.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740743369
    Verlag: TWENTYSIX
    Größe: 2331 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Demeter I - Die Flucht

die-flucht-01

D ie Büroräume des alten Markus-Sherman-Centers, dem Hauptsitz der Zivil-Staatlichen Raumfahrt, waren bereits seit Stunden verlassen. Seitdem verrichteten kleine Reinigungsroboter im Inneren eifrig ihren stummen Dienst. Akribisch fuhren sie mit der gebotenen Sorgfalt durch die spärlich beleuchteten Korridore, Arbeitsnischen und halbdunklen Büros. Schlichen dabei unter staubige Schreibtische, leerten Papierkörbe, übersahen keine Kante oder Ecke und nahmen jede Art von Schmutz des arbeitsreichen Tages in sich auf.

Wann immer ein Roboter einem anderen über den Weg lief, gab der Erste der beiden einen hellen und der Zweite einen etwas dunkleren Pfeifton von sich. Dies diente der Koordination und einen Datentransfer über unerwartete Veränderungen: Zum Beispiel, das am heutigen Tag, dem 26. Juni 2254, ein einzelnes Büro den Reinigungsgeräten verschlossen blieb. Ein Umstand, den die Roboter vermerkten und als gegeben hinnahmen. Dessen weiter ungeachtet setzten sie ihre Arbeit planmäßig fort.

Im Inneren jenen Büros saß eine junge Frau mit langen, kastanienbraunen Haaren, die sie zu einem straffen Zopf zusammengebunden hatte. Unbewusst spielte sie mit einer Strähne, legte diese hinter ihr Ohr, nahm sie kurz darauf wieder auf, verdrehte sie in ihren Fingern, nur um sie danach wieder zurückzulegen. Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit hatten die Darstellungen auf der sich vor ihr befindlichen Kristallglasscheibe des Rechenterminals. Sie bewegte die Finger ihrer freien Hand besonnen und fast schon automatisch über die transparenten Tischplatte und der dort integrierten Menüsteuerungen. Mit Verschieben und Antippen der Symbole auf der fett- und staubabweisenden Oberfläche des Tisches bewegte sie die leuchtenden Zahlen und Ordner, die scheinbar vor ihr in der Luft schwebten und neben den Tischkontrollen als einzige Lichtquelle das abgedunkelte Archivbüro in fahles Licht tauchte. Seit einer gefühlten Ewigkeit grub sie sich nun schon tief in die, für Menschen der dritten oder zweiten Klasse, unzugängliche Datenbank des zentralen Computersystems der vor über zweihundert Jahren gegründeten Stiftung, welche diesem Gebäudekomplex seinen Namen gab. Die gesuchten Daten waren in etwa genauso alt.

In ihren konzentrierten Augen spiegelten sich eine neue Reihe farbloser Tabellen, Namen und Zahlen, die sie ungeprüft zur rechten Seite des Desks schob und dort in einem kleinen Symbol verschwinden ließ, das den mitgebrachten Datenstick symbolisierte. Die Hardware des kleinen Symbols steckte am unteren Rand des Verarbeitungsmoduls, der das Kristalldesk mit allen Informationen aus den im Keller stehenden Servern speiste.

Der Kopiervorgang kroch förmlich vor sich hin. Beinahe eine Minute benötigte jedes Terabyte und kitzelte an ihrer Geduld. Die Server waren alt und in den letzten beiden Jahrhunderten weitestgehend unbenutzt gewesen. Vermutlich gab es längst Hardwarefehler, die die Geschwindigkeit ebenfalls mit ausbremsten. Wieder drehte sie an ihren Haaren. Sie wusste, dass sie sich beeilen musste und auch, dass dieser Tag das Ende ihres bisherigen Lebens markierte. Unruhig zählte sie die Sekunden bis zum Ende des Kopiervorgangs. Ihr Blick galt dabei immer wieder einmal der kleinen LED am Verarbeitungsmodul des Terminals. An dessen Frontseite, direkt neben dem zentrierten, analogen An- und Ausschalter, steckte ihre gefälschte ID-Karte für den unregistrierten Zutritt der Büroräume und des Systems. Wenn auch mit Tücken; die Personaltür hatte sich erst nach dem dritten Versuch geöffnet. Das Computersystem hier oben allerdings reagierte sofort und ließ die ' neue Mitarbeiterin' problemlos Zugriff auf alle Datenbanken nehmen, nachdem der Nachweis, ihre Existenz, mit der staatlichen Registrierbank und allen dazugehörigen Unterlagen abgeschlossen worden war.

Ihre Bürgerdaten auf der Replika waren echt, das war d

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen