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Demonica - Hades Hades von Ione, Larissa (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.11.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Demonica - Hades

Hades ist der Wächter der gefangenen Seelen der Unterwelt. Viele davon sind unvergleichlich böse, aber mit Hades legt sich keiner so leicht an. Als jedoch die schöne Cataclysm sein Gefängnis infiltriert, gerät alles außer Kontrolle. Cat zettelt ungewollt einen Aufstand an, und eigentlich müsste Hades mit aller Härte gegen sie vorgehen. Doch der gefallene Engel ruft in ihm ungeahnte Gefühle und eine nie gekannte Leidenschaft hervor ... Mit der 'Demonica'-Serie gelang Larissa Ione der große internationale Durchbruch. Zu ihren Lieblingsautoren gehören Stephen King, Robert Jordan und Marion Zimmer Bradley.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 180
    Erscheinungsdatum: 03.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736304338
    Verlag: LYX
    Größe: 1859 kBytes
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Demonica - Hades

1

Der Weg zu Hades ist von allen der leichteste.

- Diogenes Laertius -

Genieß die Reise, denn dein Aufenthalt wird die Hölle sein.

- Hades -

Sollte Cataclysm auch nur noch eine einzige Toilette in diesem Dämonenfegefeuer, das unter dem Namen Sheoul-gra bekannt war, reinigen müssen, würde sie in die Kloschüssel springen und sich selbst runterspülen.

Sie hatte immer gedacht, dass Engel, die aus dem Himmel geworfen wurden, als Gefallene jede Menge Spaß haben würden. Zum Beispiel religiöse Leute terrorisieren oder zusammen mit Dämonen überschäumende Krüge voller Pest-Ale trinken. Aber nein, sie durfte dem Sensenmann den Arsch abwischen.

Na gut, sie wischte Azagoth natürlich nicht tatsächlich den Arsch ab. Wenn sie das täte, hätte Lilliana, seine Gefährtin, dazu sicherlich das ein oder andere zu sagen. Und mit "sagen" meinte Lilliana "köpfen".

Cat überlegte kurz. Lilliana, die im Grunde immer noch ein richtiger Engel mit Heiligenschein und allem Drum und Dran war, würde nichts derart Drastisches tun. Höchstwahrscheinlich. Trotzdem wollte Cat lieber nicht auf deren schwarzer Liste landen. Wer Lilliana sauer machte, machte den Sensenmann wütend, und das ... also, Cat konnte sich wirklich nichts Schlimmeres vorstellen.

Abgesehen vom Reinigen der Toiletten.

Hör auf zu jammern! Schließlich hast du den Job freiwillig übernommen.

Das stimmte, aber sie hatte nur deshalb zugestimmt, Azagoth zu dienen, weil sie sich ihren Weg in den Himmel zurück verdienen wollte, und dazu war es erforderlich, a) schön sauber zu bleiben, b) zu vermeiden, Sheoul zu betreten, das Dämonenreich, das die Menschen Hölle nannten, und c) etwas Heldenhaftes zu tun, um die Welt zu retten.

Ein Kinderspiel.

Sie schnaubte vor sich hin, als sie ein Tablett voller schmutzigem Geschirr aus Azagoths und Lillianas Schlafzimmer trug. Dabei patschten ihre bloßen Füße über den kalten Steinboden, der jeden Quadratzentimeter der alten Villa im griechischen Stil bedeckte. Heute Morgen hatte er Lilliana mit einem Frühstück im Bett überrascht, was Cat noch vor ein paar Monaten entsetzt hätte. Wer hätte gedacht, dass der Sensenmann so ein Softie war?

Vermutlich hätte sie es ahnen müssen, nachdem er ihr einen Job gegeben hatte, sowie einen Ort, an dem sie leben konnte, ohne sich darum Sorgen machen zu müssen, ob sie irgendein Penner gegen ihren Willen nach Sheoul verfrachten würde - entweder um daraus Gewinn zu schlagen oder einfach nur zu seinem Vergnügen.

Nein, Sheoul war für sie tabu. Sollte sie das Reich der Dämonen betreten, wäre sie damit ein für alle Mal in Ungnade gefallen und würde zu einer wahren Gefallenen, einem gefallenen Engel ohne die geringste Hoffnung auf Erlösung. Als Ausgestoßene hingegen durfte sie sich einen Hauch von Hoffnung erhalten, auch wenn es nur sehr wenige Engel gab, die jemals ihre Flügel zurückerhalten hatten. Genau genommen wusste sie nur von zweien.

Einer der beiden, Reaver, war jetzt nicht nur irgendein Engel, sondern einer der mächtigsten Engel, die jemals gelebt hatten. Seine Gefährtin, Harvester, hatte ebenfalls lange Zeit als gefallener Engel gelebt, allerdings unter einzigartigen Umständen. Cat kannte zwar nicht die ganze Geschichte, aber sie wusste, dass Harvester Himmel und Erde gerettet und damit jede ihrer Federn verdient hatte, die ihr zurückgegeben worden waren.

Bei dem Gedanken daran, wieder unversehrt zu sein, begannen Cats nutzlose Flügelanker auf ihrem Rücken zu jucken. Ihre prächtigen nerzbraunen Schwingen - und damit ihre Energiequelle - waren fort, waren in einer brutalen Zeremonie abgeschnitten worden. Sie konnte nur zu gut nachvollziehen, warum ein Ausgestoßener die Grenze zwischen dem Reich der Menschen und dem der Dämonen überschreiten wollte, um sich in einen wahren Gefallenen zu verwandeln und damit neue Flügel und neue Kräfte zu erhal

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